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Die Spieleschachtel von Flamecraft zeigt den Titel des Spiels und drei bunte, niedliche Drachen. Daneben zeigt der Spielplan eine Stadt mit verschiedenen Läden, in denen kleine Drachen ihrer Arbeit nachgehen.

Flamecraft – Wo Drachen schöne Sachen machen

Stand: 21.11.2022, 00:00 Uhr

  • In den Läden der Stadt stellen "Werkeldrachen" Waren her
  • Als Flammenhüter suchen wir ihnen das bestmögliche Zuhause
  • Wunderschön gestaltetes Familienspiel für 1-5 Mitspielende

Von Eike Risto

Flamecraft - Wo Drachen schöne Sachen machen

WDR 2 21.11.2022 03:38 Min. Verfügbar bis 21.11.2023 WDR 2


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Schnell erklärt

In der Welt von "Flamecraft" sind Drachen keine furchterregenden Ungeheuer, sondern hilfreiche und kreative Handwerker. Entsprechend gefragt sind sie in den Läden der Stadt. Als "Flammenhüter" besuchen wir diese Läden, um für unsere Drachen ein neues Zuhause zu finden, das ihren Talenten bestmöglich entspricht. Dafür werden wir mit Waren belohnt, mit denen wir Zauber wirken können, um den Wohlstand der Stadt und ihrer Bewohner zu mehren.

Neben den zupackenden "Werkeldrachen" gibt es auch noch edle  "Schmuckdrachen". Diese machen sich zwar nie die Klauen schmutzig, bringen ihren Flammenhütern dafür aber unter den richtigen Bedingungen großen Ruhm ein. Wer Drachen und Ladenbesitzern bestmöglich hilft, wird am Ende als ruhmreichster Flammenhüter den Sieg davontragen.

Was macht den Spielreiz aus?

Auf den ersten Blick ist "Flamecraft" vor allem niedlich. Die Stadt und ihre drolligen Bewohner wurden von Illustratorin Sandara Tang kunterbunt und märchenhaft in Szene gesetzt. Unter der zuckersüßen Oberfläche hat es aber durchaus taktischen Tiefgang. Jeder Laden und jeder Drache verfügt über Sonderfähigkeiten, die Abwechslung und Finesse in die Warensammelei bringen.

Weil alle Spieleffekte positiv sind, gibt es keine schlechten Züge – doch mit der Suche nach dem idealen Zug können Perfektionisten viel Zeit verbringen. Gerade wenn später im Spiel die Möglichkeiten zahlreicher Läden und Drachen bedacht werden wollen. Wer einfach nach Bauchgefühl spielt und sich kurzfristige Ziele setzt, fährt damit oft genauso gut.

Wer hat Spaß?

Wer tolles Artwork und geradlinige Spielmechaniken mag, wird schnell für "Flamecraft" entbrennen. Die liebe- und charaktervoll gemalten Drachen entführen uns mühelos in ihre fantastische Welt. Bis zu fünf Flammenhüter können dabei sein, zu dritt oder viert spielt es sich aber flüssiger.

Wer variable Strategien und unterschiedliche Wege zum Sieg sucht, wird leider enttäuscht. "Flamecraft" bleibt bei der gleichen, simplen Formel: Waren sammeln und in Siegpunkte umwandeln. Auch die hübsche Stadt-Spielmatte hat ihre Tücken: Wegen ihrer Länge ist es oft schwierig, wichtige Informationen am anderen Stadtende zu erfassen.

Fazit

"Flamecraft" ist ein wunderschön gestaltetes, leichtgängiges Familienspiel für alle, die Drachen lieber begucken statt bekämpfen wollen.  

Flamecraft
Manny Vega
Cardboard Alchemy / Lucky Duck
1-5 Spieler:innen ab 12 Jahren, ca. 60-90 Minuten
ca. 35 Euro