Wie wir wurden was wir sind - NRW von oben | Teil 2

Wie wir wurden was wir sind - NRW von oben | Teil 2

Aus der Vogelperspektive erzählt „NRW von oben“ Geschichten und die Geschichte des Bindestrich-Landes. Der Film spannt den Bogen von „der Wiege der Menschheit“ im Neandertal bis zum Radioteleskop in Effelsberg, vom Westwall hin zum Düsseldorfer Stahlhof als Sitz der ersten Landesregierung.

Möhnesee

Die exklusive Perspektive von oben offenbart, wie dicht natürliche und künstliche Landschaften ineinandergreifen. Hier im Bild: der Möhnesee

Es geht um Krieg und Zerstörung, aber auch um Aufbau und Neubeginn. Landmarken wie das Hermanns-Denkmal und die Stadttore im Römerpark Xanten, der Kölner Dom und die kurkölnischen Burgen im Sauerland stellen überraschende Verbindungen zwischen den Regionen her.

Niederrhein bei Xanten im Abendlicht

Spektakulärer Blick: der Niederrhein bei Xanten im Abendlicht.

Das Land zwischen Eifel und Teutoburger Wald, Siebengebirge und Niederrhein wurde seit jeher von den Menschen geformt. Viele „Kulturlandschaften“ – die Haldengebirge unter Industriewälder, die ausgebaggerten Seenlandschaften am Niederrhein sind uns längst so vertraut, dass die Jüngeren sich oftmals überrascht zeigen, wenn sie von deren künstlichen Ursprung erfahren.

Ein bildgewaltiges Panorama

NRW Luftbild

Hermanns-Denkmal: mit mehr als 53 Metern höchste Statue Deutschlands.

Für den Zuschauer wird auf diesem Flug ein bildgewaltiges historisches Panorama unserer Agrar-, Industrie- und Technologielandschaften aufgerollt. Zugleich führt er auf längst vergessenen antiken und mittelalterlichen Militär- und Handelswegen auch ins einst so „saure “ Land, dessen harte Winter heute für die schönste Erholung sorgen.

Kölner Dom

Der Kölner Dom mit Altstadt und Hohenzollernbrücke aus luftiger Höhe.

Ein Flug über das Ruhrgebiet

Duisburg, Stahlindustrie

Industrieregion NRW - hier im Bild aus ungewohnter Perspektive: Stahlindustrie in Duisburg.

„NRW von oben“ fliegt, mal rasant, mal elegisch, durch Landschaften, Jahreszeiten und Kulturepochen: über das rekultivierte grüne Tal der Ruhr, über die in leuchtendes Gelb getauchten Kornfelder am Niederrhein, vorbei an den Industrieschwaden der Duisburger Stahlwerke und durch die kilometerhohen Dampfwolken der Braunkohlekraftwerke.

NRW von oben – das WDR-Fernsehevent

Hubschrauber

Nordrhein-Westfalen ist ein Bundesland mit vielen Gesichtern: Ballungsraum und Durchfahrtsland, Industrie- und Ferienregion, stark bevölkert und gleichzeitig umhegt und gepflegt. Aus luftiger Höhe und in faszinierenden Bildern vermittelt „NRW von oben“ einen anderen, spektakulären Blick. Aus exklusiver Perspektive außergewöhnliche Geschichtsstunden über das bevölkerungsstärkste Bundesland.

Beim Flug über das Ruhrgebiet zeigt sich, wie gravierend die aufeinander abgestimmten industriellen Wertschöpfungsketten und Kreisläufe das Bild der Region prägen, wie sehr das Netz der Verkehrs- und Energiewege die Landschaftsräume strukturieren. Die neuen Landmarken des alten „Potts“– moderne Skulpturen auf alten Waschbergen – weisen den anderen Blick auf den Strukturwandel: auf die Skyline des Ruhrgebietes mit ihren leuchtenden Kunstwelten umfunktionierter Industriedenkmäler. Kunst statt Kohle.

Braunkohlerevier und Windparks

NRW Luftbild

Immerather Dom: vom Braunkohleabbau verdrängt.

Mit atemberaubenden Bildern aus den rheinischen Braunkohlerevieren oder den aus dem Boden schießenden Windparks wirft der Film auch Fragen über die Zukunft des Landes und seiner Landschaften auf: Wohin wollen wir, wie schnell und zu welchem Preis? Wird die rheinische Bucht in einigen Jahrzehnten eine Freizeitlagune mit Ozean? Was wollen wir bewahren, was werden wir opfern, was werden wir neu gestalten? Dabei ist es den Regisseuren gelungen, aus der Luft noch beeindruckende Bilder vom „Immerather Dom“ und den umliegenden Häusern einzufangen, die nun alle dem Strukturwandel durch Tagebau weichen müssen.

„NRW von oben“ ist alles andere als nur ein fliegendes Bilderbuch der Regionen, sondern ein Heimatfilm im besten, im modernen Sinne.

Autor: Rüdiger Heimlich
Regie: Harry Flöter und Jörg Siepmann
Redaktion: Christiane Hinz und Thomas Kamp

Stand: 23.11.2015, 08:40

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