12.07.1943 - Gründung des NKFD

Johannes R. Becher (links), Erich Weinert (Mitte), General von Seydlitz (rechts)

ZeitZeichen

12.07.1943 - Gründung des NKFD

Von Thomas Klug

Die Farben waren schwarz, weiß und rot. Die offiziellen Nationalfarben des Deutschen Kaiserreichs. Genau diese Farben hatte sich das Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) bei seiner Gründung im Jahr 1943 gewählt.

Dessen Mitglieder allerdings hatten wenig Interesse, zu alten Verhältnissen zurückzukehren. Die Namen sprechen für sich: Johannes R. Becher, Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck, Friedrich Wolf, Willi Bredel, Vincenz Müller, Rudolf Hernstadt, Alfred Kurella.

Die Namen spielten Jahre später in der DDR eine Rolle, als Literaten, als Diplomaten, als Partei- und Staatsfunktionäre.

Doch 1943 ging es um konkrete Ziele: Es galt, eine Volksfront gegen Hitler zu schaffen. Dazu warb das NKFD Mitglieder unter Emigranten, aber auch unter den kriegsgefangenen Soldaten und Offizieren, die erkannt hatten, dass ein Nazi-Deutschland keine Zukunft haben würde.

Redaktion: Ronald Feisel

"Nationalkomitee Freies Deutschland" gegründet (am 12.07.1953)

WDR ZeitZeichen | 12.07.2018 | 14:51 Min.

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Stand: 06.06.2018, 12:14