DEL: Krefeld gewinnt Derby in Düsseldorf in der Overtime

Stand: 18.01.2022, 20:42 Uhr

Trotz eines dreimaligen Rückstands haben die Krefeld Pinguine das rheinische Derby bei der Düsseldorfer EG für sich entschieden.

Krefeld setzte sich am Dienstagabend mit 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung durch und verbesserte sich in der Tabelle auf Rang elf. Düsseldorf musste nach dem Sieg in Köln einen Rückschlag einstecken und liegt weiter auf Platz neun.

In der regulären Spielzeit trafen Victor Svensson (3.), Tobias Eder (26.) und Brendan O'Donnell (37.) für die DEG sowie Alexander Blank (17.), Lucas Lessio (32.) und Arturs Kulda (51.) für Krefeld. In der Overtime entschied Robert Sabolic (61.) die Partie.

Blank egalisiert frühe DEG-Führung

Die erste gute Möglichkeit hatte Krefelds Blank (2.) bei einem Schuss aus halblinker Position, mit dem DEG-Keeper Mirko Pantkowski aber keine Probleme hatte. Wenige Sekunden später ging Düsseldorf in Führung: O'Donnell eroberte hinter dem Krefelder Tor die Scheibe und legte ab auf Svensson (3.), der aus kurzer Distanz trocken einnetzte.

Düsseldorf hatte mehr Puckbesitz und gab mehr Schüsse ab, doch auch die Pinguine hatten Möglichkeiten und kamen zum Ausgleich. Der hinter dem DEG-Tor postierte Thomas Valkvae Olsen passte in den Slot zu Blank (17.), der DEG-Torhüter Pantkowski tunnelte. Ende des ersten Drittels hatte die DEG mehr als doppelt so viele Schüsse auf das Tor abgegeben als die Gäste (18:7).

Drei Tore im zweiten Drittel - DEG bleibt vorne

Im Mittelabschnitt machte die DEG Druck, die Pinguine hatten Probleme im Spielaufbau. Düsseldorfs Kapitän Alexander Barta (22.) hatte eine gute Chance aus zentraler Position, doch Krefelds Keeper Oleg Shilin war mit der Fanghand zur Stelle. In der 26. Minute lief Barta Richtung Slot, täuschte einen Schuss an und legte ab für Eder, der mit einem Handgelenkschuss zum 2:1 für Düsseldorf traf.

In den nächsten Minuten deckte die DEG Shilin mit Schüssen ein, doch der Pinguine-Torwart bewahrte sein Team vor einem höheren Rückstand. Nach überstandener Druckphase schlug Krefeld zurück: Niclas Lucenius spielte von der linken Seite einen Querpass zu Lessio (32.), der am langen Pfosten vollstreckte.

Und wieder ging Düsseldorf in Führung. Nach einem Krefelder Scheibenverlust erreichte ein leicht abgefälschter Pass von Daniel Fischbuch O'Donnell (37.), der im Eins-gegen-Eins mit Shilin die Nerven behielt und dem Pinguine-Goalie den Puck durch die Schoner schob. In ihrem zweiten Powerplay in den letzten beiden Minuten des Drittels vergab Krefeld gleich mehrere Riesenchancen zum 3:3.

Krefeld gelingt später Ausgleich

Im Schlussdrittel war Düsseldorf weiter die aktivere Mannschaft, Krefeld setzte auf schnelle Gegenstöße - zwingende Chancen hatte aber zunächst keines der beiden Teams. Lessio (52.) ließ bei einem Konter in Krefelder Unterzahl eine weitere dicke Chance zum Ausgleich liegen. In der Schlussphase störte die DEG wieder früh den Aufbau der Gäste und hielt sie weitgehend von eigenem Tor fern.

Knapp zwei Minuten vor dem Ende schafften die Pinguine aber noch den erneuten Ausgleich: Kulda (51.) traf im Nachschuss aus dem Gewühl heraus zum 3:3.

Pfosten DEG, Tor Krefeld

Zu Beginn der Verlängerung hatte Düsseldorf Pech, als Kyle Cumiskey mit einem Handgelenkschuss am Pfosten scheiterte. Beinahe im direkten Gegenzug schoss Sabolic (61.) die Pinguine mit seinem Treffer zum Sieg.