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15.05.1964 -  Erstes Festival auf der Burg Waldeck

Franz Degenhardt, 1969

ZeitZeichen

15.05.1964 -  Erstes Festival auf der Burg Waldeck

Von Thomas Pfaff

1964 organisieren nahe einer Burgruine im Hunsrück junge Leute aus der bündischen Wandervogelbewegung erstmals ein Liederfest. Ihre Vorbilder: Amerikanische Protestsänger wie Bob Dylan oder Joan Baez und französische Chansoniers wie Georges Brassens.

Das Waldeck-Festival wird bald zu einem der Orte, an dem die Käseglocke der Adenauer-Jahre endlich gelüftet wird. Hier wird die 68er-Bewegung in der Bundesrepublik maßgeblich mit vorbereitet.

Deutsch singen - bis dahin schwer belastet durch den Missbrauch vieler Lieder in der Nazizeit - kann von nun an auch Ausdruck des Protests sein: Von Hannes Wader bis Reinhard Mey, von Franz-Josef Degenhardt bis Hanns-Dieter Hüsch, von Katja Ebstein bis Schobert und Black.

Viele der später berühmt gewordenen Künstler und Liedermacher treten hier erstmals vor größerem Publikum auf.

Redaktion: Michael Rüger

Erstes Festival auf der Burg Waldeck (am 15.05.1964)

WDR ZeitZeichen 15.05.2019 14:36 Min. WDR 5

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Stand: 20.03.2019, 16:50