Finanzminister Norbert Walter-Borjans

Norbert Walter-Borjans, nordrhein-westfaelischer Finanzminister

Das neue rot-grüne Kabinett

Finanzminister Norbert Walter-Borjans

Am Donnerstag (21.06.2012) wurde das neue Kabinett unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) vereidigt. WDR.de stellt Ihnen die Minister vor.

Norbert Walter-Borjans
MinisteriumFinanzen
ParteiSPD
Jahrgang1952
Familienstandverheiratet, vier Kinder
Konfessionkonfessionslos
BerufVolkswirt
WohnortKöln
Vorherige TätigkeitenStaatssekretär im Wirtschaftsministerium NRW, Kämmerer der Stadt Köln

Norbert Walter-Borjans leitet auch künftig das Finanzministerium. In der Landesregierung kommt dem ehemaligen Kölner Kämmerer als Finanzminister eine zentrale Rolle zuteil. Während für dieses Haushaltsjahr noch mit einer Neuverschuldung von 4,6 Milliarden Euro geplant wird, muss der Landesetat in den kommenden Jahren von Grund auf saniert werden. Für NRW gilt ab 2020 die Schuldenbremse und das damit verbundene Verbot, neue Kredite aufzunehmen.

Zentrale Ziele meiner bevorstehenden Amtszeit sind …

... Einnahmen und Ausgaben transparent und nachvollziehbar zu machen. Deutlich machen, dass Erwartungen an den Staat auch Geld kosten und die damit verbundenen Lasten nicht auf morgen verschoben werden dürfen.

Ärgern würde ich mich, wenn man in fünf Jahren über meine Arbeit sagt:

Er hat vergeblich gespart, vergeblich Raum für Investitionen geschaffen und sich vergeblich für stabile Einnahmen eingesetzt. Ein Bundesland ist keine Insel. Ohne ein stabiles Finanzgefüge in Deutschland und Europa und eine gute Konjunkturlage ist ein Finanzminister machtlos.

Von den Schulden kommt NRW nur runter, wenn ...

... wir Investitionen, Einsparungen und Einnahmenverbesserungen in das richtige Verhältnis setzen. Nur mit Ausgabenkürzungen halten wir unser Land nicht auf Spitzenniveau.

Was bei Rot-Grün besser laufen könnte, ist …

... der Aufzug im Finanzministerium.

Ein Jahr Auszeit würde ich nutzen, um …

... ein Buch über meine Erfahrungen mit all denen zu schreiben, die in einem Atemzug mehr staatliche Leistungen, niedrigere Steuern und Schuldenabbau verlangen, ohne rot zu werden. Das würde eine Tragikomödie, in der alle Schichten und Berufe vorkommen, sogar Journalisten.

Wenn ich Musik höre, dann am liebsten von …

... Edvard Grieg bis Red Hot Chili Peppers.

Stand: 27.06.2012, 06:00