Das stille Land - NRW hält inne

Das stille Land: NRW hält inne Heimatflimmern 17.04.2020 44:00 Min. UT AD Verfügbar bis 17.04.2021 WDR Von Peter Scharf, Jörg Siepmann

Das stille Land - NRW hält inne

Freie Straßen, leere Plätze, nur wenige Flugzeuge am Himmel: NRW steht still. Das Corona-Virus hat das Land zwangsweise in einen Ruhemodus versetzt, das Leben hat sich ins Private zurückgezogen. "Das stille Land - NRW hält inne" zeigt spektakuläre Bilder eines Landes im Ausnahmezustand.

Leere Gänge im Düsseldorfer Flughafen

Am Boden bleiben: Auf den Passagierflughäfen des Landes geht nichts mehr.

Ungewöhnliche Anblicke: An den großen Flughäfen stehen die riesigen Jets eng an eng in Wartestellung, die Parkplätze und Taxistände sind gähnend leer. Auf dem Baldeneysee in Essen liegt die komplette Weiße Flotte im Hafen, und auch auf dem Rhein fehlen die Ausflugsschiffe. Die Fußballstadien und Vergnügungsparks sind menschenleer. Auf den Rheinpromenaden, den Einkaufsstraßen in Essen oder der Kö flanieren die Menschen einzeln oder zu zweit - im großen Abstand voneinander.

Die Kölner Hohe Straße menschenleer

Gähnende Leere: In der Kölner Einkaufsmeile Hohe Straße drängen sich sonst die Menschen - seit Corona bleiben die Kunden weg.

Das meistbefahrene Autobahnkreuz des Landes - der "Spaghettiknoten" in Duisburg - erscheint aus der Luft verwaist. Leer sind die riesigen Parkplätze der Shoppingzentren. Im "Loom", dem größten Einkaufszentrum Ostwestfalens, sind nur vier von 111 Läden geöffnet.

Ein ICE an einem fast leeren Bahnsteig

Seltener Anblick: Leere Bahnsteige wie hier im Dortmunder Bahnhof sind im Pendlerland NRW ungewohnt.

Leer die Bahnsteige am Dortmunder Hauptbahnhof, leer die größte Universität im Land. Leer und still die Vergnügungsmeilen wie das Bermuda-Dreieck in Bochum oder die Ringe in Köln. Eine ganz eigene Atmosphäre macht sich nachts breit. Selbst der Himmel leuchtet anders.

Luftaufnahme von einem riesigen leeren Parkplatz

Freie Auswahl: Dank Homeoffice bleiben auch viele Firmenparkplätze leer.

Der Blick von oben zeigt auf beeindruckende Weise, wie das Corona-Virus unser Leben und unseren Lebensraum verändert hat. Es sind Bilder, die in die Geschichte eingehen werden. Bilder von einem Land im Stillstand.

Eine Frau mit einer Schutzmaske

Früher belächelt: Schutzmasken sind inzwischen ein gewohnter Anblick.

Im Kontrast dazu DJ-Konzerte aus leeren Klubs, Gottesdienste ohne Gläubige wie im Paderborner Dom, und online übertragene Gebete aus der Zentralmoschee in Duisburg, die per Live Stream in die Wohnzimmer der Gläubigen gelangen.

Ein Film, der eindrucksvoll und in eindringlichen Bildern ein Land dokumentiert, das innehält.

Ein Film von Peter Scharf und Jörg Siepmann
Redaktion: Team PG Dokumentationen
Projektleitung: Christiane Hinz und Thomas Kamp

Stand: 08.04.2020, 18:27