20.02.1857 - Gründung des "Norddeutschen Lloyd"

Dampfer 'Columbus' des Norddeutschen Lloyd

ZeitZeichen

20.02.1857 - Gründung des "Norddeutschen Lloyd"

Von Kerstin Hilt

Im 19. Jahrhundert führte der einzige Weg in die neue Welt noch über das Wasser. Und die Dampfer, die über den Atlantik stampften, gehörten fast alle einer Reederei: dem Norddeutschen Lloyd.

Gegründet wurde der Lloyd von einer Gruppe Bremer Kaufleute und Reeder, die vor allem beim lukrativen Handel mit Amerika nicht ins Hintertreffen geraten wollten. Das größte Geschäft machte der Lloyd aber bald mit Auswanderern: So verwirklichten um 1900 mit den Lloyd-Dampfern pro Jahr 200.000 Passagiere ihren Traum von einem besseren Leben in Übersee.

Die 1920er waren schließlich die Dekade der glanzvollen Luxusliner: In spektakulären vier Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten schaffte die "Bremen" die Passage von Bremerhaven nach New York. Unter Deck gab es Hummer, Schildkrötensuppe und Riesling.

Doch mit dem Siegeszug des Flugverkehrs war die glanzvolle Ära der Ozeanriesen endgültig vorbei: 1970 fusionierte der Norddeutsche Lloyd mit Hapag zur heutigen Hapag-Lloyd AG.

Redaktion: Ronald Feisel

Reederei "Norddeutscher Lloyd" gegründet (am 20.02.1857)

WDR ZeitZeichen 20.02.2017 14:35 Min. Verfügbar bis 18.02.2097 WDR 5


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Stand: 04.01.2017, 12:10