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17.05.1874 - Strandungsordnung wird erlassen

Männer beim suchen am Strand

ZeitZeichen

17.05.1874 - Strandungsordnung wird erlassen

Von Marko Rösseler

Wem gehört, was das Meer so anspült? Diese Frage war einst überlebenswichtig - für Matrosen. Denn früher hieß die Antwort: dem Finder. Und natürlich hatten Strandbewohner ein großes Interesse daran, wertvolle Dinge zu finden.

Immer wenn ein Schiff strandete und die Ladung an Land gespült wurde, war dies eine willkommene Einkommensquelle. Und so wurden falsche Leuchtfeuer gesetzt, Schiffe in die Irre und auf Sandbänke geleitet und sich bedient.

In alten Chroniken finden sich Hinweise darauf, wie gestrandete Seeleute mit langen Stangen wieder ins Meer zurückgetrieben wurden - nur um die Schiffsladung ungehindert plündern zu können.

Dem musste ein Ende gesetzt werden: Eine "Strandungsordnung" sollte regeln, wie der "Seeauswurf und strandtriftige Gegenstände" - so die Amtsbezeichnung - vor der Habgier der Küstenbewohner zu retten sei.

Redaktion: Michael Rüger

Die Strandungsordnung wird erlassen (am 17.05.1874)

WDR ZeitZeichen 17.05.2019 14:22 Min. Verfügbar bis 14.05.2099 WDR 5

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Stand: 20.03.2019, 17:21