Otto-Brenner-Preis für "docupy"

Schrift-Logo

Otto-Brenner-Preis für "docupy"

Das Cross-Media-Projekt "docupy" von WDR und bildundtonfabrik (btf) hat den Otto-Brenner-Preis als bestes Medienprojekt für #Ungleichland gewonnen. Die Jury lobte das zehnköpfige Team dafür, "ein bisher einzigartiges Medienprojekt auf die Beine gestellt zu haben".

Der Otto-Brenner-Preis wird jährlich von der Otto-Brenner-Stiftung, der Wissenschaftsstiftung der IG Metall, zur "Förderung eines kritischen Journalismus" vergeben. Mit ihrem Preis für das beste Medienprojekt würdigt die Stiftung innovative und wegweisende Medienprojekte.

Das Team von "docupy" besetzt gesellschaftspolitische Themen mehrere Monate dokumentarisch in Fernsehdokus und in Clips online - auf Twitter, Facebook und Instagram. Nachdem das docupy-Team 2018 das Thema Ungleichheit mit Dokus und Online-Clips und dem #Ungleichland bearbeitet hat, geht es seit September 2018 um das Thema #Heimatland. Das Team fragt: Wer ist deutsch? Wer gehört dazu? Und was wollen wir sein: Heimat für jeden? Teil von Europa? Oder eine starke Nation, die ihre Grenzen schließt? Was stiftet Identität? Welche Werte wollen wir verteidigen?

Gestartet hat das "docupy"-Team mit einer Aktion in Chemnitz. Nach den Demonstrationen haben die "docupy"-Reporter Menschen vor Ort und auch Bundestagsabgeordnete gefragt: "Begegnen Sie Neonazis im Alltag?"

In der Online-Rubrik "Religion Talks" bringt docupy zwei Menschen unterschiedlicher Religion zusammen. Sie teilen eine Gemeinsamkeit. So treffen sich zum Beispiel eine Nonne und eine Muslima. Beide tragen ein Kopftuch und reden über Vorurteile und Haarpflege. Weitere Online-Aktionen sind geplant, in denen der Begriff Heimat und Werte in Deutschland hinterfragt werden. Ergebnisse und Reaktionen der Online-Aktionen werden auch in zwei Fernseh-Dokumentationen unter dem Titel "Heimatland" fließen, die nächstes Jahr im WDR und in der ARD ausgestrahlt werden.

Zum Team von docupy gehören Julia Friedrichs, Leonie Heling, Fabienne Hurst, Nicole Kohnert, Sara Lienemann, Eva Müller, Nora Nagel, Nicole Ripperda, Michael Schmidt und Andreas Spinrath.

Stand: 19.11.2018, 15:24