Faszination Flughafen - Von Nordrhein-Westfalen in die Welt

Faszination Flughafen – von Nordrhein-Westfalen in die Welt Heimatflimmern 28.12.2018 01:28:09 Std. UT Verfügbar bis 28.12.2019 WDR Von Sascha Dünnebacke

Faszination Flughafen - Von Nordrhein-Westfalen in die Welt

Es sind die drei großen Flughäfen Nordrhein-Westfalens. Und alle funktionieren ganz unterschiedlich: Düsseldorf ist der größte Flughafen des Landes, das Tor zur Welt. Köln/Bonn mit seinem 24-Stunden-Betrieb kommt praktisch nie zur Ruhe. Und im eher beschaulichen Dortmund treffen sich die Spezialisten, von der Flugschule bis zum Imker.

24 Millionen Passagiere nutzen den Düsseldorfer Flughafen jährlich. Von keinem anderen Ort in NRW starten so viele Langstreckenflüge. Regelmäßig landet hier auch das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, der Airbus A380. Sobald die Maschine aufsetzt, beginnt bei der Abfertigung die Arbeit nach genauen Vorgaben. Exakt nur 105 Minuten bleibt das Flugzeug am Boden, bis es dann mit mehr als 500 Passagieren wieder Richtung Dubai geht.

Ein Koch schneidet einen Fisch mit dem Messer

Fluggäste nach Tokio können sich freuen: Japanische Spitzenköche sorgen für die Verpflegung.

Der Flughafen ist eine Art Kleinstadt mit Supermärkten, Arztpraxen, Restaurants und Geschäften aller Art. Direkt neben dem Flughafenterminal arbeiten die Cateringspezialisten von „LSG Sky Chefs“, dem weltweit größten Anbieter von Bordverpflegung. Bis zu 14.000 Mahlzeiten werden in Düsseldorf Tag für Tag ausgeliefert – von Sandwiches für die Billigfluglinien bis zu mehrgängigen Menüs auf Sterne-Niveau.

Köln/Bonn: Der Airport, der niemals schläft

 Flughafen Köln Bonn bei Nacht

Eine pulsierende Kleinstadt: Nachts passiert in Köln/Bonn so viel wie an kaum einem anderen Flughafen in Deutschland.

Köln/Bonn ist der zweitgrößte Flughafen des Landes. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Nachts passiert hier so viel wie an kaum einem anderen Flughafen in Deutschland. Frachtmaschinen, Passagiere-Jets und Luftwaffen-Flugzeuge starten und landen zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Blick am Check in-Schalter entlang, eine Reihe von Frauen auf Bürostühlen

Check in-Schalter am Flughafen Köln/Bonn: Rund 120 Ziele sind von hier aus erreichbar.

Die Manager in Köln haben schon früh die richtige Entscheidung getroffen. In Konkurrenz zu den Großbetrieben Düsseldorf und Frankfurt am Main haben sie auf das Geschäft mit den Billigfliegern gesetzt. Das Experiment ging auf. Früher als Bonner Regierungsflughafen belächelt, hat der „Konrad-Adenauer-Flughafen“ seine Passagierzahlen in den letzten 15 Jahren fast verdoppelt. Knapp 13 Millionen Menschen nutzen den Flughafen jedes Jahr.

Dortmund: Der Ruhrgebiets-Airport

Blick auf das Teminal und das Vorfeld des Flughafen Dortmund, Flugzeuge werden gewartet

Regionalairport Dortmund: ein idealer Standort für viele Spezialisten.

Der Regionalairport im Osten Dortmunds wirkt dagegen wie ein Großflughafen im Kleinformat. Hier geht es vergleichsweise familiär zu. Jeder kennt jeden und die meisten arbeiten hier schon seit Jahren. Doch der Schein trügt: Rund zweieinhalb Millionen Passagiere nutzen den Ruhrgebietsflughafen pro Jahr. Ein Schwerpunkt sind die Ziele in Osteuropa.

Imker mit Bienen

Abseits der Start- und Landebahn: Hier sorgen Bienen für die Flugbewegungen.

Auf der anderen Seite der Start- und Landebahn finden pro Tag mehr als 150.000 Flugbewegungen statt – allerdings im Miniaturformat. Unter der Obhut von Flughafen-Feuerwehrmann Holger Hering produzieren drei Bienenvölker in guten Jahren bis zu 150 Kilogramm feinsten Dortmunder Flughafenhonig.

Die Dokumentation von Sascha Dünnebacke begibt sich auf Entdeckungsreise hinter die Kulissen der großen Flughäfen Nordrhein-Westfalens. Der Film zeigt, wie so ein Großbetrieb funktioniert. Die Zuschauer erleben eine spannende und unerwartete Welt - mit großen und kleinen Geschichten, die zeigen, dass der Flughafen für viele ein Sehnsuchtsort ist.

Ein Film von Sascha Dünnebacke
Redaktion: Adrian Lehnigk

Stand: 05.11.2019, 17:36

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