FAQ zum Kandidatencheck

Fragen und Antworten

FAQ zum Kandidatencheck

Rund 2.000 Kandidatinnen und Kandidaten treten an: Bei der Kommunalwahl 2020 wollen sie Bürgermeister/Bürgermeisterin, Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin oder Landrat/Landrätin werden. Wir haben sie alle zu digitalen Interviews eingeladen - im Kandidatencheck 2020. Ein FAQ.

Was ist der Kandidatencheck?

Am 13. September 2020 finden in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahlen statt. Gewählt werden Vertretungen der Städte, Gemeinden und Kreise sowie Bürgermeister/Bürgermeisterinnen, Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterinnen sowie Landräte/Landrätinnen. Der Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020 möchte möglichst alle Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Ämter Bürgermeister/Bürgermeisterin, Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin sowie Landrat/Landrätin in kurzen Videos vorstellen. Die Idee: Bürgerinnen und Bürger aus NRW können sich fundiert und einfach vor der Wahl informieren.

Wie funktioniert der Kandidatencheck?

Drei Fragen, drei Antworten, drei Minuten Zeit: Die Wählerinnen und Wähler sollen sich vor der Kommunalwahl in NRW fundiert und sachlich über die Kandidatinnen und Kandidaten informieren können. Fairness, Transparenz und Chancengleichheit sind Teil des Konzepts. Die Kandidatinnen und Kandidaten haben die Möglichkeit, sich mithilfe einer speziell entwickelten Web-App vorzustellen. Alle bekommen drei identische Fragen vorgelegt, die sie in Videoform beantworten können. Für jede Antwort haben sie jeweils maximal eine Minute Zeit. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, drei weitere Fragen schriftlich zu beantworten. Der Kandidatencheck bewertet und verändert die Aussagen der Teilnehmenden nicht. Allerdings können Antwort-Videos, die über 60 Sekunden lang sind, nicht hochgeladen werden. Unser Ziel: Wir wollen eine Plattform schaffen, auf der Wählerinnen und Wähler möglichst einfach und fundiert, Kandidatinnen und Kandidaten aus ihrem Kreis, ihrer Stadt oder Gemeinde vergleichen können.

Welche Kandidatinnen und Kandidaten werden gefragt?

Der WDR kontaktiert alle Direktkandidatinnen und -kandidaten, die sich im Rahmen der NRW-Kommunalwahlen 2020 für die Ämter Bürgermeister/Bürgermeisterin, Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin sowie Landrat/Landrätin zur Wahl stellen. Die Teilnahme am Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020 ist freiwillig. Alle, die sich für eine Teilnahme entscheiden, können uns bis zum 27. Juli 2020 Videos über eine speziell entwickelte Web-App zukommen lassen. Darüber hinaus werden in dieser App den Teilnehmenden auch schriftliche Fragen gestellt.

Wie kann ich beim Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020 mitmachen?

Wir laden Sie herzlich ein, beim Kandidatencheck zur Kommunalwahl 2020 mitzumachen, wenn Sie für eines der folgenden Ämter kandidieren:

  • Bürgermeister/Bürgermeisterin
  • Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin
  • Landrat/Landrätin

Das Kandidatencheck-Team versucht, alle Kandidatinnen und Kandidaten für die oben genannten Ämter direkt via E-Mail zu kontaktieren. Sollten Sie noch keine E-Mail erhalten haben und gerne beim Kandidatencheck mitmachen wollen, dann melden Sie sich bei uns. Sie erreichen das Kandidatencheck-Team unter: wahlcheck@wdr.de

Warum dürfen Kandidatinnen und Kandidaten nur bis zum 27. Juli 2020 mitmachen?

Laut NRW-Wahlgesetz dürfen sich die Kandidatinnen und Kandidaten bis zum 27. Juli 2020 für die Kommunalwahl 2020 aufstellen lassen. Danach ist eine Anmeldung nicht mehr möglich, d.h. mit weiteren Teilnehmenden ist nach der Abgabefrist also nicht zu rechnen. Der WDR hat somit allen Kandidatinnen und Kandidaten die Chance gegeben, am diesjährigen Kandidatencheck teilzunehmen. Videos, die uns nach dem 27. Juli erreichen, können leider nicht berücksichtigt werden, da das eingegangene Material vor Veröffentlichung gesichtet und für die Onlinestellung aufbereitet werden muss.

Warum werden nicht alle Kandidatinnen und Kandidaten, sondern nur Direktkandidatinnen und -kandidaten angefragt?

Schätzungsweise lassen sich 20.000 Kandidatinnen und Kandidaten in Nordrhein-Westfalen für politische Ämter im kommunalen Bereich aufstellen. Diese Fülle an möglichen Videos können wir in Gänze nicht abdecken. Und auch für die meisten User und Userinnen wäre das überfordernd. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den Kandidatencheck für die Kommunalwahl 2020 anzupassen und uns auf die Kandidatinnen und Kandidaten für die Ämter Bürgermeister/Bürgermeisterin, Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin sowie Landrat/Landrätin zu konzentrieren. Mit mehr als 400 zu besetzenden Posten betrifft das immer noch circa 2.000 Kandidatinnen und Kandidaten.

Warum sind die Fragen gleich?

Teil unseres Konzepts ist, dass die Wählerinnen und Wähler die Aussagen der Kandidatinnen und Kandidaten vergleichen können. Alle beantworten daher die folgenden drei Fragen:

  • Was hat Ihnen die Corona-Krise gezeigt, was wollen Sie vor Ort ändern?
  • Viele junge Leute fordern mehr Klimaschutz. Teilen Sie das - und was wollen Sie konkret tun?
  • Welche weiteren Themen wollen Sie vorrangig angehen?

Alle Teilnehmenden kennen diese drei Fragen vorher und sind darüber informiert, dass Sie pro Frage maximal eine Minute Zeit für Ihre Antwort haben. Längere Antworten können in der „Kandidatencheck-App" nicht hochgeladen werden. Uns war es wichtig, dass alle Kandidatinnen und Kandidaten genau gleich viel Zeit haben, auf jede Frage und somit jedes Themengebiet einzugehen.

Warum filmen sich die Kandidatinnen und Kandidaten selbst?

Wir können so einerseits eine sichere Produktion der Videos während der aktuellen Corona-Situation gewährleisten. Andererseits erzählen diese selbst gedrehten Videos zwischen den Zeilen spannende Details über die Kandidatinnen und Kandidaten: Wie setzen Sie sich in Szene? Wo filmen Sie sich? Die Inhalte entstehen in einer eigens für den Kandidatencheck 2020 entwickelten Web-App. Diese App führt die Kandidatinnen und Kandidaten durch alle Fragen und bietet die Möglichkeit, die Videos direkt aufzunehmen oder vorproduzierte Videos auszuwählen.

Soll ich mir all diese Videos anschauen?

Sich alle knapp 2.000 Videos anzuschauen, würde tatsächlich mehrere Tage dauern. Unsere Idee ist vielmehr, dass der Kandidatencheck Wählerinnen und Wählern dabei helfen kann, sich gezielt zu informieren. Direkt auf der Startseite kann die Suche individuell eingegrenzt werden: Mit Eingabe der Postleitzahl, dem Orts- oder Kreisnamen werden alle Kandidatinnen und Kandidaten angezeigt, die für eine Kommune antreten. Videos können wir natürlich nur von denjenigen zeigen, die beim Kandidatencheck teilgenommen haben. Selbstverständlich ist es auch möglich, über unsere Suchfunktion zu schauen, wer in anderen Gemeinden antritt.

Warum dürfen die Video-Antworten nur maximal eine Minute dauern?

Auch das ist Teil des Konzepts, denn es geht uns vor allem um Chancengleichheit, Fairness und Vergleichbarkeit. Darum haben die Kandidatinnen und Kandidaten jeweils maximal eine Minute Zeit, auf jede der drei Fragen zu antworten. Sind sie mit einer Antwort nicht zufrieden, können sie die Aufnahme löschen und eine Neue erstellen. Videoantworten, die länger als eine Minute sind, können in der Kandidatencheck-App nicht hochgeladen werden. Die Teilnehmenden wurden vorab über diese Vorgaben informiert.

Wer hat die Fragen ausgesucht?

Die Fragen wurden von der Kandidatencheck-Redaktion in Zusammenarbeit mit WDR2, 1LIVE sowie den WDR Landesstudios ausgewählt und abgestimmt. Ziel war es, möglichst aktuelle Themenbereiche, in denen die Kommunalpolitik Einfluss hat, aufzugreifen sowie den Kandidatinnen und Kandidaten die Chance zu geben, sich individuell zu wichtigen Themen in speziell ihrem Kreis, ihrer Stadt oder Gemeinde zu äußern.

Wer stellt die Fragen?

Die Fragen werden den Teilnehmenden mithilfe einer Web-App, also in digitaler Form, gestellt. Diese App zeigt die Fragen auf dem Handydisplay an. Die Kandidatinnen und Kandidaten haben die Möglichkeit, in maximal einminütigen Videosequenzen zu antworten.

Werden wirklich alle Antworten ins Netz gestellt?

Der Kandidatencheck ist ein redaktionelles Projekt und wird unter journalistischen Gesichtspunkten umgesetzt. Es fällt damit unter die redaktionelle Berichterstattung und unterliegt den dafür geltenden Regelungen. Das heißt insbesondere: Meinungsäußerungen sind erlaubt (Art. 5 Abs. 1 GG), soweit sie nicht das Maß des Zulässigen überschreiten und nicht als Schmähkritik die Rechte Dritter verletzen. Außerdem darf durch die Äußerung kein Straftatbestand verwirklicht werden.

Denkbar ist, dass einige Antworten bis an die Grenze des für manche Erträglichen zugespitzt werden. Aber: Im politischen Meinungskampf hat das Bundesverfassungsgericht den Protagonisten grundsätzlich eine im Vergleich zur Alltagssprache drastischere und zugespitzte Wortwahl zugestanden. Sie darf jedoch nicht in einer Beleidigung oder Straftat enden. Wir würden daher beim Kandidatencheck redaktionell nur eingreifen, wenn es zu strafrechtlich relevanten Verstößen kommt oder offensichtlich Falsches behauptet wird. Ist das nicht der Fall, stellen wir alle Antworten in voller Länge und ohne redaktionelle Bearbeitung online.

Verändert oder kürzt der WDR die Videos der Kandidatinnen und Kandidaten?

Nein. Teil unseres Konzepts ist es, mit den politischen Inhalten der Teilnehmenden transparent und fair umzugehen. Alle Videos, die uns erreichen, werden in voller Länge und inhaltlich unverändert veröffentlicht - bis zu einer Maximallänge von 60 Sekunden pro Antwort. Ausgenommen sind nach Art. 5 Abs. 1 GG:

  • Beleidigende Äußerungen
  • Schmähkritik, die die Rechte Dritter verletzt
  • Äußerungen, die einen Straftatbestand verwirklichen

Sollten einzelne Teilnehmende mit dem Ergebnis des selbstgedrehten Videos nach der Zusendung an die Kandidatencheck-Redaktion unzufrieden sein und wollen nicht, dass das Video veröffentlicht wird, werden wir es natürlich löschen. Das würde auf dem Profil der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten vermerkt, um möglichst transparent die Gründe für ein nicht vorhandenes Video darzulegen. 

Was passiert mit den Daten?

Ein Teil der personenbezogenen Daten, die im Rahmen des Kandidatenchecks zur Kommunalwahl 2020 erhoben werden, ist allgemein zugänglich, dazu zählen: Name, Beruf, Partei, Wahlkreis, Wohnort und Geburtsdatum. Letzteres wird zur Ermittlung des Alters zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Website genutzt. Der Kandidatencheck zur Kommunalwahl darf nach aktueller Rechtslage fünf Jahre online bleiben, also bis September 2025. Persönliche Daten wie Telefonnummer, Adresse oder E-Mail-Adresse werden nur für die Korrespondenz mit den Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen des Kandidatenchecks zur Kommunalwahl 2020 verwendet. Diese Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und für keinen anderen Zweck als den genannten genutzt. Nach Abschluss des Projekts werden sie gelöscht.

Wo finde ich Untertitel?

Jedes Video wird untertitelt. Die Untertitel lassen sich im Videoplayer ein- und ausschalten.

Wie lange sind die Videos online?

Der Kandidatencheck ist während der kommenden Legislaturperiode, also die nächsten fünf Jahre, online.