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Pressemitteilung 19. Dezember 2017

Pressemitteilung 19. Dezember 2017

WDR-Rundfunkrat genehmigt ausgeglichenen Sender-Haushalt für 2018 / künftiges Defizit trotz Sparbemühungen absehbar / Plädoyer für politischen Rückhalt

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats

Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats

Köln / 19.12.2017. Der WDR-Rundfunkrat hat in seiner heutigen Sitzung den Haushalt des Senders für das kommende Jahr und die Finanzplanung bis 2021 genehmigt. Dabei klaffen in den kommenden Jahren jeweils Lücken zwischen den Erträgen – diese stammen vor allem aus Rundfunkbeiträgen sowie aus dem Verkauf von Werbezeit im Hörfunk – und den geplanten Aufwendungen. Für 2018 und 2019 können diese Lücken noch durch eine finanzielle Reserve geschlossen werden, danach allerdings könnte sich bis Ende 2021 ein Defizit von rund 178 Mio. Euro ergeben.

„Der WDR-Rundfunkrat unterstützt den Sender seit Jahren bei seinen umfassenden Bemühungen, Kosten zu senken und sich zukunftsfest aufzustellen“, sagt der Vorsitzende des Gremiums, Andreas Meyer-Lauber. So verweist der WDR in seiner aktuellen Pressemitteilung auf den Abbau von 500 Stellen, den der Sender von 2016 bis 2020 durchführt, sowie auf weitere Einsparungen. „Dass der wirtschaftliche Ausblick gleichwohl negativ ausfällt, liegt wesentlich an Faktoren, die der WDR nicht beeinflussen kann“, betont Meyer-Lauber. So hätten sich unter anderem mehr Menschen als erwartet vom Rundfunkbeitrag befreien lassen.

„Für den Rundfunkrat steht jedoch der Erhalt eines qualitativ hochwertigen, unabhängigen Programmangebots im Mittelpunkt“, sagt der Vorsitzende. Das Gremium erhoffe nicht zuletzt für den WDR, aber auch für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt stärkeren Rückhalt durch die politischen Entscheidungen, die 2018 anstehen. Dazu gehört der Beschluss der Ministerpräsident/innen zum künftigen Auftrag und zur künftigen Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Meyer-Lauber: „Das Gesamtprogramm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist konstitutiv für unsere Demokratie. Es muss weiterhin staatsfern und bedarfsgerecht finanziert werden und es ist dahingehend zu stärken, dass es auch die junge Generation wieder viel besser erreichen kann.“

Zum laufenden Reformprozess hat sich der WDR-Rundfunkrat bereits mit einer eigenen Stellungnahme positioniert, der vollständige Text findet sich auf der Internetseite des Gremiums.

Nachfragen an
Claudia Reischauer
Leiterin Geschäftsstelle WDR-Rundfunkrat
Tel: 0221/220-5604, rundfunkrat@wdr.de