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Bericht des Jugendschutzbeauftragten

30.06.2012

Bericht des Jugendschutzbeauftragten

Piel: Anforderungen an den Jugendschutz durch frei zugängliches Internet enorm gestiegen / Keine Verstöße gegen Jugendschutz in WDR-Angeboten

Intendantin Monika Piel hält die Bestimmungen des Jugendmedienschutzes für Hörfunk und Fernsehen für ausreichend wirksam, sieht aber zugleich "enorm gewachsene Herausforderungen" für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz durch das frei zugängliche Internet. Kinder und Jugendliche hätten mittlerweile im Internet nicht nur zu relevanten, sondern auch zu gefährlichen und beeinträchtigenden Inhalten freien Zugang. Anders als im Netz seien die vorhandenen Regulierungen und Instrumente des Jugendmedienschutzes im Bereich Hörfunk und Fernsehen nach wie vor effizient und wirksam, sagte Piel anlässlich der Präsentation des Jugendmedienschutzberichtes im Rundfunkrat des Senders. Neben der Beachtung des Jugendmedienschutzes sei der WDR mit seinen Beiträgen, Sendungen und Programmen "wichtiger Begleiter, Wegweiser und Aufklärer in der nicht so leicht zu durchschauenden Medienwelt".

Ruth Hieronymi, Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats, hob die Bedeutung der Themen Jugendmedienschutz und Förderung von Medienkompetenz hervor, die beim letzten Treffen des Programmausschusses des Rundfunkrats mit dem Programmausschuss der Medienkommission der Landesanstalt für Medien im Mittelpunkt gestanden haben: "Es kommt jetzt sehr darauf an, Lösungen für eine Verbesserung des Jugendmedienschutzes vor allem im Internet zu finden. Dies ist eine dringliche medienpolitische Aufgabe, die die Gremien in ihren Diskussionen verstärkt angehen. Gerade auf diese Herausforderung freue ich mich, wenn die Berichte des Jugendschutzbeauftragten immer wieder dokumentieren können, dass der Jugendmedienschutz zum publizistischen Selbstverständnis des WDR gehört."

Nach den Worten des Jugendschutzbeauftragten Rainer Assion gab es auch im WDR-Programmangebot 2011 keine Verstöße gegen die Vorschriften des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages oder die ARD-Richtlinien zur Sicherung des Jugendschutzes im Programm. "Wenngleich im Redaktionsalltag der Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht selten mit der journalistischen Informationspflicht bzw. der künstlerischen Freiheit konkurriert, werden die notwendigen Entscheidungen in den Redaktionen kompetent und souverän getroffen", sagte Assion. Die Zusammenarbeit mit ihm, dem Jugendschutzbeauftragten, und dem Justiziariat des WDR werde von allen Redaktionen im WDR gesucht und geschätzt.

Ein wichtiger Aspekt des Jugendmedienschutzes sei auch die Medienbildung und Förderung von Medienkompetenz, betonte Assion. Der WDR biete in seinen Programmen und im Internet eine Fülle von Beiträgen, Sendungen und Seiten, die sich mit allen Facetten der digitalen Medienwelt befassten. Darüber hinaus biete er eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten an, in denen Kindern und Jugend-lichen Produktionsabläufe in den Medien und der Umgang mit Inhalten vermittelt werde. Beispiele hierfür sind die "WDR-Kinder-welt" und das geplante "WDR-Jugendstudio" für 12- bis 18-Jährige. Diese Angebote nutzen mittlerweile Jahr für Jahr mehr als 10.000 Kinder.