03. März 2008 - Vor 5 Jahren: Schauspieler Horst Buchholz gestorben

Stichtag

03. März 2008 - Vor 5 Jahren: Schauspieler Horst Buchholz gestorben

Horst Buchholz will der schnellste Cowboy der "Glorreichen Sieben" werden. Wenn er und seine sechs Kumpanen im gleichnamigen Western von John Sturges die mexikanischen Dorfbewohner vor einer Bande von Verbrechern retten, möchte er beim Revolverziehen eine besonders gute Figur abgeben. "Damals bin ich immer hinter diese kleine Kirche gegangen in dem mexikanischen Dorf", wird er sich später erinnern, "und habe geübt, weil ich so schnell werden wollte wie Steve McQueen."

Buchholz wird 1933 als Sohn einer alleinerziehenden Mutter in Berlin geboren und bei Pflegeeltern groß. Als Statist im Theater sammelt er erste Bühnenerfahrung. 1955 wird er für seine Rolle in "Himmel ohne Sterne" bei den Filmfestspielen von Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet. Ein Jahr später bringt ihm seine Rolle als Rebell in "Die Halbstarken" an der Seite von Karin Baal den Ruf ein, der "deutsche James Dean " zu sein. International bekannt wird Buchholz als Revolverheld Chico in "Die glorreichen Sieben", wo er neben Stars wie Yul Brunner, Charles Bronson und James Coburn spielen darf. Danach hat er in Billy Wilders Komödie "Eins, zwei, drei" noch einen großen Auftritt.

Um einen guten Film zu machen, müsse alles stimmen, sagt Buchholz 1981 im "Kölner Treff": "Das geschieht eigentlich nur alle acht Jahre. Und dazwischen muss man versuchen zu überleben". Nach Flops als Drehbuchautor und Regisseur geht es für den Schauspieler seit den achtziger Jahren vor allem ums Überleben. Buchholz arbeitet fürs Fernsehen und für B-Movies; 1981 moderiert er mit Elizabeth Teissier die "Astro-Show". Mit seiner letzten Kinorolle als KZ -Arzt in Roberto Begninis Oscar-prämiertem Film "Das Leben ist schön" darf er noch einmal eine internationale Rolle spielen. Buchholz stirbt am 3. März 2003 in Berlin.

Stand: 03.03.08