Welche elektrische Kaffeemühle überzeugt im Praxistest?

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Für uns testen der Kaffeesommelier Georg Hempsch, Barista Miriam Reiner sowie die passionierten Kaffeetrinkerinnen Katja Joussen und Mara Eli vier Kaffeemühlen:

- WMF, Skyline, ca. 110 Euro
- KYG, Mini Grinder, ca. 25 Euro
- DeLonghi, KG 79, ca. 80 Euro
- Melitta, Molino, ca. 51 Euro

Die Profis testen die Maschinen auf mittlerer Einstellung, die beiden Kaffeeliebhaberinnen möchten besonders feinen Kaffee.

Skyline von WMF
Der erste Eindruck unserer Tester ist gut: Kegelmahlwerk aus Stahl, 12 Stufen beim Mahlgrad und Portionsschalter für bis zu 10 Tassen. Weiterer Vorteil: Die Mühle ist durch den großen Trichter gut zu befüllen. Die Maschine arbeitet nicht leise, dafür aber schnell, bemerken unsere Tester. Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden: Die Bohnen seien gleichmäßig gemahlen, es gebe keine Klümpchen.

Mini Grinder von KYG
Es gibt nur einen Schalter zum An- und Ausmachen. Das war es“, stellt Kaffeesommelier Georg Hempsch fest. Davon, dass er den Mahlgrad nicht einstellen kann, ist er wenig begeistert. Letztendlich kann man unterschiedlich gemahlenes Mehl nur durch die Verweillänge in der Maschine bestimmen. Weiteres Manko: Die Mühle besitzt ein Schlagmesser, laut Experte Georg Hempsch die „schlechteste Methode“ Kaffee zu mahlen. „Das Schlagmesser hat den Nachteil, dass es sehr schnell überhitzt. Das heißt, meine Kaffeebohne verbrennt und ich bekomme bitteren Kaffee“, erläutert Barista Miriam Reiner. Tatsächlich wird das Kaffeepulver beim Mahlen warm, kritisiert Katja Joussen. Der größte Nachteil der Maschine sei jedoch der sehr ungleiche Mahlgrad des Kaffees. „Ich sehe sehr große Stücke drin und sehr feinen Kaffee“. „Das gibt keinen schönen, ausbalancierten Kaffee“, fasst Kaffeesommelier Hempsch zusammen.

KG 79 von DeLonghi
Bei dieser Maschine finden unsere Tester eine Mahlgrad-Einstellung. Auch die Anzahl der gewünschten Tassen kann man eingeben. Die Maschine verfügt über ein Scheibenmahlwerk. Die KG 79 ist im Betrieb recht laut. Das größte Manko ist jedoch der ungleichmäßig gemahlene Kaffee. „Kein schönes, ebenes Bohnenbild. Ich habe Klümpchen und sehr große Stücke“, bemängelt Barista Miriam Reiner. Kein Kaffeemehl für die morgendliche Tasse Kaffee, so ihr Urteil.

Molino von Melitta
Die kompakte Bauweise gefällt unseren Testerinnen, da die Maschine dadurch wenig Platz in der Küche beansprucht. Tassenmenge und Mahlgrad können eingestellt werden und die Maschine besitzt ein Scheibenmahlwerk. Die Molino ist ähnlich wie die Skyline von WMF: Laut, aber sehr schnell. Doch das Resultat ist nicht vergleichbar: Unsere Tester finden größere Partikel und feines Pulver im Kaffeemehl. „Kein optimales Ergebnis“, bilanziert Barista Miriam Reiner.

Der Testsieger
Alle Tester sind sich einig: Der Favorit heißt Skyline von WMF. Die Maschine sei sehr bedienerfreundlich, arbeite schnell und mahle das Mehl wunschgemäß, fassen unsere Tester zusammen.

Stand: 28.09.2020, 17:43 Uhr