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Weniger ist mehr: Warum Verzicht nicht immer weh tut

Stand: 25.02.2022, 14:11 Uhr

Wenn Überfluss zur Gewohnheit wird: Das Streben nach "immer mehr" verspricht Glückseligkeit und gilt als Motor für Wirtschaft und Gesellschaft. Doch ständiger Überfluss macht alles andere als glücklich, er schadet sogar – unserer Umwelt und uns selbst.

Viele Menschen entscheiden sich bewusst dagegen, viel zu besitzen und zu konsumieren. Sie üben Verzicht. Frugalisten etwa beschränken sich auf das Wesentliche und gewinnen nach eigenen Aussagen Freiheit und Unabhängigkeit. Unterricht im "Lossagen" gibt es von sogenannten Aufräumcoaches. Ein neuer Berufsstand und inzwischen heiß begehrt. Sie wissen: Weniger bedeutet mehr, das Ausmisten des eigenen Lebens fördert Achtsamkeit. Und auch die Tiny-House-Bewegung zeigt, dass man für ein gutes Leben durchaus mit wenig auskommen kann.

Doch ist das alles nur ein Lifestyle-Trend einer übersatten Gesellschaft? Oder sind es Pioniere einer Kulturtechnik, die wir alle werden erlernen müssen: verzichten, mit weniger auskommen und beschränken – auf das, was wir wirklich brauchen?

Autor: Kai Adler

Redaktion: Christina-Maria Purkert

Weniger ist mehr: Warum Verzicht nicht immer weh tut

WDR Lebenszeichen 06.03.2022 28:09 Min. Verfügbar bis 04.03.2023 WDR 5


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