Noni Hazlehurst als Helga in einer Szene des Films "Sting"

Sting

Stand: 20.06.2024, 00:00 Uhr

Eine Zwölfjährige kämpft mit einer angespannten Familiensituation, eine mysteriöse Spinne wird zu ihrem neuen Freund. Doch die Spinne ist ein Außerirdischer und dürstet nach Blut. "Sting" ist gradlinig erzählter Horror.

Von Andrea Burtz

"The Bikeriders" und "Sting"

WDR 2 Kino 20.06.2024 03:46 Min. Verfügbar bis 20.06.2026 WDR 2


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Darum geht's

Ein Meteoritenschauer bringt eine kleine Spinne auf die Erde, die in einem Puppenhaus in Brooklyn Unterschlupf findet. Die 12-jährige Charlotte, eine der Bewohnerinnen des heruntergekommenen Hauses, entdeckt das Tier, hält es in einem Einweckglas und füttert es mit Kakerlaken. Die Spinne spießt die Tiere auf und saugt sie lebendig aus. Charlotte ist begeistert von ihrem heimlichen Haustier, das sie "Sting" nennt. In ihrer Patchworkfamilie fühlt sich der Teenager im Moment überhaupt nicht wohl und freut sich über den tierischen Freund. Doch Sting wächst ungeahnt schnell und auch sein Appetit auf Blut wird ständig größer.

Darum geht's wirklich

Hier wird die Story einer Horrorspinne aus dem All mit einer Geschichte übers Erwachsenwerden verwoben. Homeinvasion meets Coming-of-Age.

Die spielen mit

Alayla Brown spielt die 12-jährige Charlotte, Penelope Mitchell verkörpert die Mutter, Ryan Corr Stiefvater Ethan.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

"Sting" von Regisseur Kiah Roache-Turner ist ein Horrorfilm alter Schule, der mit der Fantasie seiner Zuschauer spielt. Spinne Sting ist nur sporadisch zu sehen, mögliche erste Opfer wie Papagei und Pinscher haben ausgiebige Auftritte, damit man auch richtig um sie bangt. Das Horrorszenario baut sich langsam auf, Probleme der Patchworkfamilie werden beiläufig miterzählt, die übrigen – schrulligen – Hausbewohner eingeführt. Die Bedrohung hängt – im wahrsten Sinne des Wortes – unübersehbarer im Raum. Familienkonflikt und Spannung steigern sich stetig, unterstützt durch originelle Kameraführung, die mit Licht und Schatten spielt. "Sting" ist gradlinig erzählter Horror, dem Motto folgend: Kleine Mittel, große Wirkung.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Horror, Australien 2024

Länge: 91 min

Ab: 16 Jahren

Kinostart: 20. Juni 2024