Tornado in Bocholt: Auto landet auf dem Dach

Tornado in Bocholt: Auto landet auf dem Dach

  • Schauer und Gewitter in der Nacht
  • Tornado wütete in Bocholt
  • Temperaturen sinken am Donnerstag

In Bocholt hat es am Dienstagabend (04.06.2019) einen mittelstarken Tornado gegeben. Das hat der Deutsche Wetterdienst bestätigt. Danach fegte der Tornado mit bis zu 250 km/h durch Bocholt. Nach Angaben der Feuerwehr wurde in der Stadt gegen 23.20 Uhr durch starken Wind das Dach eines Reihenhauses abgedeckt. Insgesamt wurden neun Häuser beschädigt.

Tornado wütet in Bocholt

Vor einem beschädigtem Haus steht ein Pkw und ein Auto der mit Drehkran

Mitten in der Nacht um 23.20 Uhr ging es los - nur wenige Minuten, dann war der Spuk vorbei. Eine Frau hat sich dabei leicht am Arm verletzt.

Mitten in der Nacht um 23.20 Uhr ging es los - nur wenige Minuten, dann war der Spuk vorbei. Eine Frau hat sich dabei leicht am Arm verletzt.

Die Feuerwehr war in der Nacht mit einem Krisenstab bis vier Uhr morgens mit 90 Kräften im Einsatz.

Neun Häuser wurden nach Angaben der Stadt Bocholt schwer beschädigt, teilweise wurden sie komplett abgedeckt.

Autos wurden angehoben und flogen durch die Gegend. Am Morgen danach war dann das ganze Ausmaß sichtbar. Insgesamt acht Autos und ein Wohnwagen sind beschädigt.

Betroffen sind drei Straßen: die Heroldstraße, die Markgrafenstraße und die Dinxperloher Straße. Der Tornado hat in einem Radius von etwa 100 Metern gewütet.

Auch am Morgen nach dem Unglück stehen die Menschen immer noch fassungslos vor den vielen Schutthaufen.

Etwa 100 Bäume wurden entwurzelt. Teils sind es sehr alte Bäume, die nun von den Straßen geräumt werden.

Die Feuerwehr schätzt, dass die Schäden in die Millionen gehen.

Am Tag nach dem Tornado machen sich nun die Anwohner in Bocholt daran, die Trümmer vor ihren Häusern zu beseitigen.

In nur zwei Minuten hat das Wetterphänomen in den Straßen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Von dem Wetterphänomen waren drei Straßen im Umkreis von 50 bis 100 Metern betroffen. Ein Auto landete auf dem Dach, acht weitere Fahrzeuge landeten an anderer Stelle. Eine Frau wurde leicht verletzt. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 90 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz.

Gewitter schwächte sich im Lauf der Nacht ab

"Das Gewitter hat sich über Deutschland ziemlich schnell abgeschwächt", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Mittwochmorgen (05.06.2019). Über Belgien und die Niederlande war es zuvor noch mit Böen von mehr als 100 km/h gezogen. Über den Westen Nordrhein-Westfalen zog das Gewitter schließlich weiter in Richtung Nordsee.

Umgestürzte Bäume

Die Schäden, die das Unwetter anderen Teilen NRWs anrichtete, hielten sich nach ersten Meldungen in Grenzen. Von mehreren wetterbedingten Einsätzen sprach die Polizei im Kreis Borken. In Xanten (Kreis Wesel) sperrte die Polizei wegen umgestürzter Bäume eine Straße.

Ab dem Nachmittag ist erneut mit Gewittern zu rechnen. Der DWD rechnet auch für NRW mit einer höheren Unwettergefahr als am Dienstag.

Zugausfälle nach Blitzeinschlag am Montag

Bereits am Montag (03.06.2019) war NRW ungemütlich in die neue Woche gestartet. So war es im Ruhrgebiet und im Rheinland zu Zugausfällen und Verspätungen gekommen. Grund dafür war ein Blitzeinschlag in Mülheim-Styrum, durch den Signale ausfielen.

Stand: 05.06.2019, 20:00