10. Dezember 1967: Otis Redding stirbt bei einem Flugzeugabsturz

Stichtag

10. Dezember 1967: Otis Redding stirbt bei einem Flugzeugabsturz

Der Durchbruch gelingt Otis Redding  1967 beim Monterey Pop Festival in der Nähe von San Francisco, dem ersten großen Festival seiner Art in der Musikgeschichte. Auf Einladung des Stones-Managers   Andrew Loog Oldham tritt er direkt nach Jimi Hendrix vor rund 70.000 rockgewöhnten Hippies auf. Gerade hat Hendrix seine Gitarre in Brand gesteckt, die Stimmung ist aufgeheizt; Redding wird mit seinem energiegeladenen Auftritt Teil der Legende vom "Summer of Love". Danach ist der schwarze Soul -Sänger in den USA auch unter den weißen Flower-Power -Kindern ein Star. 

Geboren wird Redding 1941 in Dawson, Georgia. Durch seinen Vater, der sich neben seinem Job bei der US-Army als Kirchenprediger versucht, kommt er mit der Gospelmusik in Kontakt. Bereits 1958 wird er Schlagzeuger und Sänger in der Band von Little Richard. Bei dem kleinen, später legendär werdenden Soullabel Stax Records in Memphis hat er mit "These Arms of Mine" seinen ersten Rhythm-and-Blues-Hit. Danach wird er zum einflussreichsten Soulsänger der sechziger Jahre.

Berauscht vom Erfolg des Monterey Pop Festivals schreibt Redding mit "Dock of the Bay" seinen größten Erfolg. Kurz darauf startet er mit seinen Musikern im neuen Privatjet zu einem Konzert nach Ohio. Am 10. Dezember 1967 stürzt die Maschine in der Nähe von Madison in den Lake Monona. Nur der Trompeter kann sich retten. Redding ertrinkt mit vier Bandmitgliedern im eiskalten Wasser. Bei seiner Beerdigung, zu der 4.500 Fans pilgern, tragen Kollegen wie Joe Tex, Johnny Tayler oder Percy Sledge den Sarg. Mit "Dock of the Bay" wird Redding zum ersten Sänger, der posthum an die Spitze der Popcharts  stürmt. 1969 veröffentlichen "The Doors" einen Titel, der vom Tod Reddings handelt und gleichzeitig den Einfluss des Sängers widerspiegelt: "Poor Otis dead and gone / left me here to sing his song".

Stand: 10.12.07