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Bad Bunny – Un Preview

Fünf Songs, die die Welt jetzt braucht

Stand: 29.09.2023, 16:00 Uhr

Bad Bunny freut sich auf die Zukunft mit seinem Cowgirl, 2LADE macht noch "Mehr" Banger und dank Doja Cat steht der Vorort Kopf – das sind unsere fünf Songs der Woche!

Bad Bunny – Un Preview

In den letzten Wochen wurden die Gerüchte um Bad Bunny und sein neues Album immer lauter. Der Grund war sein Cover von Vanity Fair, in dem er letztlich nur verriet, dass sein neues Album so ganz anders werden soll als der Vorgänger "Un Verano Sin Ti". "Ich suche immer nach Wegen, etwas ganz Neues zu machen", sagt er selbst. Das liege auch daran, dass er ein ganz neues Selbstbewusstsein in Sachen Musik entwickelt hat. Nichtsdestotrotz überrascht der Puerto Ricaner dieser Tage mit einer Nummer, in der er zuversichtlich in die Zukunft mit einer "Vaquera", einem Cowgirl blickt. "Un Preview" setzt dabei auf uplifting Reggaeton, Vintage Cars und tanzende Cowboys. Mehr braucht es nicht für ein stylisches Video. Mit der neuen Single hat Bad Bunny dann übrigens auch offiziell gemacht, dass erst im nächsten Jahr wieder neue Releases von ihm erscheinen werden. 

2LADE – Mehr

"Mehr" gibt es jetzt von 2LADE. Der Kölner hat seinen neuesten Track als "nächsten Knaller seines Tapes" angekündigt. Und tatsächlich steckt darin gewohnt viel Abriss- und Moshpit-Potenzial. Damit hat 2LADE sich in den letzten Jahren zum Banger-Superhero im Deutschrap entwickelt. Das passt auch zum Namen, denn der ist angelehnt an den Schwarzen Daywalker Blade, eine Mischung aus Mensch und Vampir. Ähnlich geheimnisvoll wie dieser hat sich auch der Rapper am Anfang seiner Karriere gegeben. Stylemäßig hat sich 2LADE diesmal aber nicht nur an dem Marvel-Charakter orientiert, sondern auch an ATLien André 3000 von Outkast. "Schöne Grüße vom Globetrotter", schreibt er auf Instagram. Da passt es auch, dass das Video zu "Mehr" in London gedreht wurde.

Doja Cat – Agora Hills

In "Agora Hills" steht alles Kopf. Mit dem Track von ihrem aktuellen Album "Scarlet" bezieht sich Doja Cat auf Agoura Hills, ein Vorort in Los Angeles, in dem die US-Sängerin aufgewachsen ist. Dabei begibt sie sich auf Spurensuche, schwebt durch die verwüsteten Vorstadt-Straßen oder telefoniert in ihrem rosa Jugendzimmer mit ihrer Love Interest – und ja, hier wird auch diskutiert, wer zuerst auflegt. Die Liebe geht sogar so weit, dass sie sich auch eine Hochzeit vorstellen kann. Aber auch musikalisch begibt sich Doja in die Vergangenheit. Denn anders als auf dem Vorgänger "Planet Her", mit dem sie sich vor allem in Pop-Sphären zum absoluten Superstar gemausert hat, wird hier mal wieder recht klassisch gerappt und das beste beider Welten kombiniert. Neben der etwas abgewandelten Schreibweise ihres Hometowns verweist der Titel "Agora Hills" übrigens auch auf den Begriff Agoraphilia – ein Kink, der die Vorliebe beschreibt, an öffentlichen Plätzen Sex zu haben.    

Kuoko – Loser

Bei Kuoko wird alles selbst gemacht – Lyrics, Produktion, Promo. Das gibt viel Freiheit, aber auch viel Verantwortung, wenn es ums Scheitern geht. Sie ist selbst sagt, sie sei ein "Expert at Failing". Mit ihrem neuen Song "Loser" greift die Hamburgerin genau das Thema auf. Auch wenn der Schlag vielleicht direkt ins Gesicht geht, steht für Kuoko dabei eins fest: Lieber als Loser dastehen, als es gar nicht erst zu versuchen. Als Autodidaktin versucht sie uns dabei auch an ihrem kreativen Prozess teilhaben zu lassen. Ihr Video zu "Loser" ist wie eine Art Video-Game aufgebaut, durch das sich Kuoko, die übrigens auch im echten Leben gerne zockt, durchkämpft – mal bei chemischen Experimenten im Labor oder beim Kampf mit Laserschwert. Supportet wird die Message über den Mut zum Scheitern von soft fließenden House-Tunes, die für uns alles andere als nach Failing klingen, sondern nach einem richtigen Erfolg.

Rawayana & Monsieur Periné – Hora Loca

Auf dem neuen Album "Quien Trae Las Cornetas" von Rawayana kommen unterschiedlichste Geschichten von Abenteuern und Erlebnissen zusammen. Eine davon ist während einer Reise an den Strand und in die Berge entstanden, als die venezolanische Combo mit der Leadsängerin von Monsieur Periné, Catalina García, unterwegs war. Nach diesem magischen Tag tranken alle gemeinsam Rum und nahmen beschwipst und mit bester Laune den Track "Hora Loca" auf. Der Vibe transportiert sich auch im dazugehörigen Video, das zur "verrückten Stunde" aufgenommen wurde, wenn wir eine Girl-Gang bis in die Nacht beim ausgelassenen Roadtrip begleiten. "Quien Trae Las Cornetas" sei das Album ihres Leben, sagen Rawayna selbst. Auch, weil sie damit ihre musikalische Evolution feiern, die von Reggae, Funk und Rock bis hin zu Einflüssen aus der Karibik reichen.