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Bonnie Banane – Nini

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 05.04.2024, 16:00 Uhr

Bonnie Banane feiert ihren Spitznamen aus der Kindheit, Anderson .Paak und Knxwledge sind wieder als NxWorries unterwegs und Lulu. findet die Liebe wieder – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Bonnie Banane – Nini

2020 hatte Bonnie Banane nach acht Jahren ihr erstes Album "Sexy Planet" veröffentlicht, mit dem sie den Planeten Erde, aber auch die Sinnlichkeit der Frau thematisiert hatte. Jetzt hat die französische Sängerin den Nachfolger "Nini" veröffentlicht und setzt mit dem dazugehörigen Clip auf düstere und exzentrische Avantgarde. Der Titel des Tracks ist an ihren Namen aus der Kindheit angelehnt: "Nini" kann in unterschiedlichen Ländern viel heißen: "Es gibt viele Leute, die Nini heißen. Es ist außerdem ein Restaurant, in dem ich nie war. Ein Friseur, ein Hotel, ein Beauty Salon." Dabei geht es für sie darum, jede Person auf der Welt zu embracen. Während des Albums habe sie sich eine ganze Weile lang betäubt gefühlt. Im Entstehungsprozess kam aber der Wunsch nach Verbindung und Ausdruck wieder zurück. Ein Album, als wäre es ihr letztes, sagt sie selbst.  

NxWorries (Anderson .Paak & Knxwledge) – 86Sentra

Es war quasi schon abzusehen, jetzt ist es offiziell: Die Zusammenarbeit zwischen Anderson .Paak und Knxwledge geht in die nächste Runde. Als NxWorries waren die beiden erst letztes Jahr gemeinsam auf Tour. Nach "Yes Lawd!" kommt jetzt acht Jahre später "Why Lawd?". Und auch auf dem Nachfolger setzt sich der sonst so Sonnenschein und Soul getränkte Anderson .Paak mal wieder auf eher klassisch-düstere Beats des L.A-Produzenten. Im dazugehörigen Visualizer cruisen die beiden im "86Sentra" durch Los Angeles – ein kultiger Nissan-Kleinwagen aus den Achtzigern. Entgegen sonstiger Rap-Klischees kein teures Auto, aber es bleibt genug Platz für die Krone auf dem Armaturenbrett. Am 07. Juni geht es los. In welche Richtung "Why Lawd?" genau geht, erfahren wir bald, denn dann gibt es laut der beiden mehr Infos zur Platte, die über die Los-Angeles-Qualitätsschmiede Stones Throw Records erscheinen wird.

Lulu. – Let Go

In Sachen Pop, R'n'B und Neo-Soul gehört Lulu. gerade zu den spannendsten Newcomer:innen. Die Sängerin aus dem Süden Londons teilt in ihrer neuen Single "Let Go" ihre Glaubenssätze und welche Verbindung sie dazu hat. "Während ich mich durch schwierige Beziehungen gekämpft habe, hat sich Liebe wie etwas angefühlt, für das ich arbeiten muss. Befeuert wurde das durch den Stolz, der mich hat glauben lassen, dass ich besser alleine dran bin." Auch wenn Lulu. diese Entscheidung für sich getroffen hat, war sie aber nie alleine: Ihre Freunde und Familie war immer zur Hilfe, was auch im dazugehörigen Clip mit einem Umzug aufgegriffen wird. "Let Go" wird auf der kommenden EP "Dear Disorientated Soul" zu hören sein, die am 15. Mai erscheint.

SiR- You

Vor fünf Jahren ist SiR mit seinem Album "Chasing Summer" dem ewigen Sommer hinter gejagt und konnte sich unter anderem mit seinem Kendrick-Lamar-Feature zu "Hair Down" zum absoluten Lieblingssänger vieler in der Sparte Nu-R'n'B mausern. Zwei Grammy-Nominierungen später setzt der L.A. Native jetzt zum nächsten Album "Heavy" an. Ein Album, das dafür appelliert, sich durch schwere Zeiten zu kämpfen und am anderen Ende viel besser heraus zu kommen. Dass die Platte recht spät erscheint, hat nämlich einen triftigen Grund: Nach dem ganzen Erfolg und dem Wüten der Pandemie sah sich der Sänger in einer dicken Krise und rutschte in die Drogenabhängigkeit. SiR musste in den Entzug, wo er Poesie während Therapiesitzungen schrieb, die er jetzt in 16 ziemlich ehrliche und persönliche Tracks verpackt hat. "You" ist einer davon – kurz und gut ein klassischer Liebessong mit ausgeklügelten Visuals.  

Spinall & Teni – Psalm 23

Im Rennen um den nächsten Amapiano-Banger werden Spinall und Teni nicht müde. "Psalm 23" heißt der nächste Streich der beiden Artist aus Nigeria, die mit dem dazugehörigen Video deutlich machen, dass diese Zeilen und Sounds für den Dancefloor geschustert wurden. "Who's ready to dance?", schreibt Spinall auf Instagram, während sich auf "Psalm 23" eine poppige Color-Palette, ein paar Bibel-Quotes und große Träume zu in einer riesigen Party bündeln. "Motherf***er I’m up", heißt es darin – eine Ansage an die ganze Szene. Spinall zählt gerade zu den erfolgreichsten DJs im Bereich Afrobeats und Afro-Pop. Dabei hat er schon mit Wizkid, Tiwa Savage oder Asake zusammengearbeitet, Teni ergänzt das hochkarätige Roster jetzt. Sie selbst hatte erst im November ihr Album "Tears Of The Sun" veröffentlicht, mit der sie ihre Sound-Evolution gefeiert und auf die Ups und Downs ihres Lebens geblickt hatte.