Kult auf vier Rädern – Die Ente wird 70

Kult auf vier Rädern – Die Ente wird 70

Von Alexander Löher

"Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen" spottete die französische Presse bei der Enthüllung des Citroën 2CV auf dem Pariser "Autosalon" am 7. Oktober 1948. Aber die Menschen mögen das Auto und geben ihm in Deutschland den liebevollen Namen "Ente". Zu derem 70. Geburtag haben wir tolle Fotos dieses Klassikers und anderer knuffiger Kultautos zusammengestellt.

Kultautos

Wie gemacht für gemeinsame Spitztouren: 1949 läuft der erste Citroën 2CV vom Band, unsere "Ente". Wegen des hohen Kultfaktors dieses Gefährts sind auch heute noch viele Exemplare auf unseren Straßen zu bestaunen.

Wie gemacht für gemeinsame Spitztouren: 1949 läuft der erste Citroën 2CV vom Band, unsere "Ente". Wegen des hohen Kultfaktors dieses Gefährts sind auch heute noch viele Exemplare auf unseren Straßen zu bestaunen.

Die Ente ist perfekt für Entdecker mit kleinem Geldbeutel. Der Anschaffungspreis ist moderat und dank einfacher Technik gibt es auch bei den Unterhaltskosten keine bösen Überraschungen.

Deswegen ist die Ente auch sehr beliebt bei Studenten. Und wer eine Ente fährt, drückt damit auf eine charmante Art eine konsumkritische Lebenshaltung aus.

Am 27. Juli 1990 verlässt die letzte Ente die Produktionshalle in Portugal. Insgesamt werden über fünf Millionen Stück gebaut.

Der Ford Fiesta '76 ist der erste Kleinwagen von Ford. Henry Ford persönlich suchte sich den Namen für das neue Modell aus. Zum einen mag er die Alliteration mit dem Firmennamen, zum anderen möchte er die neue Verbindung zu Spanien zum Ausdruck bringen. Für den Fiesta ist nämlich eine große Produktionsstätte in Valencia entstanden.

Der VW Käfer ist vielleicht das Kultauto schlechthin. Sensationelle 21,5 Millionen Fahrzeuge verkauft Volkswagen im Zeitraum von 1938 bis 2002. Kein Unternehmen verkaufte je mehr Autos.

Auch WDR 4-Musikredakteur Tom Petersen fährt 1976 ein echtes Kultauto: den legendären VW Käfer. Hier verbringt er damit seine wohlverdienten Ferien in Südfrankreich.

Die BMW Isetta ist ein sogennnantes Rollermobil auf drei Rädern, das zwischen 1955 und 1962 gebaut wird. Hintergrund ist, dass nach dem Zweiten WeltKkrieg für viele Menschen kein "richtiges" Auto infrage kommt. Heute gilt die Isetta als ein zeithistorisch interessantes Stück Automobilgeschichte.

Der Golf GTI erblickt 1975 das Licht der Welt. Überraschenderweise wird der erste GTI zu einem Verkaufsschlager und ebnet den Weg für spätere sogenannte "Hot Hatches" – das sind sportliche Kompaktwagen mit ordentlich PS unter der Haube. Der GTI genießt heute echten Kultstatus und ist nach wie vor ein beliebtes Objekt von Tuningfreunden.

Heute Kult, damals eine echte Herausforderung: Der Fiat 500 ist nämlich anfangs ziemlich spartanisch ausgestattet. Die Scheiben können zum Beispiel gar nicht heruntergekurbelt werden. Sattdessen kommt die Frischluft nur durch die Ausstellfenster in den Türen und Luftschlitze in der Karosserie.

Zur Markteinführung des Renault 4 im Jahr 1961 fahren 200 weiße Exemplare am Eiffelturm vorbei. Ein echter Marketing-Clou. Nicht nur junge Leute schätzen ihn, sondern auch die spanische und die französische Polizei geht mit dem R4 bis weit in die 90er Jahre auf Verbrecherjagd.

Klein, kultig und ganz schön flott: der Mini. Zwischen 1959 und 2000 werden über fünf Millionen Fahrzeuge gebaut. Und in der Zeit wird der Urspungs-Mini nur in einigen Details verändert.

Stand: 04.10.2018, 13:04 Uhr