Dschungel in der Stadt - Der Kölner Zoo

Dschungel in der Stadt: Der Kölner Zoo Heimatflimmern 05.04.2019 43:44 Min. UT AD Verfügbar bis 05.04.2020 WDR Von Herbert Ostwald

Dschungel in der Stadt - Der Kölner Zoo

Der Kölner Zoo: umsäumt von Straßen und Häusern und ohne jede Chance, zu wachsen. Er liegt mitten in der Millionenstadt. Als der Tierpark 1860 gegründet wird, stand hier noch kein Haus, die Stadt war noch weit weg. Doch das änderte sich schnell. Heute begeistert die einen die Nähe ihrer Wohnungen zum Zoo-Gelände, andere ärgern sich über Lärm und Gestank.

Im Vordergrund füttert ein Pfleger Seehunde, im Hintergrund stehen Wohnhäuser

Mehr Zoo geht nicht: Durch die nahe Wohnbebauung kann sich der Kölner Zoo nicht mehr vergrößern.

Die Dokumentation "Dschungel in der Stadt" schaut hinter die Kulissen des Kölner Zoos. Und zeigt die lange Geschichte des Kölner Zoos: vom ältesten Gebäude, dem Antilopenhaus, bis zur neuesten Attraktion, dem bergischen Bauernhof im Zoo. Kein Witz! Hatte der Zoo früher vor allem die Aufgabe, Tiere aus fremden Ländern zu zeigen, so sind es heute häufig auch heimische Tiere. Welches Stadtkind kennt schon einen Bauernhof und die besonderen, alte Rassen?

Im Vordergrund schaut eine Kuh aus dem Stall, im Hintergrund stehen Besucher

Keine Exotin, aber eine Attraktion: Viele Stadtkinder sehen im Zoo zum ersten Mal echte Kühe.

Die Kinder lieben den Bauernhof und die Zooschule, weil man hier Tiere anfassen kann. Aber ohne Exoten geht es nicht. Auge in Auge mit dem Tiger oder dem Löwen vor der Glasscheibe zu stehen, das verursacht ein ganz anderes Kribbeln im Bauch: allein diese pure Größe zu sehen!

Der Artenschutz spielt dabei heute für die Tiergärten eine ganz besondere Rolle. Die sogar so weit geht, dass der Zoo Tiere züchtet, die in der Natur fast ausgestorben sind und die durch die Nachzucht wieder ausgewildert werden. So auch die beim Publikum beliebten Krallenäffchen, die von Köln aus wieder ihre brasilianische Heimat beleben.

Erdferkel am Eingang seines Baus.

Publikumslieblinge: die Erdferkel verbreiten gute Laune.

Und dann sind da noch die Tiere, die man in der Freiheit nur ganz selten sieht, weil sie nachtaktiv sind und sich gut verstecken. Zum Beispiel Himba und Curly: die zwei Erdferkeldamen, die nicht nur witzig aussehen, sondern auch in allen ihren Bewegungen Lebensfreude verbreiten. Curly ist erst kurz vor Weihnachten 2018 nach Köln gekommen, aber jetzt schon so beliebt wie die ältere Himba.

Zwei junge Elefanten spielen im Sand, im Vordergrund zwei Besucher

Mehr Platz: die Kölner Elefantenanlage ist die modernste Europas.

Der Zoo braucht neue Lieblinge, und er muss sich entwickeln. In der Millionenstadt Köln geht das nur, indem auf manches verzichtet wird. So mussten vor Jahren die Eisbären der neuen Elefanten-Anlage weichen. Die Dickhäuter haben jetzt viel mehr Platz - und Köln die modernste Elefantenanlage Europas.

Ein Film von Herbert Ostwald
Redaktion: Barbara Schmitz

Stand: 20.03.2019, 17:32

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