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BBL: Jackson-Cartwright sichert Bonner Sieg mit Punkterekord

Stand: 23.01.2022, 16:55 Uhr

Die Baskets Bonn haben sich in der BBL gegen Brose Bamberg dank ihrer individuellen Klasse durchgesetzt. Auch eine kurze Schwächephase im dritten Viertel blieb folgenlos.

Von Julian Tilders

Am Sonntag (23.01.2022) gewannen die Telekom Baskets Bonn am 18. Spieltag gegen Bamberg mit 95:81 (27:21, 25:18, 16:20, 27:22).

Bonns Top-Scorer Parker Jackson-Cartwright gelang mit 40 Punkten außerdem ein neuer Saison-Bestwert. Denn er löste damit Göttingens Kamar Baldwin ab, der in dieser Spielzeit bisher den Rekord mit 35 Punkten in einem Spiel gehalten hatte.

Jackson-Cartwright erstmal Alleinunterhalter

Enger Beginn. Bonn fehlte noch ein wenig der Zugriff, Bamberg zeigte sich aktiv und führte früh mit 3:6. Doch Bonns Jackson-Cartwright erwischte einen Sahne-Beginn. Er machte die ersten 17 Punkte der Baskets in nicht einmal dreieinhalb Minuten, traf fünf von seinen ersten sechs Würfen aus der Distanz.

Jackson-Cartwright wirbelte, erzielte im ersten Viertel alleine 19 Punkte. Er zog seine Bonner mit und provozierte auch einige Fouls der Bamberger. Trotz der verbesserungswürdigen Bamberger Distanzwurfquote blieb Brose dran, nach der Hälfte des ersten Viertels führte Bonn mit 17:14.

In der Folge gönnte Baskets-Coach Tuomas Iisalo seinem Topscorer eine Pause und nahm Jackson-Cartwright kurz runter. Und dann traf auch endlich ein anderer: Kapitän Karsten Taddas Wurf von der Dreierlinie schlug ein zum 20:15.

Bonns individuelle Klasse: Gorham prägt Viertel zwei

Im zweiten Viertel blieb Bonn konzentriert, ließ den Ball laufen und spielte sich immer wieder aussichtsreiche Wurfpositionen heraus. Vor allem Justin Gorham drehte auf und machte schnell acht Punkte.

Daraufhin zog Bamberg-Trainer Oren Amiel die Auszeit. Brose ließ aber auch danach vieles vermissen, Bonn holte sich zahlreiche einfache Offensiv-Rebounds und zog auch durch weitere Punkte Gorhams auf 44:26 davon.

Morgan hinten und vorne mit Flugeinlagen

Allerdings ließ Bonn dann ein wenig nach, Bamberg verkürzte nach einem Turnover auf 30:44. Baskets-Coach Iisalo zog dann die Auszeit und im Anschluss hielt Bonn Bamberg bis zur Halbzeitpause auf Distanz.

Auch, weil die Defense dicht hielt. Jeremy Morgans Block verhinderte vorerst das 34:48 und ließ die Halle mit 750 zugelassenen Fans jubeln. Wenig später versenkte er auf der Gegenseite auch noch einen Dunking nach Turnover zum 52:36.

Baskets verlieren Momentum im dritten Viertel

Bamberg gab nicht auf, attackierte mehr den Korb und war bemüht, mehr Physis und Intensität ins Spiel reinzubringen. Bonn hielt die Gäste zunächst auf einem zweistelligen Rückstand, aber dann kam Bamberg durch Omar Prewitt auf 50:59 ran. Iisalo nahm anschließend eine Auszeit.

Generell geriet die Bonner Offensive ins Stocken, die Wurfquote ließ deutlich nach. Das Iisalo-Team verlor im dritteln Viertel ein wenig das Momentum. Bezeichnend: Leon Kratzer vergab einen Offensiv-Rebound aus kurzer Distanz, bekam immerhin das Foul - setzte aber beide Freiwürfe daneben.

Es wurde enger als erwartet in der Schlussphase, ein offener Schlagabtausch. Auch, weil Bonn einige Ballverluste unterliefen. Der Baskets-Vorsprung schmolz zwischenzeitlich auf sechs Punkte zusammen.

Bonn findet rechtzeitig Offensivstärke wieder

Und dann fand Bonn doch seine Offensivkraft wieder: Morgan und Tadda lieferten mit zwei schweren Dreiern den Bonner Fans Anlass zum Jubeln, kurz darauf knallte Michael Kessens den Ball in den Korb nach Assist von Jackson-Cartwright.

Bonn zog gut zwei Minuten vor dem Ende wieder auf einen komfortablen Vorsprung (90:76) davon - auch dank des überragenden Jackson-Cartwright. Die Baskets machten den Deckel drauf.

Nächstes Spiel: Baskets-Duell in Oldenburg

Die nächste Aufgabe wartet auf die Bonner am Sonntag (30.01., 15 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim Kellerkind Baskets Oldenburg.