02. April 2006 - Vor 80 Jahren: Max Greger wird in München geboren

Stichtag

02. April 2006 - Vor 80 Jahren: Max Greger wird in München geboren

Saxophon am Mund, fingerschnippend vor seiner Bigband, immer fröhlich - Bandleader Max Greger tritt mit Vorliebe in schwarzem oder weißem Jackett auf. Seine musikalische Bandbreite reicht von Swing und Jazz über Tanzrhythmen bis hin zur Volksmusik. "Meine Stärke war die Vielseitigkeit. Ich habe alles gespielt - vom Schneewalzer bis Duke Ellington ", erinnert sich Max Greger. Geboren wird er am 2. April 1926 in München. Seine Eltern führen eine Metzgerei und haben kaum Zeit für ihren Sohn. Deshalb wächst Max bei seinem Großvater auf.Als der Enkel zwölf Jahre alt ist, schenkt ihm sein Opa ein Akkordeon. 1942 studiert der 16-jährige Max am Münchner Konservatorium Klarinette und Saxophon. Mit siebzehneinhalb Jahren wird er zum Militär eingezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielt er in amerikanischen Clubs zusammen mit Stars wie Ella Fitzgerald, Count Basey oder Louis Armstrong. Seine erste Band gründet Greger 1948. Tagsüber spielt sein Enzian-Sextett beim bayerischen Rundfunk Blasmusik. Abends verwandelt sich die Gruppe in das Max-Greger-Sextett und spielt Swing für die amerikanischen Soldaten. Der Durchbruch gelingt Max Greger, als er 1959 mit seinen Musikern als erstes westliches Orchester durch die Sowjetunion tourt. Von 1963 bis 1977 hat er einen festen Vertrag mit dem ZDF und ist ständiger Gast in Shows wie "Der Goldene Schuss", "Vergissmeinnicht" oder "Drei mal neun".

In der Bigband seines Vaters spielt auch Max Greger junior. Doch er hat sich den Job am Klavier leichter vorgestellt: "Ich bin doppelt hart behandelt worden." Vater Greger räumt ein: "Ich war autoritär." Eigentlich hat er für seinen Sohn die Nachfolge als Bandleader geplant. Aber Greger junior macht sich lieber als Komponist selbstständig. Auch als Greger senior 1979 seine Band auflöst, produziert er weiter Musik. Insgesamt hat er in seiner Karriere über 150 Platten aufgenommen. Seit dem Jahr 2000 steht Max Greger gemeinsam mit den Kollegen Paul Kuhn und Hugo Strasser als "Swing-Legenden" auf der Bühne.Stand: 02.04.06