26.05.1868 - Alfred Nobel erhält in den USA das Patent für Dynamit

Teil einer Kiste für den Sprengstoff Dynamit

ZeitZeichen

26.05.1868 - Alfred Nobel erhält in den USA das Patent für Dynamit

Von Daniela Wakonigg

Der Friedensnobelpreis gilt weltweit als höchste Auszeichnung für Menschen, die sich für ein friedliches Miteinander auf der Erde einsetzen. Dass dieser Preis ausgerechnet von einem Sprengstofferfinder und Aufrüstungsbefürworter gestiftet wurde, findet bis heute manch einer befremdlich.

Im Laufe seines Lebens erwirbt der schwedische Industriellensohn Alfred Nobel über dreihundert Patente für Erfindungen. Berühmt wird er vor allem, weil er einen Weg findet, Nitroglycerin für Berg- und Straßenbau nutzbar zu machen. Er mischt den hochexplosiven Sprengstoff, der bei der kleinsten Erschütterung explodiert, mit Kieselgur und füllt ihn in Papprollen. Seine Erfindung nennt er "Dynamit". Sie verändert die Welt und macht Nobel zu einem der reichsten Männer seiner Zeit.

In seinem Testament verfügt Nobel, dass mit seinem Vermögen ein Preis ins Leben zu rufen sei, der jedes Jahr auf dem Gebiet der Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensschaffung an Personen verliehen werden soll, die der Menschheit den größten Nutzen erwiesen haben.

Man munkelt, Nobel habe den Preis vor allem aus schlechtem Gewissen geschaffen, um den Schaden gut zu machen, der - neben dem Nutzen - aus seinen Erfindungen folgte.

Redaktion: Michael Rüger

Alfred Nobel, US-Patent für Dynamit (am 26.05.1868)

WDR ZeitZeichen | 26.05.2018 | 14:45 Min.

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Stand: 12.04.2018, 20:25