Sechs Männer durch Kopfschüsse getötet

Polizeiwagen und Zelte am Tatort

Polizei schließt Mafia-Anschlag nicht aus

Sechs Männer durch Kopfschüsse getötet

Sechs Italiener sind in der Nacht zu Mittwoch (15.08.2007) in Duisburg durch Kopfschüsse getötet worden. Weil die Männer zu einer Familie aus Kalabrien gehören, schließt die Polizei eine Beteiligung der Mafia nicht aus.

Die tödlichen Schüsse fielen um 2.30 Uhr vor einem italienischen Restaurant in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes. Eine Frau hörte sie und alarmierte die Polizei, die daraufhin sofort im Umkreis von 30 Kilometern Großalarm auslöste. Wie die Ermittler mitteilten, saßen die sechs Männer im Alter von 16 bis 39 Jahren in zwei Autos mit Pforzheimer und Duisburger Kennzeichen, als die Mörder das Feuer eröffneten. Fünf der sechs unbewaffneten Opfer starben noch am Tatort, der sechste Mann erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen.

War es ein Mafia-Mord?

Nach Informationen der italienischen Polizei gehörten alle Opfer einer Familie aus der Ortschaft San Luca in Kalabrien an. Wie aus Polizeikreisen verlautete, handelt es sich bei den flüchtigen Killern um Mitglieder eines rivalisierenden Familienclans. Beide Familien lägen seit längerem im Streit.

Eine Bluttat im Bereich der Organisierten Kriminalität schloss die Duisburger Polizei nicht aus. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Tat und der kalabrische Mafia 'Ndrangheta gibt, wird noch untersucht.

Zwei Bestatter schieben eine Leiche im Leichensack zwischen Fahrzeugen her

Sechs Männer zwischen 16 und 39 Jahren erschossen

Zwei Männer wurden in der Nähe gesehen

Während die Leichen am Vormittag obduziert werden, haben Experten der Spurensicherung damit begonnen, die Autos zu untersuchen. Da zwei Männer in der Nähe des Tatortes gesehen wurden, wertet die Polizei auch die Bilder einer Überwachungskamera aus, die in der Nähe installiert war. Ob es sich bei den beiden Männern um die Mörder handelt, ist nicht klar.

Stand: 15.08.2007, 12:05