DEL: Kölner Haie nutzen Überzahl zum Sieg in Iserlohn

Die Iserlohn Roosters haben sich am Sonntag in der DEL mit zu vielen Strafzeiten um einen möglich Heimsieg gegen die Kölner Haie gebracht. Sie unterlagen mit 5:6 (1:1, 2:3, 2:1, 0:1) nach Verlängerung.

Die Iserlohner hat ihre Schlappe beim Kellerkind Krefeld Pinguine am Donnerstag gewurmt. Immerhin hatten sie zwei Tage zuvor dem EHC München die erste Saisonniederlage beschert. Eine schnelle Wiedergutmachung vor Augen gingen sie die Partie gegen Köln forsch an.

Iserlohner nutzen erstes Überzahlspiel

Nachdem Haie-Keeper Tomáš Pöpperle bereits einigen Roosters-Chancen entschärft hatte, nutzten die Iserlohner ihr erstes Powerplay zu Führung. Taro Jentzsch war letztlich derjenige, der die mit einigen Querpässen effizient ausgespielte Überzahl zum 1:0 nutzte.

Die Kölner hatten zwar weniger vom Spiel und kaum Chancen, waren bei ihrem ersten Überzahlspiel aber nicht minder effizient. Als zwei Iserlohner und ein Kölner auf der Strafbank saßen traf Andreas Thuresson zum Ausgleich, mit dem es auch in die erste Drittelpause ging.

Nach der Pause fanden die Haie deutlich besser ins Spiel und wurden bereits nach knapp 70 Sekunden mit dem Führungstreffer belohnt. Quinton Howden kam direkt vor Roosters-Schlussmann Andreas Jenike an die Scheibe, spielte ihn aus und traf ins leere Tor.

Zweites Powerplay der Roosters - zweites Tor

Dank eines erneut stark ausgespielten Überzahlspiels schlugen die Gastgeber durch Kristopher Foucault zurück. Er traf aus spitzem Winkel, nachdem Pöpperle einen Schuss von Sena Acolatse nur hatte abprallen lassen können. Zweites Powerplay, zweiter Treffer der Iserlohner.

Die Haie blieben in diesem zweiten Spielabschnitt zunächst die bissigere Mannschaft. So auch in der 27. Minute, als Marcel Müller sich den Puck erkämpfte, alleine auf Jenike zufuhr und die Lücke zwischen dessen Schonern fand - 3:2 für die Haie.

Die Sauerländer benötigten etwas Zeit, um sich von diesem erneuten Rückschlag zu erholen. In der 36. Minute kam Ryan O'Connor auf dem linken Flügel völlig frei an den Puck. Seinen ersten Schuss konnte Pöpperle noch abwehren, doch den Abpraller verwertete O'Connor souverän.

Kölner gehen mit Führung ins Schlussdrittel

Trotzdem ging es für Iserlohn mit einem Rückstand in die letzte Pause, da auch die Kölner ein weiteres Mal in Überzahl zuschlugen. Leicht abgefälscht fand Thuressons Schuss den Weg durch die Beine Jenikes.

Diese Führung hätten die Haie im Schlussabschnitt sicher länger halten können, wenn ihnen nicht im eigenen Drittel ein fataler Fehlpass unterlaufen wäre. Den nutzten die Hausherren zu einem Abschluss, den Pöpperle einmal mehr nur abprallen lassen konnte - genau vor den Schläger von Luke Adam, der zum 4:4 einschob.

Haie nutzen 6:3-Überzahl zum Ausgleich

Dass man nicht nur im Powerplay von der blauen Linie treffen kann, zeigte Foucault in der 51. Minute, als er nach Querpass von O'Connor wuchtig abzog und Pöpperle überwand. Der Haie-Keeper hatte in der Situation keine freie Sicht auf den Puck.

Diese zweite Führung der Iserlohner hatte bis 49 Sekunden vor Spielende Bestand. Erst als die Roosters zwei Strafen kassiert hatten und Köln zudem Pöpperle vom Eis nahm, erzwangen die von Uwe Krupp trainierten Gäste bei einer 6:3-Überzahl durch Thuresson den 5:5-Ausgleich - es war sein dritter Überzahltreffer in dieser Partie.

In der Verlängerung brachten sich die Gastgeber erneut durch eine Strafzeit um die Siegchance. Als Hubert Labrie auf der Bank saß, erzielte Moritz Müller das 6:5-Siegtor für die Haie.