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01.08.1936 - Olympische Sommerspiele in Berlin

Olympiastadion in Berlin, 01.08.1936

ZeitZeichen

01.08.1936 - Olympische Sommerspiele in Berlin

Von Kerstin Hilt

Völkerverständigung, Teamgeist, Respekt: Die olympische Werte passen eigentlich so gar nicht zur Ideologie der Nationalsozialisten. Trotzdem macht Hitler aus den Spielen einen Werbefeldzug für sein Reich.

Das neu gebaute Olympiastadion: ein gigantisches Stück Überwältigungsarchitektur, gespickt mit modernster Technik. Um die im Vorfeld durchaus kritischen US-Sportler zu besänftigen, ist mit der Fechterin Helene Mayer sogar eine Jüdin im deutschen Aufgebot; die Zeitungen sind angewiesen, die übliche Hetze während der Spiele zu unterlassen.

Tolerant und weltoffen will sich die Nazi-Führung präsentieren - und muss deshalb zusehen, wie die Berliner ausgerechnet einem schwarzen Sportler, dem Ausnahme-Athleten Jesse Owens, begeistert zujubeln.

Am Ende reisen viele ausländische Gäste mit dem Gefühl nach Hause, dass Nazi-Deutschland keine Gefahr darstellt. Drei Jahre später wird mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg beginnen.

Redaktion: Ronald Feisel

Die Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Berlin (am 01.08.1936)

WDR ZeitZeichen 01.08.2016 15:16 Min. Verfügbar bis 30.07.2096 WDR 5


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Stand: 15.06.2016, 10:53