14. Juli 2008 - Vor 10 Jahren: Richard McDonald stirbt in Manchester

Stichtag

14. Juli 2008 - Vor 10 Jahren: Richard McDonald stirbt in Manchester

Richard ("Dick") McDonald und sein Bruder Maurice ("Mac") eröffnen 1940 im kalifornischen San Bernardino ein Restaurant. Es liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn 215. Hungrigen Truckern und anderen Automobilisten bieten die Brüder Hot Dogs und Spare Rips an. Acht Jahre später stellen sie um: auf Selbstbedienung und Fleischfrikadellen zwischen zwei Brötchenhälften. Das Schnellrestaurant wird ein Erfolg für die Söhne irischer Einwanderer. Richard, der jüngere der beiden Brüder, wird 1909 im US-Bundesstaat New Hampshire an der Ostküste geboren. Dort arbeitet er in einer Schuhfabrik. Ende der 20er Jahre gehen die Brüder an die Westküste, wo sie zunächst als Kulissenschieber in Hollywood und als Kinobetreiber tätig sind, bevor sie Gastronomen werden.

Während "Mac" vorwiegend für den Restaurantbetrieb zuständig ist, kümmert sich "Dick" ums Marketing: Er entwirft das Firmensymbol mit den beiden gelben Rundbögen. 1954 lernen die Brüder Ray Kroc kennen, einen Handelsvertreter, bei dem sie acht Milchshake-Geräte bestellen: Die Restaurant-Gründer haben bereits acht Niederlassungen gegründet. Kroc erkennt das Potenzial der McDonald's-Idee. Er erwirbt 1955 die Lizenz, ähnliche Restaurants wie die der Mc-Donald's-Brüder in anderen Städten zu betreiben. Kroc feilt am Einheitslook der Läden, an der Logistik und den Produkten. Richard und Maurice haben daran kein Interesse, ziehen sich allmählich zurück und verkaufen 1961 Kroc auch die Rechte für den weltweiten Vertrieb von McDonald's. Er baut er ein Burger-Imperium mit mehr als 31.000 Restaurants in weit über 100 Ländern auf. 1971 eröffnet in München das erste deutsche McDonald's. Mittlerweile gibt es in der Bundesrepublik knapp 1.300 dieser   Restaurants.

Richard McDonald tritt kurz vor seinem Tod am 14. Juli 1998 in Manchester im US-Staat New Hampshire noch einmal in der Öffentlichkeit in Erscheinung. Er kritisiert in einem Buch, wie unausgewogen seine und Ray Krocs Verdienste am Firmenerfolg dargestellt werden. In der offiziellen Firmenhistorie gilt Kroc bis heute als Lichtgestalt der Fastfood-Idee. Für "Dick" wie für seinen Bruder "Mac ", der bereits 1971 verstorben ist, bleibt nur die Rolle der Namensgeber.

Stand: 14.07.08