Klagewelle gegen Bayer: Dem Pharmakonzern Bayer ist es gelungen, aus dem Risiko Schlaganfall ein Milliarden-Business zu machen. Doch sein Medikament Xarelto ist umstritten. Nun steigt in den USA die Zahl der Patientenklagen. Und es werden Fehler sichtbar. (Handelsblatt, 09.11.2016)

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Klagewelle gegen Bayer: Dem Pharmakonzern Bayer ist es gelungen, aus dem Risiko Schlaganfall ein Milliarden-Business zu machen. Doch sein Medikament Xarelto ist umstritten. Nun steigt in den USA die Zahl der Patientenklagen. Und es werden Fehler sichtbar. (Handelsblatt, 09.11.2016)

Von Jan Keuchel und Christina Zühlke

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Xarelto gehört zu den Lieblingsprodukten von Bayer-Chef Werner Baumann. Im vergangenen Jahr brachte der Blutverdünner einen weltweiten Umsatz gut zwei Milliarden Euro.

Doch offenbar verursacht Bayers Kassenschlager schwere Nebenwirkungen. Mehr als 14 000 Patienten und Angehörige klagen in den USA gegen Bayer. Sie machen Xarelto für schwere Blutungen und Todesfälle verantwortlich. Der Leverkusener Pharmakonzern weist die Vorwürfe zurück.

Nach Recherchen von WDR und Handelsblatt verschwieg Bayers US-Vertriebspartner Janssen den Zulassungsbehörden jahrelang ein kritisches Detail: Zahlreiche Testgeräte in der Zulassungsstudie für Xarelto waren defekt. Das Mittel schnitt dadurch bei auftretenden Blutungen womöglich zu gut ab. Hätten die Konzerne die Studie stoppen müssen? Selbst als die US-Arzneimittelbehörde FDA die Geräte 2014 zurückrief, reagierten weder Janssen noch Bayer.

Bayer argumentiert, von den defekten Geräten erst 2015 erfahren zu haben. Gerichtsdokumente, die WDR und Handelsblatt einsehen konnten, zeigen jedoch, dass zumindest Janssen frühzeitig Bescheid wusste. Bereits 2008 meldeten sich während der Studie 149 Tester bei Janssen, die auf falsche Werte hinwiesen. Bayer beruft sich darauf, dass die FDA wie die europäische Zulassungsbehörde EMA einen Einfluss der defekten Geräte auf das Studienergebnis für unwahrscheinlich halten. US-Klägeranwälte wie Ned McWilliams fordern dagegen Schadensersatz. „Wenn ein Unternehmen weiß, dass Geräte nicht funktionieren, dann ist es seine Pflicht, das zu melden.“

Frank Luckman hatte Glück im Unglück. Stundenlang hatte sich der 65-Jährige an diesem Märztag 2015 in seinem Haus in New Jersey mit Bauschmerzen gequält. Jetzt, gegen Abend, trieb ihn sein Magen auf die Toilette. Es wäre fast sein Ende gewesen.

Luckman begann, aus dem Darm zu bluten – und zu bluten und zu bluten. Schnell war der 65-Jährige zu schwach, um sich zu bewegen. Aber er hatte sein Handy dabei, er konnte noch seine Frau anrufen, die ihr Gerät mit ins Bett genommen hatte. Die rief einen Krankenwagen, im nahegelegenen Hospital bewahrten ihn die Ärzte mit Blutkonserven vor dem Tod. Ohne Handy und Ehefrau, sagt Luckman, „wäre ich heute nicht hier“.

Frank Luckmann

Frank Luckman wäre fast verblutet. Sein Verdacht: Das lag an Bayers Medikament Xarelto.

Hier, das ist eine New Yorker Anwaltskanzlei. In grünem Jackett und Stoffhose sitzt Luckman erschöpft auf seinem Rollator und erzählt mit heiserer Stimme die dramatischen Stunden seiner Rettung. Eineinhalb Jahre später hat er sich aufgerafft, denn er will Gerechtigkeit. Und eine Entschädigung. Von einem der größten Pharmakonzerne der Welt. Frank Luckman macht den Blutverdünner Xarelto für sein Ausbluten verantwortlich, ein Mittel zur Verhinderung von Schlaganfällen. Es ist der Verkaufsschlager der Bayer AG. Die weist Vorwürfe wie die von Luckman vehement zurück.

Die Geschichte des Amerikaners ist nur ein kleiner Teil im großen Puzzle, das WDR und Handelsblatt akribisch zusammengesetzt haben. Am heutigen Abend, um 22:10 Uhr, ist das ganze Bild im gemeinsam produzierten Film „Gefährliche Herzmedikamente“ zu sehen. Die Recherchen in Deutschland, Großbritannien und den USA zeigen, wie es die Pharmaindustrie geschafft hat, aus dem Risiko Schlaganfall ein Milliardengeschäft zu machen, mit Medikamenten, die hoch umstritten sind. Und sie zeigen, mit welchen Methoden es Unternehmen wie Bayer, aber auch Boehringer Ingelheim gelungen ist, ihre neuen Blutgerinnungshemmer in die weltweiten Gesundheitssysteme einzuschleusen.

Auf der Strecke geblieben ist, so scheint es, der Patient – umworben mit großen Versprechungen und alleingelassen von Aufsichtsbehörden und einem Großteil der Ärzte.

Ohne Gegenmittel und Bluttests

In New York trifft Frank Luckman erstmals auf Ned McWilliams. Der Anwalt in kariertem Hemd und Blue Jeans ist extra aus Florida herübergekommen. Nun sitzen beide in einem Büro nahe der Wall Street, das vollgestopft ist mit Kisten, die den Aufkleber „Xarelto“ tragen.

Die Geschichte, die Luckman erzählt, ähnelt denen, die McWilliams von vielen anderen Betroffenen gehört hat. Der Anwalt war schon im Verfahren gegen Boehringer Ingelheim wegen dessen Blutverdünners Pradaxa dabei. Das endete 2014 in einem Vergleich. Boehringer zahlte klagenden Patienten eine knappe halbe Milliarde Euro.

Nun vertritt McWilliams über 1 000 der 14 000 Xarelto-Kläger. Die haben sich in einer Sammelklage vor dem Distriktgericht in Louisiana zusammengetan. Wie damals gegen Boehringer Ingelheim erheben auch die Kläger gegen Bayer den Vorwurf, dass Blutungen, aber auch zahlreiche Todesfälle auf den neuen Gerinnungshemmer zurückgehen – und der Konzern dies hätte verhindern können. Bis heute gibt es für Xarelto neben klinischen Maßnahmen kein spezielles Gegenmittel gegen Blutungen. Xarelto, glaubt McWilliams, könnte außerdem „sehr viel sicherer sein, wenn die Blutwerte getestet würden“.

Bayer bestreitet das. „Die gerinnungshemmende Wirkung von Xarelto ist bei Patienten mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht und Gewicht konsistent“, heißt es auf Anfrage. Routinemäßige Bluttests seien deshalb nicht erforderlich. Genau das ist eine der Demarkationslinien in dem Streit. Nach Meinung aller Hersteller der neuen Blutverdünner sind bei ihren Arzneien regelmäßige Blutabnahmen nicht mehr nötig. Es ist ihr Hauptverkaufsargument.

Denn alle Schlaganfallmittel hemmen die Blutgerinnung – und alle sind deshalb gefährlich. Ist die Dosis zu niedrig, können Gerinnsel entstehen. Ist die Dosis zu hoch, drohen Blutungen, die sich nicht ohne weiteres stoppen lassen. Die seit 50 Jahren bekannten Medikamente Coumadin und Marcumar erfordern allerdings regelmäßige Kontrollen, weil sie etwa auf bestimmte Lebensmittel reagieren. Dafür gibt es für sie spezielle Gegenmittel, die Blutungen schnell stoppen.

Die neuen Mittel dagegen, zu denen auch Eliquis von Pfizer und Lixiana von Daiichi Sankyo gehören, versprechen Patienten ein Leben ohne die bisherigen, lästigen Bluttests. Das hat die Präparate seit ihrer Zulassung 2011 in kürzester Zeit zu Blockbustern gemacht – obwohl es nur für Pradaxa seit kurzem ein spezifisches Gegenmittel gibt.

Wurden 2011 noch 150 000 Packungen der Präparate verkauft, waren es 2015 in Deutschland schon über drei Millionen. Mit Xarelto erzielte Bayer 2015 weltweit 2,2 Milliarden Euro Umsatz – mehr als mit jedem anderen Medikament. Dieser Geldsegen aber scheint nun in Gefahr. Während hierzulande vor allem kritische Mediziner gegen den Boom aufbegehren, hat sich in den USA die Zahl der Klagen innerhalb eines Dreivierteljahres auf 14 000 verdreifacht. Und Anwälte wie McWilliams fördern immer mehr fragwürdige Details zutage.

Eines davon könnte Bayer besonders hart treffen. Es geht um dessen US-Vertriebspartner Janssen. In den USA für die Zulassungsstudie von Xarelto mitverantwortlich, unterliefen Janssen schon während der Studie schwere Versäumnisse. Das ‧belegen Dokumente aus dem Sammelklageprozess, die WDR und Handelsblatt einsehen konnten.

Offenbar erfuhr die Firma bereits 2008, dass in der Studie ein defekter Gerätetyp zur Bestimmung der Blutgerinnung eingesetzt wurde. Doch den weltweiten Zulassungsbehörden wurde dies erst Ende 2015 gemeldet. Da war Xarelto schon viele Jahre lang auf dem Markt.

Ein äußerst heikler Punkt. Denn mit der Studie wollte Bayer die Überlegenheit seines Präparats gegenüber dem Konkurrenzwirkstoff Warfarin beweisen. Die defekten Geräte zur Blutgerinnung kamen jedoch nur bei Patienten zum Einsatz, die Warfarin erhielten. Die Folge: Zahlreiche Patienten erhielten wegen falscher Messwerte offenbar zu hohe Dosen des Mittels. Im Vergleich schnitt Xarelto dadurch bei der Zahl von auftretenden Blutungen womöglich besser ab.

Aber selbst als die US-Arzneimittelbehörde FDA 2014 einen Rückruf für den Gerätetyp aussprach, wandten sich weder Bayer noch dessen US-Vertriebspartner Janssen an die Zulassungsbehörden. Dabei geben deren Rechtsvertreter mittlerweile zu, dass Janssen ab 2008 knapp 150 Meldungen von Testern über Gerätefehler erhielt. Und dass diese Meldungen sogar in einem speziellen Programm mit Namen „Covance Recheck Program“ überprüft wurden. Ergebnis: In 16 Fällen stimmten die Werte der Geräte nicht mit Laborprüfungen überein.

Und Bayer? Der Konzern betont auf Nachfrage, erst im September 2015 von dem Rückruf des defekten Gerätetyps gehört zu haben. Außerdem verweist er auf die FDA und die europäische Zulassungsbehörde EMA, die einen Einfluss der defekten Geräte auf das Gesamtergebnis der Zulassungsstudie als „sehr unwahrscheinlich“ eingestuft haben.

Daran, dass Janssen die Behörden nicht informierte, kommt aber auch Bayer nicht vorbei. Wann genau erfuhr Bayer das erste Mal von Beschwerden der Tester? Dazu schweigt der Konzern. Anwalt McWilliams fordert Aufklärung. Er ist sich sicher: Wären die Pillen ein Auto, käme Bayer nicht mehr aus den Schlagzeilen. „16 Fälle von nicht funktionierenden Bremsen wären ein Skandal.“

Ärzte verschreiben fleißig

In Köln wählt Thomas Kaiser keinen Autovergleich. Inhaltlich ist der Wissenschaftler und Arzt allerdings von McWilliams nicht weit entfernt. Kaiser ist für die neuen Blutverdünner beim IQWIG zuständig, dem unabhängigen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Einige Fachleute seien sogar der Meinung, dass wegen der fehlerhaften Geräte „aus dieser Studie nichts Abschließendes mehr gesagt werden kann“, meint Kaiser. Ist die Zulassungsstudie für das Milliarden-Medikament also nicht belastbar?

Kaiser kritisiert vor allem, wie die EMA zu dem gegenteiligen Schluss gekommen ist. Die Behörde habe immerhin festgestellt, dass 35 Prozent aller Messungen falsch waren. Trotzdem habe sie zur erneuten Überprüfung keine eigenen Analysen durchgeführt, sondern sich auf Nachanalysen von Bayer verlassen. Eine überzeugende Kontrolle? „Da kann man geteilter Meinung drüber sein“, sagt Kaiser. Die EMA finanziert sich zu 80 Prozent über Gebühren der Pharmakonzerne.

Viele Ärzte aber scheint all das nicht zu stören. 60 Prozent aller neuen Schlaganfall-Patienten werden heute gleich auf die neuen Präparate eingestellt. Die Krankenkassen zahlen die Zeche. Die neuen Mittel kosten im Vergleich zu Marcumar jährlich pro Patient rund 1 000 Euro mehr. Dabei empfiehlt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzte, die neuen Mittel nur dann einzusetzen, wenn Patienten Marcumar nicht vertragen. Marcumar habe einfach viele Vorteile, sagt der Chef der Kommission, Wolf-Dieter Ludwig, „zum Beispiel, dass man eine regelmäßige Kontrolle der Gerinnungswerte macht, den Patienten sieht, schaut, ob er Begleiterkrankungen hat“.

Doch das Hauptargument der Hersteller zieht offenbar mehr, und zwar weltweit: dass das Leben ohne Bluttests schlagartig lebenswerter wird. Auch Frank Luckman kennt diese Versprechungen. Jetzt nimmt er den Wirkstoff Warfarin und macht regelmäßige Bluttests. „Seitdem hatte ich keine Probleme“, sagt Luckmann.

Genau das ist der Punkt, findet Anwalt McWilliams. Die neuen Mittel wirkten durchaus gegen Schlaganfälle. Aber die Zahl der Nebenwirkungen könnte deutlich reduziert werden. „Aufgrund von Prozessen im Körper ist unsere innere Dosis sehr unterschiedlich. Und diese Dosis sagt aus, wie groß mein Blutungs- und mein Schlaganfall-Risiko ist“, so McWilliams. „Aber um das herauszubekommen, muss ich einen Bluttest machen.“

Bayer wie auch Boehringer und Pfizer widersprechen diesen Argumenten weitgehend inhaltsgleich. So heißt es etwa bei Pfizer, es gebe „keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass regelmäßige Blutgerinnungstests ... sich auf das Behandlungsergebnis auswirken“. Patienten sollten Blutverdünner zudem nie ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen.

In New York schüttelt Ned McWilliams den Kopf. Bisher hat Bayer nicht einmal ein spezielles Gegenmittel gegen das Ausbluten zu bieten – vier Jahre nach der Zulassung von Xarelto. Man unterstütze eine andere Firma bei der Entwicklung, heißt es dort. „Es ist, als ob man Autos ausliefert“, sagt Anwalt McWilliams – „nur ohne Bremsen.“

Stand: 10.11.2016, 13:00

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21 Kommentare

  • 21 Wegener, Christa 25.05.2018, 16:29 Uhr

    Nehme seit 1 1/2 J.Lixiana 30 mg u soll nun Xarelto nehmen- Habe riesige Bedenken. Was soll ich machen? Was ist sicherer?

  • 20 Heiner 03.01.2018, 02:45 Uhr

    Wenn ich nach einer heißen Not OP kurz nach Einnahme des bei mir wie Rattengift wirkenden Xarelto einseitig bin, wenn ich nicht einmal eine Woche nach meiner Entlassung wieder mit gleich schweren Blutungen eingeliefert wurde, wenn ich nach mehr als einem Jahr sehr sehr gut mit Macumar (Gerinnungs-Selbstmanagement) lebe berichte ich dann wirklich einseitig wie mein Vorredner behauptet? Das Hauptargument von Bayer für Xarelto.........bessere Lebensqualität weil nicht alle 4 Wochen gepikst werden muss ist in meinen Augen ein unsäglich freches und dummes Argument. Nach meinen Recherchen ist Bayer aber nicht dumm........ nur GEWINNGEIL ! Für Ihre Gewinnmaximierung tuen die in meinen Augen alles, aber wirklich alles. Der Führungsriege ist es so scheissegal was aus den Millionen Versuchsmenschen wird das ich bei dem Thema Schnappatmung bekomme. Habt ihr ein Glück das wir in ´schland kein Gesundheitsministerium haben...... die würden euch sicher auf die Finger hauen, oder?

  • 19 Anonym 30.12.2017, 16:38 Uhr

    Sogar falls ein Anti-Dot für Xarelto auf den Markt kommen sollte höchst fragwürdig das Konzept fixe Tages-Mengen einzunehmen in der Annahme damit wäre die Blutgerinnerung geregelt und passend ohne Kontrolle und jede Messung. Das dann ja auch komplett ungesehen Alter, Konsitution, Gewicht, Herz-/Kreislauf und allgemeiner körperlicher Verfassung eines Patienten. Selber schuld wer es wagt - ich hab's verweigert, nun bald 10 Jahre marcumarisiert und noch immer (zunehmend) quicklebendig.

  • 18 Michael v. Lüttwitz 01.12.2017, 10:16 Uhr

    Medikamente mit bekannten schweren Nebenwirkungen sind ein Akt der bewussten Körperverletzung und damit ein Straftatbestand. Außerdem: Blutgerinnungshemmer sind unter biologischen Gesichtspunkten mehr als nur fragwürdig, denn mit einer optimalen Vitamin-K1-Versorgung schwingt die Tür (wie seit 100000 Jahren der menschlichen Evolution) in beide Richtungen, nämlich in die Richtungen Koagulation und Antikoagulation. Zudem werden die Gefäße von falsch abgelagertem Calcium befreit. Bei Blutgerinnungshemmern schwingt die Tür nur in eine Richtung! Und Nebenwirkungen gibt's noch obendrauf. Doch das Pharma- und Medizinwesen scheint Gerinnungshemmer zu verherrlichen, letztlich verdient man sich damit eine goldene Nase, während Vorbeugung mit Vitamin K1 noch nicht mal die Portokasse füllen würde. Aber der Patient ist selbst daran Schuld, wenn er sich nicht selbst informiert und seine Gesundheit in die Hände von der Pharmaindustrie und der Medizin gedankenlos legt.

  • 17 tille 06.11.2017, 20:11 Uhr

    Sehr einseitiger Artikel. Warum zahlt man für so einen Beitrag Gebühren? Wenn marcumar so großartig ist, warum gab es dann in den Kliniken so viele Patienten, die mit blauen Flecken überseht waren? Weil eine Einstellung von Marcumar nicht so einfach ist, wie uns dieser Artikel glauben schenken will. Und dass die Amerikaner gegen jeden und alles klagen nur um Geld zu verdienen ist auch bekannt. Jeder Patient wird vor Gabe über die Risiken dieser Medikamente aufgeklärt und kann sich eigentlich nicht herausreden, dass er nichts gewusst habe..

  • 16 Johann-Josef 06.09.2017, 19:17 Uhr

    ... den "Krankmachern" nicht zu viel vertrauen, hat das Leben retten....

  • 15 Otmar Fischbach 02.06.2017, 10:42 Uhr

    Meine Frau hat das Medikament Eliquis nach einem angeblichen Schlaganfall verschrieben bekommen. Seit dieser Zeit hat sich ihr Hören ziemlich stark verschlechtert. Später folgten noch 3 Stands. Dann kam noch Clopidogrel und ASS als Blutverdünner, bzw. Standpfleger dazu. Dann rutschte sie auf einer feuchten Wiese aus und brach sich dreifach das Sprunggelenk.Obwohl meine Frau 71 Jahre ist, hatte sie immer eine ausgezeichnete Knochendichte .Der Verdacht liegt nahe, dass dieser oder diese Blutverdünner die Knochen leichter brechen lassen.Und ich bemerke immer öfter, dass das Kurzzeitsgedächtnis ebenfalls sehr gelitten hat. Seit Anfang 2017 hat sie alle verordneten Medikamente abgesetzt und sie sagt, dass es ihr vom Wohlbefinden hervorragend geht. Letzte Woche sind wir in einer bergischen Region 40 Kilometer Rad gefahren.Die alte Fitness ist wieder da. Wenn es I)hnen ähnlich ergeht, dann schreiben Sie mir unter oteli1@aol.de. Vielen Dank.

  • 14 Drkosel 26.01.2017, 11:20 Uhr

    Derselbe Chef der Elektrophysiologie der UKM rät in WN betroffenen VHF Pat.( nach seiner Schätzung 1-2 Mio allein in Deutschland ) bei medikamentöser Behandlung , den Beipackzettel n i c h t zu lesen: " der verunsichere nur ". Guido noch Fragen ????

  • 13 Dr. Kosel 24.11.2016, 11:15 Uhr

    "Last not least", zur zynischen Frage von Guido : "Und was macht es k e i n Gegenmittel (gegen die Blutverdünner) zu haben ?" Antwort:" nur den kleinen Unterschied , 14 000 Klagen gegen Bayer wegen schwerer Nebenwirkungen und Verblutungs-Todesfällen ( von 260 ist die Rede )".

  • 12 Dr.Kosel 23.11.2016, 18:05 Uhr

    PS. 2013. Cardioversion nach "Schluckecho " 1 2014. EPU und Schluckecho 2 2015. Vorhofvenen Ablation und Schluckecho 3 Fazit: kein Hinweis für Thromben unter ASS 80 mg seit 2013 ---- im Übrigen nach wie vor VHF. (normfrequent , asymptomatisch bei regulären Kreislaufverhälnissen )

  • 11 Anonym 22.11.2016, 08:19 Uhr

    @Dr. Kosel. Den prophylaktische Wert eines Medikamentes kann man am Einzelfall nicht belegen. Es gibt auch viele Menschen, die VHF haben und weder Aspirin noch eine Antikoagulation einnehmen und trotzdem Glück haben und keine Schlaganfall erleiden. Statistisch haben Sie im Vergleich zu einem Falithrom/NOAK-Patienten ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Nebenbei: Kennen Sie ein Antidot für ASS ? Gibt´s nicht!