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Eine Frau betrachtet ein Gemälde, das den frühromantischen Dichter Novalis (Friedrich von Hardenberg, 1772-1801) zeigt.

Novalis: "Die göttlichste Religion sei Menschenliebe nur"

Stand: 14.04.2022, 13:34 Uhr

In einem kurzen Leben von nur neunundzwanzig Jahren prägte Novalis die Epoche der Romantik. Als Dichter, Naturwissenschaftler, Philosoph und religiöser Erneuerer wirkt er bis in die Gegenwart hinein.

Vor 250 Jahren, am 2. Mai 1772, kam Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, kurz Novalis, zur Welt. Romantik ist für ihn nichts Nebulöses oder sentimental Kitschiges. "Die Welt romantisieren heißt, sie als Kontinuum wahrzunehmen, in dem alles mit allem zusammenhängt." Novalis wollte scheinbare Gegensätze zusammen führen: Geist und Materie, Himmel und Erde, Verstand und Gefühl, Poesie und exakte Naturwissenschaft. Über die Selbsterkenntnis zum geistigen Durchdringen der Natur und weiter zur Erkenntnis Gottes. Der Brückenschlag zur Einheit von Mensch und Kosmos sei jedem Menschen möglich und bedürfe keiner vermittelnden Priesterschaft.

Autor: Burkhard Reinartz

Redaktion: Theo Dierkes

Novalis: "Die göttlichste Religion sei Menschenliebe nur"

WDR Lebenszeichen 24.04.2022 29:03 Min. Verfügbar bis 22.04.2023 WDR 5 Von Burkhard Reinhartz


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