WDR-Hoffnungen auf "Lola" und "Romy"

Joseph Beuys 1982

WDR-Hoffnungen auf "Lola" und "Romy"

Die Deutsche Filmakademie hat die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018 bekanntgegeben. Drei WDR-Koproduktionen können sich Hoffnungen auf eine "Lola" machen. "Beuys" von Andres Veiel ist sogar in drei Kategorien nominiert. Auch für den österreichischen Filmpreis "Romy" ist der WDR im Rennen.

Die WDR-Koproduktion "Beuys" von Regisseur Andres Veiel ist von der Deutschen Filmakademie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in gleich drei Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert worden. Der Dokumentarfilm des Berliners handelt vom Leben und künstlerischen Schaffen des 1986 verstorbenen Aktionskünstlers Joseph Beuys. Nominiert wurde das Werk von Veiel in den Kategorien "Beste Filmmusik", "Bester Schnitt" und "Bester Dokumentarfilm". Die Redaktion haben Martina Zöllner und Simone Reuter (SWR) sowie Christiane Hinz (WDR).

Ebenfalls im Rennen um eine "Lola" für die beste männliche Hauptrolle ist Oliver Masucci, der in der WDR-Koproduktion "Herrliche Zeiten" einen zynischen Schönheitschirurgen spielt. In "Herrliche Zeiten" wirft Regisseur Oskar Roehler einen Blick hinter die Kulissen einer saturierten Gesellschaft, die ihren Wohlstand auf Ausbeutung und Gier stützt. Produziert wurde der Film von Molina Film in Koproduktion mit der Tele München Gruppe, des WDR (Redaktion Barbara Buhl, Götz Schmedes) und ARTE (Redaktion Andreas Schreitmüller).

Hunger nach Abenteuer

In der Kategorie "Bester Schnitt" ist die WDR-Koproduktion "Es war einmal Indianerland" nominiert, ein Film von Regisseur Ilker Çatak über die Träume der Jugend, das Durchbrechen der Grenzen und das Wagnis des Lebens. In diesem psychedelischen Genreremix eskaliert der Hunger nach Abenteuer: Es wird geliebt, geboxt, geweint und gelacht. "Es war einmal Indianerland" ist eine Produktion der Riva Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk (Redaktion Lucia Keuter) dem Hessischen Rundfunk (Redaktion Jörg Himstedt) und ARTE (Redaktion Georg Steinert).

Der Deutsche Filmpreis wird seit 1951 vergeben: bis 1998 durch das Innenministerium, seit 1999 durch die Beauftragte oder den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die 68. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 27. April 2018 in Berlin statt. Mit fast drei Millionen Euro ist der Filmpreis die höchstdotierte Kulturauszeichnung in Deutschland. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury aus Mitgliedern der Deutschen Filmakademie.

"Happy End" von Haneke im Rennen um "Romy"

Hoffnungen auf den österreichischen Fernseh- und Filmpreis "Romy" gibt es für die WDR-Kinokoproduktion "Happy End". Der Film von Michael Haneke ist in den Kategorien "Bester Produzent Kinofilm" und "Beste Bildgestaltung Kino-Film" nominiert. Produziert wurde "Happy End" von Margaret Menegoz für LES FILMS DU LOSANGE (Frankreich), Michael Katz und Veit Heiduschka für WEGA FILM (Österreich) und Stefan Arndt für X FILME (Deutschland). Der Film entstand auf deutscher Seite in Koproduktion mit dem federführenden WDR (Redaktion: Barbara Buhl), dem BR (Redaktion: Bettina Ricklefs, Carlos Gerstenhauer) und ARTE (Redaktion: Andreas Schreitmüller).

Ursprünglich 1990 als reiner Fernsehpreis initiiert, berücksichtigen die "Romys" seit 2010 auch Leistungen im Bereich Kino. Die Preisverleihung findet am 7. April in der Wiener Hofburg statt.

Grimme für Berlin-Krimi

Mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet wird die ARD/Sky-Serie "Babylon Berlin", eine Adaption der historischen Kriminalromane von Volker Kutscher, die vom WDR redaktionell mitverantwortet wird. "Babylon Berlin" ist eine Produktion von X Filme Creative Pool in Ko-Produktion mit ARD Degeto, Beta Film und Sky. Die Serie wurde im vergangenen Jahr auf Sky ausgestrahlt, in diesem Jahr läuft sie im Ersten. Verantwortliche Redakteure von "Babylon Berlin" sind Christine Strobl, Sascha Schwingel und Carolin Haasis (ARD Degeto), Gebhard Henke und Caren Toennissen (WDR), Marcus Ammon und Frank Jastfelder (Sky Deutschland). Produzenten für X Filme sind Stefan Arndt, Uwe Schott und Michael Polle, Koproduzenten für Beta Film sind Jan Mojto und Dirk Schürhoff. Die Grimme-Preisverleihung findet am 13. April 2018 in Marl statt.

Stand: 15.03.2018, 16:38