Gewerkschaften haben im WDR erneut zum Streik aufgerufen

Die Gewerkschaften haben zum Warnstreik unter anderem in den Landesstudios wie hier in Düsseldorf aufgerufen.

Gewerkschaften haben im WDR erneut zum Streik aufgerufen

Zwei Mal hatten die Gewerkschaften in der vergangenen Woche alle WDR-Mitarbeiter*innen zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen. Die Warnstreiks hatten auch Auswirkungen auf das Programm.

Bevor sich die Tarifparteien am Freitag, den 23. August 2019, zur nächsten Verhandlungsrunde trafen, hatten die Gewerkschaften alle Mitarbeiter*innen des WDR erneut zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordern unter anderem, dass sich die Tarifsteigerungen beim WDR weiter am Öffentlichen Dienst orientieren. Es war der zweite Streik in der vergangenen Woche.

Aufgrund des Streiks ist es zu Einschränkungen im Programm gekommen: am 20. August beim "ARD-Morgenmagazin", der Nachmittagssendung "Hier und heute", den Hörfunk-Nachrichten und den "Lokalzeit"-Wiederholungen in der Nacht, am 22. August bei „Live nach neun“. Statt der Live-Sendung war im Ersten eine Best-of-Sendung zu sehen. Darüber hinaus gab es Auswirkungen im WDR Hörfunk ("Der Tag um 12", WDR 5 "Westblick", "Quarks"), im Onlinebereich und im WDR Fernsehen. In WDR aktuell um 12.45 musste an diesem Donnerstag der Sport-Block ausfallen, am Nachmittag außerdem das Magazin "Hier und Heute".

WDR-Verwaltungsdirektorin Dr. Katrin Vernau: "Noch in dieser Woche findet die nächste Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften statt, der wir aufgeschlossen entgegensehen. Um einen erfolgreichen Abschluss zu erzielen, müssen sich beide Seiten aufeinander zubewegen. Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in NRW gerecht wird."

Bislang konnten sich die Gewerkschaften und der WDR noch nicht einigen, da die jeweiligen Forderungen bzw. Angebote weit auseinanderliegen. Der WDR ist bereit, bei den Gehältern auf die Gewerkschaften zuzugehen, wenn diese im Gegenzug Änderungen an der Gehaltsstruktur zustimmen.

Stand: 22.08.2019, 11:23