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Rainer Hagedorn

Rainer Hagedorn

Rainer Hagedorn

Es war am 7. September 1967. Da war ich gerade drei Jahre alt geworden und der festen Meinung, dass meine berufliche Zukunft in der FernsehansagerInnenbranche liegen müsse, die Begeisterung meiner Eltern kannte keine Grenzen.

Um dem dringenden Wunsch, hauptsächlich meines Vaters, nach einer soliden Ausbildung nachzukommen, studierte ich jedoch zunächst Ingenieurswissenschaften (Fachbereich Nachrichten- und Mikroprozessortechnik) in Gießen, kilometerweit entfernt von meiner Heimatstadt Bonn.

Da ich aber frühzeitig Bekanntschaft mit den schönen Künsten schließen durfte, u.a. in Gestalt meiner Klavierlehrerin, zog es mich bereits frühzeitig zur Musik und zum Theater hin. Schauspiel- und Sprechunterricht waren die mühsame Folge, erste Erfahrungen auf kleinen Bühnen durfte ich schon mit 20 sammeln.

Mit 23 begann ich heimlich neben meinem Studium außerdem als freier Sprecher zu arbeiten, was meiner Studentenkasse sehr zuträglich war. (Das Theaterspielen war es leider nicht, hier muß ich meinem Vater im Nachhinein Recht geben.) Aufgrund gründlichen Anerbietens meinerseits, entdeckte mich Lothar Dombrowski 1990 spontan als Nachwuchssprecher und Moderator für den WDR. Das hielt mich aber nicht davon ab, erneut ein Studium der Phonetik, Germanistik und Medienwissenschaft aufzunehmen.

Auf WDR 4 moderiere ich den "Scheinwerfer". Da ich die Sprecherei in meiner Sturm-und-Drang-Phase auch mal gelernt habe, hört man mich mitunter auch in den Nachrichten und in vielen anderen Sendungen des Westdeutschen Rundfunks Köln. Wenn ich mal nicht im Funkhaus rumlungere, sammele ich mit wachsender Begeisterung Filmmusik und Titelmusiken von Fernsehserien. Ausserdem bin ich ein großer Hörspiel-Anhänger. Ich liebe es, mir an stillen Abenden gelungene Hörspiele von Walter Adler, Heinz-Dieter Köhler oder Ernst Wendt anzuhören.