Studierende fahren mit der Straßenbahn 400 km zum Kirchentag

Zum Kirchentag mit der Straßenbahn

Studierende fahren mit der Straßenbahn 400 km zum Kirchentag

Von Kristin Trüb

  • 400 km mit der Straßenbahn
  • Streckenfreigabe von der Deutschen Bahn
  • Stressfrei und umweltfreundlich reisen

Gerade mal zehn Minuten Verspätung hatte die Karlsruher Straßenbahn, als sie am Mittwochnachmittag(19.06.2019) am Dortmunder Hauptbahnhof ankam. Insgesamt dauerte die 400 Kilometer lange Reise sechs Stunden. Für Sophia Hehmann und ihre Kommilitonen ging die Zeit schnell vorbei.

Im Zug war die ganze Zeit was los. Es gab eine Andacht, es wurde gesungen und im kleinen Boardbistro haben die Studierenden sogar Snacks für alle 40 Passagiere angeboten.

Idee entstand 2017 in Berlin

Auf die Idee, mit der Straßenbahn zum Kirchentag zu fahren, kamen die Studierenden bereits 2017. Damals waren sie mit dem Auto beim Kirchentag in Berlin. Die Fahrt war ihnen viel zu stressig, außerdem wollten sie in Zukunft umweltfreundlicher reisen.

Extra Streckenfreigabe von der Deutschen Bahn

Das ist ihnen jetzt gelungen. Ein halbes Jahr haben Planung und Organisation gedauert. Für die Sonderfahrt musste unter anderem extra eine Streckenfreigabe bei der Deutschen Bahn beantragt werden. Außerdem können Straßenbahn normalerweise nicht auf Eisenbahngleisen fahren.

Karlsruhe bildet eine Ausnahme: Die Stadt hat Zweisystem-Stadtbahnen. Das heißt, diese Bahnen sind darauf ausgelegt sowohl auf innerstädtischen Straßenbahnstrecken als auch auf Eisenbahngleisen zu fahren.

Sophia Hehmann und ihre Kommilitonen freuen sich jetzt besonders auf die Eröffnungsfeier und das Programm der nächsten Tage.

Stand: 19.06.2019, 18:14