Eishockey-Klubs aus NRW - gemeinsam für mehr Fans

Stand: 27.01.2022, 12:08 Uhr

Vier Eishockey-Klubs aus NRW haben sich zusammengetan und für die Aufhebung der Zuschauerbeschränkung eingesetzt. Sie sehen sich wirtschaftlich bedroht.

Die vier nordrhein-westfälischen Klubs aus der Deutschen Eishockey Liga haben am Donnerstag in einem Offenen Brief an den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst und den Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann eine Aufhebung der Zuschauerbeschränkung im Profisport gefordert. "Eishockeyspiele mit Zuschauern sind machbar und auch verantwortbar", heißt es in dem Schreiben, das die Geschäftsführer der Kölner Haie, der Düsseldorfer EG, der Iserlohn Roosters und der Krefeld Pinguine unterschrieben.

Von den DEL-Klubs seien "nachweislich funktionierende Konzepte entwickelt" worden: "Wir sind Profis. Wir sind in der Lage, verantwortungsvoll sichere Spiele durchzuführen." Außerdem stellten die NRW-Vereine nochmal klar: "Sportveranstaltungen waren und sind nachweislich keine Corona-Hotspots."

DEG-Geschäftsführer Harald Wirtz kämpft um mehr Zuschauer: "Staatshilfen reichen nicht aus" Sportschau 27.01.2022 03:33 Min. Verfügbar bis 27.01.2023 ARD

Zuschauerbeschränkungen "faktisch ein Lockdown"

Aktuell spielen viele Klubs in der DEL ohne Zuschauer, weil die teilweise zugelassene geringe Zahl nicht wirtschaftlich ist. Daher sei das Festhalten an den Zuschauerbeschränkungen "faktisch ein Lockdown", hieß es. Das sei "nicht nachvollziehbar". In Nordrhein-Westfalen gilt derzeit noch eine Obergrenze von 750 Zuschauern pro Spiel.

Die Haie, die DEG, die Roosters und die Pinguine verweisen zudem auf die neuen Regeln in Bayern, die künftig wieder mehr Publikum ermöglichen. "Die Regelungen scheinen mehr politischem Kalkül denn einer Evidenz zu folgen", lautet die Anklage. Zumindest wirkten sie "zunehmend widersprüchlicher und teilweise auch willkürlich."

Appell und Hilferuf

Das Schreiben endet mit einem dramatischen Szenario: "Ohne Zuschauer bluten wir emotional und wirtschaftlich aus." Daher müsse schnell was geschen, so die Forderung: "Handeln Sie mit Entschlossenheit und Mut, sonst droht das Aus vieler Sportvereine in NRW - auch der traditionsreichen Eishockeystandorte Köln, Düsseldorf, Krefeld und Iserlohn."