28.07.1741 - Begräbnistag von Antonio Vivaldi

Antonio Vivaldi

ZeitZeichen

28.07.1741 - Begräbnistag von Antonio Vivaldi

Von Hildburg Heider

Die "Vier Jahreszeiten" haben ihn unsterblich gemacht: eines der meist gespielten und meist entstellten Werke der Musikgeschichte. Zu Tode gehetzt von Stargeigern, ins Ohr gepflanzt als Fahrstuhlberieselung.

Antonio Vivaldi war schon zu Lebzeiten einer der berühmtesten und produktivsten Komponisten Italiens. Dazu ein brillanter Geiger, gewitzter Impresario und erfolgreicher Musiklehrer. Mit seinen innovativen Solokonzerten inspirierte er Bach und Händel, mit seinen Opern lockte er Musikliebhaber aus ganz Europa in seine Heimatstadt Venedig.

1678 kam Vivaldi in Venedig zur Welt. Seine Eltern ließen ihn als Priester und Geiger ausbilden. Zeit seines Lebens stand er im Spannungsfeld zwischen kirchlicher Obrigkeit und künstlerischer Freiheit. Seine Hoffnung auf eine Karriere in Wien, erfüllte sich nicht. Verarmt und verbittert starb er dort im Alter von nur 63 Jahren.

Dann wurde sein Name fast zwei Jahrhunderte lang vergessen. Erst 1926 gelangte eine Sammlung mit Vivaldi-Werken in die Hände des Forschers Alberto Gentili. Der Beginn der Vivaldi-Renaissance, die bis heute andauert.

Redaktion: Hildegard Schulte

Der Begräbnistag des ital.Komponisten Antonio Vivaldi (am 28.07.1741)

WDR ZeitZeichen 28.07.2016 15:21 Min. Verfügbar bis 26.07.2096 WDR 5

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Stand: 09.06.2016, 12:20