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L'Impératrice feat. Maggie Rogers – Any Way

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 14.06.2024, 16:00 Uhr

L’Impératrice und Maggie Rogers haben sich in der Zukunft verirrt, Tems braucht einen sensiblen "Gangsta" und Noga Erez & Rousso canceln Cancel Culture – das sind unsere fünf Songs der Woche!

L'Impératrice feat. Maggie Rogers – Any Way

Mit ihrem kommenden Album "Pulsar" zeichnen L'Impératrice ein neues Bild ihrer musikalischen Zukunftsvision. Funk, French Touch, Disco und Deep House kommen hier zusammen. Das hat selbst die US-amerikanische Sängerin Maggie Rogers nach Paris verschlagen, um neben Erick The Architect eines der wenigen Features auf der Platte beizusteuern. "Any Way" ist eine groovige Synth-Pop-Nummer mit ordentlichem Vintage-Einschlag geworden. Das passt auch zum dazugehörigen Clip, in dem Maggie als Hologramm dazu geschaltet wird, während die französische Band auf einem unbekannten Planeten gestrandet ist und das Raumschiff für die Heimreise wieder fit machen muss. Über die Zusammenarbeit sagt Bandleader und Musikjournalist Charles de Boisseguin: "Die französische Art ist, dass wir sehr langsame Menschen sind. Wir lassen uns viel Zeit, um die Dinge gut zu machen. Aber Maggie Rogers kam vorbei, zeigte uns ihre Skills, und die amerikanischen Weise, Dinge zu machen."  

Tems – Gangsta

Dass Tems im Bereich Afrobeats schon seit Jahren zu den absoluten Durchstarterinnen gehört, hat sie in den letzten Jahren hinreichend bewiesen. Rihanna, Beyoncé, Drake und Kendrick Lamar – sie alle sind entweder Fans oder haben schon mal mit Tems zusammengearbeitet. Da ist das Debütalbum "Born In The Wild" längst überfällig. Jetzt endlich erschienen, zeigt es auch, dass die Nigerianerin, die mittlerweile in London lebt, sich nicht nur auf die Aushängeschild-Musik ihrer Heimat festlegen, sondern das globale Pop-Biz erobern will. Der Sound ist zwar an Afrobeats angelegt, geht aber genauso in Richtung House und HipHop, smoothen R'n'B und Soul. Für letztere Combo steht zum Beispiel die Liebesnummer "Gangsta", in der es darum geht, dass Tems sich in ihrer Beziehung von beiden Seiten zeigen will – mal stark, mal verletzlich. Und dafür braucht sie eben einen "Gangsta" – wenn auch einen sensiblen.

Noga Erez feat. Rousso – PC People

Noga Erez und Rousso zeigen sich sichtlich abgeturnt von Cancel Culture: "PC People" bekommen im gemeinsamen Track der israelischen Sängerin und ihrem Musik- und Lebenspartner ordentlich ihr Fett weg. Frieden und Liebe seien nur Alibi und nicht alles kann weichgespült werden. Damit stellen die beiden außerdem die Scheinheiligkeit der Woke Culture raus: "What you gonna say when you can't say anything", heißt es in den Lyrics, in deren Refrain Rousso sich radikal ehrlich gibt. Denn schließlich sei das hier nicht Disney. Währenddessen tritt Noga selbst als Preacherin in einer Kirche auf und lässt sich von der Menge auf Händen tragen. So ganz unverhofft kommt der neue Song nicht: Denn mit "PC People" kündigt die Israelin ihr drittes Album "The Vandalist" an, das Ende September erschienen wird.  

Common & Pete Rock – Dreamin’ (Live Session)

Seit 1991 verbindet Common und Pete Rock schon eine enge Freundschaft. 33 Jahre später haben es die HipHop-Legenden geschafft, das auch auf einem Langspieler zu feiern. "The Auditorium Vol. I" wird jetzt Realität, nachdem nicht nur Fans, sondern auch die beiden Artists lange davon geträumt haben. "Für mich fing alles mit einem Traum an", sagt Common. "Einem Traum, die Welt wissen zu lassen, dass ich hier war. Es war ein Traum von mir, mit dem legendären Pete Rock zusammenzuarbeiten. Ich habe mein ganzes Leben lang geträumt." Passend dazu ist auch der Titel einer der Singles, die auf das Album teasen: "Dreamin'" wurde jetzt in einer Lo-Fi-Live-Session performt. Dabei zollen die beiden Koryphäen noch mehr Koryphäen Tribut, zum Beispiel indem sie Aretha Franklins "Day Dreaming" samplen und auf die Musik-Errungenschaften von Biggie, Queen Latifah, Prodigy oder Gladys Knight hinweisen.

La Chiva Gantiva & Cienfue – Vibration Is Life

Manchmal braucht es nicht mehr als wummernde Bässe, um sich lebendig zu fühlen. "Vibration Is Life" ist deshalb das Motto der neuen Single von La Chiva Gantiva & Cienfue. Dabei fokussiert sich die Combo aus Kolumbien, Chile, Belgien und Vietnam vor allem aufs Musikalische und setzt unsere Trommelfelle mit ihrem "Punklore"-Sound in Schwingungen. Denn darum geht es auf dem Track letztlich: Wie bewegt sich Raum, Klang und Zeit im Universum. Wir sind Energie, Energie ist Vibration, Vibration ist Leben. Unterstützung gibt es dabei von Cienfue aus Panama, der seine Gitarren-Kunst mit den treibenden Trademark-Percussions von La Chiva Gantiva fusionieren lässt. Für das Musikvideo hat er Clips aus dem panamaischen Dschungel geschickt, während die Brüsseler Combo im weißen Studiosetting die Möglichkeiten der Physik auslotet.