Live hören
Jetzt läuft: After All von Sondre Lerche

35 Jahre Braunkohleförderung im Tagebau Hambach

35 Jahre Braunkohleförderung im Tagebau Hambach

1978 rollten die ersten Bagger über das mehr als 80 Quadratkilometer große Areal des Tagebaus Hambachs, um nach Braunkohle zu graben. Seitdem streiten Gegner und Befürworter über das "größte Loch Europas".

Die Züge transportieren Braunkohle vom Tagebau Hambach zum Kraftwerk Niederaußem.

Die Bergleute sind bis heute stolz darauf, mit ihrem Einsatz die Stromversorgung in Deutschland zu gewährleisten. Die aktuell rund 1.500 Mitarbeiter decken 15 Prozent des Strombedarfs in NRW. Dafür fahren täglich bis zu 100 Züge der Hambach-Bahn mit feuchter Braunkohle in die ortsnahen Kraftwerke.

Die Bergleute sind bis heute stolz darauf, mit ihrem Einsatz die Stromversorgung in Deutschland zu gewährleisten. Die aktuell rund 1.500 Mitarbeiter decken 15 Prozent des Strombedarfs in NRW. Dafür fahren täglich bis zu 100 Züge der Hambach-Bahn mit feuchter Braunkohle in die ortsnahen Kraftwerke.

Das rief schon früh die Gegner des Tagebaus auf den Plan. Zwar bot RWE Retorten-Dörfer, gut bezahlte Arbeit und Investitionen bis hinein in die Vereine. Doch viele wollten ihre Häuser nicht verlassen, erinnert sich Rüdiger Sagel, Öko-Aktivist der ersten Stunde. "'Verheizte Heimat‘ war damals schon der Oberslogan. 'Die Bagger stoppen' war schon auch Thema."

Zuletzt versammelten sich im Herbst 2018 50.000 Menschen vor dem Hambacher Forst, um gegen die klimaschädliche Verstromung der Braunkohle zu demonstrierten. Bürgerinitiativen und Umweltverbände hatten diesen Protest organisiert.

Stand: 14.01.2019, 15:00 Uhr