Der Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020

Kommunalwahl 2020 - 1.300 Kandidat*innen im Check! 00:36 Min. Verfügbar bis 12.09.2025

Der Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020

Drei Fragen, drei Antworten, drei Minuten: Auch zur Kommunalwahl 2020 gab es einen Kandidatencheck. Das Ziel: Alle Wählerinnen und Wähler sollten die Chance haben, ihre Direkt-Kandidat*innen digital kennenzulernen. Rund 1.300 Politiker*innen aus ganz NRW haben mitgemacht. Zur Stichwahl haben mehr als 200 Kandidat*innen eine zusätzliche Frage beantwortet.

Beim dem Kandidatencheck 2020 hatten alle Kandidat*innen für die Ämter Bürgermeister*in, Oberbürgermeister*in und Landrat/Landrätin die Chance, ihre politischen Ideen zu präsentieren. Rund 1.500 Kandidat*innen standen am 13.09.2020 zur Wahl. Mehr als 1.300 Kandidat*innen nutzten die Chance und haben ihre Videos hochgeladen. „Als verantwortlicher Programmdirektor möchte ich im WDR den Raum für breite, vielfältige, öffentliche Debatten stellen und dafür sorgen, dass unterschiedlichste Positionen zu Wort kommen können", sagte Programmdirektor Jörg Schönenborn, "Wahlen sind der Kern unserer Demokratie".

Jörg Schönenborn frontal in einer halbnahen ist in seinem Büro zu sehen.

"Wahlen sind der Kern unserer Demokratie"

Die Corona-Krise stellte die Kandidatinnen und Kandidaten bei dieser Wahl vor besondere Herausforderungen. Veranstaltungen, Diskussionen und Gespräche konnten nicht wie gewohnt stattfinden. Da bot der Kandidatencheck die Möglichkeit, sehr viele Menschen direkt und auf einfachem Weg zu erreichen. Die Kandidatinnen und Kandidaten konnten ihnen in kurzen Videos ihre Ideen und Konzepte vorstellen. Gleichzeitig hatten die Wählerinnen und Wähler in jedem Ort und Kreis in NRW die Möglichkeit, ihre Kandidatinnen und Kandidaten, die teilgenommen hatten, zu sehen und zu hören - und sie direkt zu vergleichen.

Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020
Teilnehmen konnten alle Kandidat*innen für die Ämter:

  • Bürgermeister/Bürgermeisterin
  • Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin
  • Landrat/Landrätin

Smartphone-Videos

In 2020 haben wir die Kandidatinnen und Kandidaten zum ersten Mal gebeten, sich für dieses Projekt selbst zu filmen - mit dem eigenen Smartphone. In der Corona-Situation war das zum einen die beste Möglichkeit, eine sichere Produktion zu gewährleisten. Zum anderen konnten die Videos auf diese Art sehr viel individueller und persönlicher gestaltet werden. Damit das für die Kandidatinnen und Kandidaten möglichst einfach war, haben wir eine spezielle „Kandidatencheck-App" entwickelt.

In 128 Kommunen gab es am 27.09.2020 eine Stichwahl. Kurzfristig haben wir die Kandidat*innen eingeladen, ein zusätzliches Video, speziell zur Stichwahl, zu produzieren. In maximal 60 Sekunden konnten sie die Frage beantworten: "Warum sind Sie für das Amt die bessere Wahl?“. Mehr als 200 Kandidat*innen haben ein neues Video hochgeladen.

Orientierungshilfe für Wählerinnen und Wähler

Rund 1.200 Politker*innen-Videos stehen ab jetzt im WDR Kandidatencheck für die Kommunalwahlen in NRW bereit.

3 Fragen, 3 Antworten, 3 Minuten

Genau wie bei den Kandidatenchecks zur Landtags- und Bundestagswahl 2017 hat der WDR damit ein interessantes und hilfreiches Informationsangebot geschaffen. Durch die Videos und Informationen der Kandidat*innen ist eine Plattform entstanden, die im Wahlkampf einen breiten, öffentlichen Diskurs ermöglichte. Dafür war unabdingbar, dass für alle Teilnehmenden die gleichen Bedingungen galten: Alle bekamen drei identische Fragen gestellt. Für jede Antwort hatten sie maximal eine Minute Zeit. Verändert oder gekürzt wurden die Videoeinsendungen nicht.

Montage: Screenshot geplantes Tools Kandidatencheck in einem Laptop

Ihre Gemeinde, Ihre Stadt, Ihr Kreis

So konnten die Wählerinnen und Wähler den Kandidatencheck mit allen eingereichten Videos nutzen und sich über die für ihren Kreis, ihre Stadt oder Gemeinde relevanten Kandidat*innen informieren. „Angesichts der Corona-Pandemie erleben wir gerade, wozu eine funktionierende Demokratie fähig ist und was sie leisten muss", sagte Programmdirektor Jörg Schönenborn. „Umso wichtiger ist es, den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, dass politische Teilhabe und Mitbestimmung die Basis sind, Einfluss zu nehmen".