Unser Programm im Juli

Stand: 24.06.2022, 22:50 Uhr

Im Juli begibt sich WDR.DOK auf Spurensuche: Wir fragen, wie es dazu kam, dass die junge, lebenslustige Aynur Hatun Sürücü 2005 von ihrem Bruder in Berlin auf offener Straße erschossen wurde. Wir blicken zurück auf die heftigsten Unwetter der vergangenen 30 Jahre in NRW: Hochwasser, Hitzesommer, Schneemassen. Wir verfolgen den Prozess um die Loveparade-Katastrophe und zeigen, wie es hinter den Kulissen des wohl kompliziertesten Strafverfahrens in der Geschichte der Bundesrepublik aussah. Und wir begleiten Reinhold Messner, der einem der großen Bergsteiger-Mythen auf der Spur ist.

Nur eine Frau

Protagonistin Aynur

Als Aynur Hatun Sürücü am 7. Februar 2005 in Berlin am hellichten Tag auf offener Straße von ihrem Bruder erschossen wurde, ging ein Aufschrei durch die Republik. Regisseurin Sherry Hormann erzählt in ihrem dokumentarischen Spielfilm die Geschichte Aynurs (gespielt von Almila Bagriacik), einer jungen deutschen Frau mit türkisch-kurdischen Wurzeln, die das Leben liebt und genau weiß, wie sie es leben möchte. Sie entflieht der Gewalt in ihrer Ehe und lässt sich auch von ihrer Familie nicht vorschreiben, was sie zu tun hat. Bis zur Katastrophe – wie ist es zu dieser Tat gekommen? 
Der Film basiert auf Recherchen in ihrem persönlichen Umfeld, Gesprächen mit der Familie, Freundinnen und Freunden Aynurs und den Tätern. Es entsteht ein authentisches Bild einer mutigen jungen Frau, die darum kämpft, selbstbestimmt leben zu können.
Ein Film von Sherry Hormann | Redaktion WDR: Christiane Hinz

Als das Wetter verrückt spielte – Die größten Naturkatastrophen im Westen

Zwei Autos stehen am 28.07.2014 auf einer überfluteten Straße in Münster.

Wetterkatastrophen wird es in Zukunft häufiger geben, da ist sich Wetterexperte Sven Plöger sicher. Die Dokumentation blickt zurück auf die heftigsten Unwetter der letzten 30 Jahre Hochwasser, Hitzesommer, Schneemassen: Oft reicht ein Stichwort wie "Kyrill" - und die Erinnerung an die Katastrophe kehrt zurück.
Ein Film von Lothar Schröder | Redaktion: Monika Pohl

Loveparade – Die Verhandlung

Ein Richter und zwei Richterinnen stehen im Gerichtssaal

Am 24. Juli 2010 kommt es bei der Loveparade in Duisburg zur Katastrophe: 21 Menschen sterben im Gedränge, 652 werden verletzt. Erst mehr als sieben Jahre später, im Dezember 2017, beginnt die juristische Aufarbeitung der Katastrophe. Chronologisch folgt der Film dem Prozess und begleitet das wahrscheinlich komplizierteste Strafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik vom ersten bis zum letzten Verhandlungstag. Er dokumentiert das juristische Hin und Her über die Frage, wer die strafrechtliche Verantwortung für die Katastrophe trägt und zeigt, wie dieses besondere Verfahren auf Betroffene und Beobachter wirkt. Dabei geht es immer auch um eine gesellschaftliche Aufarbeitung dieser Katastrophe.
Ein Film von Dominik Wessely | Redaktion: Jutta Krug und Mathias Werth

Mythos Cerro Torre – Reinhold Messner auf Spurensuche

Blick auf eine Felswand, an der ein einzelner Bergsteiger emporklettert, im Hintergrund eine schneebedeckte Bergkette

Das vermeintlich Unmögliche zu schaffen, hat Bergsteiger seit jeher umgetrieben. Ihr Ziel: aufsteigen in den Olymp der Alpinisten. 1959 versuchen Cesare Maestri und Toni Egger die Erstbesteigung des Cerro Torre. Toni Egger, der mit einer Kamera ausgerüstet war, stürzt ab – und mit ihm der einzige Beweis über die gelungene Mission. Viele wollen Cesare Maestri glauben, doch es kommen auch Zweifel auf.
Basierend auf seinem Bestseller von 2009 "Torre: Schrei aus Stein“ rollt Messner das Bergdrama erneut auf. Er will mit dem Mythos um die Erstbesteigung des Cerro Torre aufräumen und abschließend die Frage klären: Lügt Maestri oder nicht?
Ein Dokumentarfilm von Reinhold Messner | Redaktion: Jutta Krug

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