Die Spieleschachtel von "Hey Yo" mit Spielkarten auf einem Tisch. Die Karten zeigen Ausrufe wie "Hey", "Yo" und "Yeah" in zwei Reihen, die von Karte zu Karte fortgesetzt werden.

Hey Yo – In Echtzeit zum Rap-Gott

Stand: 12.09.2022, 00:00 Uhr

  • "Hey, Yo, Yeah!" - Als Rap-Crew wollen wir hoch hinaus
  • Wir spielen Karten zum Beat des batteriebetriebenen "DJs"
  • Kooperatives Rhythmusspiel für 2-10 Mitspielende

Von Eike Risto

"Hey Yo" von Takashi Saito

WDR 2 12.09.2022 03:13 Min. Verfügbar bis 12.09.2023 WDR 2


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Schnell erklärt

Als Mitglieder einer Rap-Crew wollen wir die Herzen des Publikums erobern. Angetrieben von einer (separat gekauften) Batterie gibt uns der Beat des DJs unermüdlich den Takt vor. Reihum müssen wir alle paar Sekunden eine unserer vier Handkarten spielen, um damit Reihen von Symbolen zu bilden. Vier davon gibt es: Hey, Yo, Yeah und Ah.

Je länger eine Reihe, desto besser – vorausgesetzt, sie endet in einer speziell markierten "Punchline", denn nur dann gibt es Punkte. Wer seinen Einsatz verpasst oder eine Reihe ohne Punchline mit einem anderen Symbol unterbricht, verliert dagegen die Gunst des Publikums.

Wenn nach rund drei Minuten alle Karten gespielt wurden, ist Schluss. Jetzt zählt jedes Symbol in einer ununterbrochenen Reihe mit Punchline einen Punkt. 50 davon brauchen wir, um das Publikum zu begeistern und gemeinsam den Sieg zu erringen. Die beste Regel zum Schluss: Wer ein Symbol ausspielt, muss es auch laut rufen: Aus "Yeahs" und "Yos" entsteht so ein (ziemlich kurioser) Rap.

Was macht den Spielreiz aus?

Rhythmusspiele kannte man bisher vor allem als Videogames. "Hey Yo" überträgt das Prinzip stimmig auf den Spieletisch. Die Herausforderung, Karten und Punchlines mit den Mitspielenden abzustimmen ohne dabei den eigenen Einsatz zu verpassen, lässt alle Synapsen gleichzeitig feuern.

Geübte Spielgruppen können einen "Flow-Zustand" erreichen, in dem einfach alles reibungslos funktioniert. Eine auch für Zuschauende unterhaltsame Gruppenerfahrung. Aber auch wenn gar nichts klappen will, macht "Hey Yo" Spaß. Es gibt keine Bremsen – solange der Beat uns treibt, müssen wir Karten spielen. Eine atemlose Spielerfahrung, bei der Instinkt und Bauchgefühl die Kontrolle übernehmen.

Drei Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass jede Spielrunde die Herausforderung an ihre Bedürfnisse anpassen kann. Und wer seine Rap-Skills mit anderen messen will, kann auch in Teams gegeneinander spielen.

Wer hat Spaß?

Wer Stressresistenz, Improvisationsgabe und Rhythmusgefühl mitbringt, hat bei "Hey Yo" schnell Erfolgserlebnisse. Der DJ kennt nur einen einzigen Beat, wer will kann aber jederzeit auch auf eigene Tracks "rappen".

Den Wortwitz und die Sprachakrobatik von echtem Rap kann "Hey Yo" natürlich nicht einfangen. Und trotz der originellen Idee und des schönen Materials trägt es für sich alleine keinen kompletten Spieleabend.

Fazit

"Hey Yo" ist ein originelles kleines Kartenspiel mit einem einzigartigen Spielprinzip. Gut für Partys, schnelle Runden mit Kindern und für alle, die ihren Spiele-Horizont erweitern wollen.

Hey Yo
Takashi Saito
Oink Games
2-10 Spieler:innen ab 6 Jahren, ca. 5 Minuten
ca. 15 Euro