Leningrad im Zweiten Weltkrieg

Leningrad im Zweiten Weltkrieg

KRIEGSKINDER spielt in drei verschiedenen Städten, die von Bombenhagel und Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg besonders betroffen waren: Köln, London und Leningrad (heute: Sankt Petersburg). Erzählt wird aus der Sicht von drei Zeitzeuginnen, die während des Krieges Kinder waren. Mit Hilfe der neuen "Augmented Reality"-Technik machen wir ihre Erlebnisse unmittelbar spür- und erfahrbar.

Leningrad auszuhungern, das ist Hitlers Ziel. Die deutsche Wehrmacht belagert die ganze Stadt, das heutige Sankt Petersburg, fast 900 Tage lang. Die Blockade gilt als eines der schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die Wehrmacht.

Eine Kindergruppe läuft vor einem Plakat entlang, das zur Verteidigung der sowjetischen Heimat aufruft, aufgenommen 1942

Als die Einkesselung im September 1941 beginnt, sitzen 2,5 Millionen Leningrader*innen in der Falle. Sie werden beschossen und bombardiert. Dabei werden auch Getreidespeicher, Schlachthöfe und Brotfabriken zerstört. Schon bald bekommen viele Menschen als Ration nur noch 125 Gramm Brot pro Tag. Oftmals ist es mit Sägemehl gestreckt.

In ihrer Verzweiflung essen die Menschen alles: den Leim der Tapeten, ihre Haustiere oder Ratten. Der Hunger treibt die Menschen zum Äußersten: Auch Kannibalismus ist dokumentiert. Als es im "Todeswinter" 1941/42 bis zu minus 40 Grad kalt wird, fallen viele Menschen auf der Suche nach Essen auf offener Straße um und sterben.

Verängstigte Kinder während des Zweiten Weltkrieges in Leningrad

Verängstigte Kinder während des Zweiten Weltkrieges in Leningrad

Am 18. Januar 1944 wird die deutsche Blockade durchbrochen. Bei der Befreiung leben in Leningrad nur noch einige hunderttausend Menschen. Mehr als eine Million Menschen sind während der Belagerung gestorben.

Stand: 11.01.2019, 19:26

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