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Alice Merton zu Gast im WDR 2 Studio: "Jetzt geht's erst los!"

Alice Merton zu Gast im WDR 2 Studio: "Jetzt geht's erst los!"

Von Oliver Rustemeyer

Alice Merton hatte mit "No Roots" einen Debüt-Hit von internationalem Format, seitdem ist es nicht leiser geworden um die sympathische junge Sängerin. Am Montag (23.04.2018) besuchte sie uns im WDR 2 Studio.

Sie wandert wie eine Zigeunerin, lebt aus Umzugskartons und hat keine Wurzeln. Genau davon erzählt Alice Merton in ihrem ersten Hit "No Roots"“. Ihre Geschichte. Und die beginnt 1993 in Frankfurt am Main. Dort kommt sie als Tochter einer Deutschen und eines Iren auf die Welt. Der zieht aus beruflichen Gründen mit der Familie immer wieder um: Von Kanada über die USA zurück durch Europa. Alice Merton lernt in München bei der Oma bayerisches Deutsch, beginnt in Augsburg ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, macht ihren Abschluss aber dann doch lieber an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim im Bereich Komposition und Songwriting.

Alice Merton zu Gast bei WDR 2: "Jetzt geht's erst los!"

WDR 2 | 23.04.2018 | 06:25 Min.

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An der Bushaltestelle lernt sie ihren späteren Manager kennen. Nachdem angefragte Plattenfirmen ständig Extrawünsche und Änderungsvorstellungen äußern, gründet Alice Merton lieber ihr eigenes Label. Ende 2016 veröffentlicht sie "No Roots". Über eine Million Mal verkauft sich die Nummer. Im deutschsprachigen Raum sowie in Frankreich (der zwischenzeitlichen Heimat ihrer Mutter) gibt’s Platin, in Italien und Polen Gold dafür sowie in den amerikanischen Billboard Alternative Charts die Pole Position.

Tourneen und das erste Album

Der Erfolg ist so nachhaltig, dass Alice Merton lange Zeit überhaupt nicht nachzulegen braucht. Erst im August erscheint die zweite Single "Hit The Ground Running". Und jetzt gerade "Lash Out". Wieder so eine hypnotische Nummer von internationalem Format, für die die 24-Jährige Grammy-erfahrene Profis wie Dave Bassett und Serban Ghenea verpflichten konnte, die sonst für Pink, Bruno Mars, Lorde, Vance Joy oder Elle King arbeiten.

Alice Merton zu Gast bei WDR 2

Der Superhit "No Roots" soll nicht Alice Mertons größter Hit gewesen sein. "Da muss ich noch bessere Nummern draufhauen", sagte die 24-Jährige bei ihrem Besuch im WDR 2 Studio. Außerdem berichtete sie über ihre Pläne in der nächsten Zeit.

Alice Merton zu Besuch im WDR 2 Studio

Nach Amerika-Tournee und Europa-Festival-Tournee kommt im Herbst Alice Mertons neues Album heraus. Schon jetzt gibt es eine neue Single mit dem Titel "Lash Out". "Ich wollte einen Song darüber schreiben, dass man keine Angst haben sollte, seine Meinung zu sagen", erklärte die Sängerin. Sie selbst habe sich früher öfter nicht getraut zu sagen, was sie gedacht hat.

Nach Amerika-Tournee und Europa-Festival-Tournee kommt im Herbst Alice Mertons neues Album heraus. Schon jetzt gibt es eine neue Single mit dem Titel "Lash Out". "Ich wollte einen Song darüber schreiben, dass man keine Angst haben sollte, seine Meinung zu sagen", erklärte die Sängerin. Sie selbst habe sich früher öfter nicht getraut zu sagen, was sie gedacht hat.

"Ich finde es superwichtig, dass man als Künstlerin Ahnung von der Industrie hat", so die Musikerin. Darüber habe sie während ihrer Ausbildung viel gelernt. Außerdem gehe es darum, ein gutes Netzwerk zu knüpfen.

"Ich lebe eigentlich nur aus dem Koffer", erzählte die 24-Jährige WDR 2 Moderator Stefan Quoos. Ab und zu sei sie mal für einen Tag zu Hause und meist am nächsten Tag schon wieder weg.

Am Montag (23.04.2018) konnten wir sie endlich wieder als Studiogast bei WDR 2 begrüßen. Im Gespräch mit Moderator Stefan Quoos erklärte Alice Merton, dass es für sie weiterhin kein ruhiges Leben gibt. "Jetzt geht's erst los!", stellte die Musikerin klar und kündigte ihre Pläne für die nächste Zeit an: Von nächster Woche an geht es für zwei Monate auf Amerika-Tournee, danach folgt die Europa-Festival-Tour, und im Herbst kommt ihr erstes Album heraus.

Immer unterwegs

Alice Mertons Leben sieht seit "No Roots" anders aus als vorher. "Die Tatsache, dass ich nie zu Hause bin" sei die größte Veränderung gewesen, berichtete sie.

Außerdem gewann sie für den Song viele Preise. Über den Echo, den die Sängerin küzlich in der Kategorie "Künstlerin Pop national" bekommen hat, kann sie sich trotz des Antisemitismus-Skandals um die Rapper Kollegah und Farid Bang freuen. "Ich weiß einfach, dass sehr viel Arbeit dahintergesteckt hat, und für mich war es einfach ein schöner Abend, das mit meinem Team zu genießen."

Wie ihr Album heißen wird, durfte Alice Merton übrigens noch nicht verraten. Ihr ursprünglicher Vorschlag sei "I make sad songs sound happy" gewesen. Das sei aber ein ziemlicher Zungenbrecher - deshalb werde die Platte wahrscheinlich einen anderen Titel haben.

Stand: 23.04.2018, 18:49