Rainer Hagedorn

Rainer Hagedorn

Um es gleich vorwegzusagen: Nein, ich wollte nicht als Kind schon Moderator werden. Allerdings besaß ich bereits früh so ein kleines Radio mit dem man nur Kurz-, Mittel- und Langwelle empfangen konnte. Damit hörte ich dann entweder AFN Frankfurt oder Radio Luxemburg (bis 18 Uhr, da wurden die Antennen gedreht und ich musste ins Bett).

Und nein: Ich wollte immer noch nicht zum Radio, schon allein deswegen nicht, weil ich damals dachte, die Leute beim Radio gehen alle um sechs ins Bett. Wie falsch ich damit lag, erfuhr ich dann später am eigenen Leib (nach diversen Eskapaden an Hochschulen, auf Theaterbühnen und bei dem ein oder anderen Sender), als ich in meinen ersten Jahren bei WDR 4 ab Anfang der 90er den ARD-Nachtexpress moderierte (ab 22:30), den ARD-Radiowecker (ab 4 Uhr früh) und die WDR 4-Morgenmelodie (ab 6 Uhr morgens, also mitten in der Nacht).

Seither habe ich mich bei WDR 4 einmal quer durch das Programm moderiert, von A wie ARD-Nachtexpress, über F wie Flimmerkiste bis Z wie Zwischen Broadway und Kudamm, die Älteren werden sich erinnern. Dabei wurden meine Moderationen im Allgemeinen als viel zu albern für diese seriösen Sendungen beschrieben.

Mitte der 90er Jahre begab es sich dann, dass der damalige Unterhaltungsredakteur Günter Krotky für WDR 4 das satirische Radiomagazin „Scheinwerfer“ erfand und trug mir die gelegentliche Moderation dieser schönen Sendung an. Wie er ausgerechnet auf mich kam, kann ich mir bis heute nicht erklären.

Auch wenn der „Scheinwerfer“ sein Antlitz über die Jahre hinweg ein wenig verändert hat, es gibt ihn immer noch und ich bin auch immer noch an Gestaltung und Moderation beteiligt.

An dieser Stelle darf ich Ihnen auch noch die WDR 4-Herzenssachen ans Herz legen, wobei ich mich ausdrücklich bereits für das dämliche Wortspiel entschuldigen möchte. Die Herzenssachen bearbeiten immer wieder sonntags herzergreifende Themen, zu denen Ihnen sicher auch etwas einfällt. Und immer, wenn es auf WDR 4 mal wieder etwas albern wird, könnte es sein, dass ich da meine Finger im Spiel hatte.