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Flugzeug startet bei Sonnenaufgang. Symbolbild

Interessenkonflikt: Rentabler Flughafen versus Nachtruhe

Flugzeuge mit Ziel Düsseldorf dürfen dort bis 23 Uhr landen. Danach soll eigentlich Ruhe herrschen, denn der Stadtflughafen liegt in einem dicht besiedelten Gebiet. Aber die Realität sieht anders aus.

Das nächste Wohnhaus steht etwa 300 Meter von der Landebahn entfernt. Trotzdem gibt es Ausnahmen: Verspätete Maschinen dürfen bis 23:30 Uhr landen, die von Airlines mit Wartungsschwerpunkt in Düsseldorf sogar bis 24 Uhr. Ohne Sondergenehmigung. Und schon ab sechs Uhr früh donnern wieder Flugzeuge über die Häuser. Unter dem nächtlichen Lärm leiden Zehntausende, vielleicht sogar Hunderttausende. Im Westen bis Korschenbroich (18 Kilometer Luftlinie) und Mönchengladbach, im Osten bis Ratingen und Essen-Kettwig (13 Kilometer Luftlinie). Die übliche Lärmschutzregel – kein Krach von 22 bis sieben Uhr - gilt für den Flugverkehr nicht. Andererseits fliegen viele von uns gerne ab Düsseldorf in den Urlaub und freuen sich über den nahen Flughafen.

Können wir nicht einfach tagsüber fliegen? Ließe sich die Zahl der Flüge dann stabil halten, um den Imagefaktor und Arbeitgeber Flughafen zu erhalten? Wie können Slots für Start und Landung so geplant werden, dass Verspätungen zur Ausnahme werden? Und was macht der Lärm mit den Menschen in der Region?

Darüber wollen wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:

  • Veronika Bappert, Leiterin Nachhaltigkeit, Flughafen Düsseldorf
  • Dr. Susanne Bartels, Psychologin und Lärmwirkungs-Forscherin, Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin am DLR Köln
  • Christoph Lange, Vorsitzender des Vereins „Bürger gegen Fluglärm“

Redaktion: Verena Lutz und Moritz Börner
Moderation: Ralph Erdenberger und Verena Lutz

Stadtgespräch aus Düsseldorf: Enge Flugpläne, wenig Schlaf

WDR 5 Stadtgespräch 21.09.2023 55:53 Min. Verfügbar bis 20.09.2025 WDR 5


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