Schlange stehen für den Bundespräsidenten

Menschenmenge vor dem Eingang zur Halle Münsterland

Schlange stehen für den Bundespräsidenten

Von Petra Brönstrup

Viele Katholikentagsbesucher hatten bei der Diskussionsrunde mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier am Donnerstagnachmittag (10.05.2018) in der Halle Münsterland auf ein Selfie oder Autogramm gehofft. Doch das Bad in der Menge fiel aus. Es herrschten sehr strenge Sicherheitsbestimmungen.

Besucher beim Katholikentag stehen Schlange für den Bundespräsidenten

Gabi Fritzsch (rechts) wollte unbedingt den Bundespräsidenten sehen

Gabi Fritzsch aus Münster ist ein bisschen aufgeregt. Sie sitzt mit ihrer Schwester und ihrem Schwager in der Halle Münsterland und wartet auf Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Der ist Gast bei der Diskussionsrunde zum Thema "Frieden durch internationale Kooperation".

Strenge Sicherheitsbestimmungen in der Halle

"Ich habe den live noch nie gesehen", sagt Fritzsch. Ihre Schwester Margret Wollny-Hagemann erzählt, dass sie dem Bundespräsidenten schon bei der Eröffnung des Katholikentages am Mittwochabend begegnet ist. "Ich stand nur zwei Meter von dem entfernt." Hier in der Halle ist das nicht möglich. Bühne und Besucherränge sind strikt voneinander getrennt, aus Sicherheitsgründen.

Handyfotos vom Bundespräsidenten

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Fotos vom Bundespräsidenten waren nur aus der Ferne zu machen

Als der Bundespräsident dann schließlich in die Halle kommt, zücken viele Besucher ihre Handies, in der Hoffnung, trotz der großen Entfernung zur Bühne ein schönes Foto zu bekommen. "Gar nicht so einfach", meint ein älterer Mann. Er streicht mit dem Finger über sein Handy. "Vielleicht kriege ich den ja noch ein bisschen näher ran." Der Bundespräsident steuert die Gruppe von Fotografen an, die sich vor der Bühne im Sicherheitsbereich aufgebaut haben. Sie haben eine Sondergenehmigung und können die Fotos machen, die andere auch gerne hätten: der Bundespräsident aus nächster Nähe.

Besucher beim Katholikentag stehen Schlange für den Bundespräsidenten

Die beiden Schwestern waren interessiert an der Diskussion

Gabi Jansen aus Kevelaer und ihre Schwester Ursula Eggelbusch aus Sassenberg haben sich einen Platz auf dem Boden gesucht. Sie brauchen kein Foto, sie wollen hören, was der Bundespräsident zum Thema Frieden zu sagen hat, was seine Lösungsansätze sind.

Promis auf dem Katholikentag in Münster

Am zweiten Tag des Katholikentages betraten zahlreiche Prominente die Podien in der Halle Münsterland. Sie diskutierten vor allem gesellschaftspolitische Fragen.

Moderatorin Bettina Schausten begrüßt Herrn Sternberg, der nebem dem Bundespräsidenten sitzt

Moderatorin Bettina Schausten begrüßt nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Präsidenten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Thomas Sternberg. In der folgenden Talkrunde geht es um das Thema Frieden durch internationale Zusammenarbeit.

Moderatorin Bettina Schausten begrüßt nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Präsidenten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Thomas Sternberg. In der folgenden Talkrunde geht es um das Thema Frieden durch internationale Zusammenarbeit.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagt, die Entscheidung der USA, aus dem Atomabkommen mit Iran auszusteigen, mache eine friedliche Lösung im Nahost-Konflikt nicht wahrscheinlicher.

Tausende Sitzplätze in den verschiedenen Bereichen der Halle Münsterland reichen nicht aus. Viele Besucher sitzen in den Gängen, so wie man es in Münster sonst nur an der Universität kennt.

Bundesministerin Julia Klöckner diskutiert mit Verdi-Chef Frank Bsirske und weiteren über die Frage, wie gerecht es in Deutschland zugeht. Die Mehrheit der Besucher in der Halle Münsterland stimmt bei einer Blitzumfrage dafür ab, dass es in Deutschland eben nicht gerecht zugehe.

Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, meint, in Deutschland würden Menschen schon benachteiligt, nur weil sie einen ausländischen Namen haben.

Am späten Donnerstagnachmittag (10.05.2018) betritt Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos das Podium. Dabei stehen Themen wie Frieden und Versöhnung im Vordergrund.

Santos kann sich über die Unterstützung zahlreicher Landsleute freuen, die mit besonders großer Begeisterung seine Teilnahme feiern.

Der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, wirbt für eine weitere Annäherung der unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Nur so sei ein friedliches Miteinander in der Welt dauerhaft möglich.

Allein am Donnerstagmorgen kommen rund 30.000 Menschen zu den beiden großen Gottesdiensten vor dem Schloss Münster und auf dem Domplatz. Münsters Bischof Felix Genn freut sich über die große Resonanz zum Katholikentag, die gute Stimmung in der Stadt und über starke Zeichen der Besucher für den Frieden.

Stand: 10.05.2018, 16:33