NRW-Zugverkehr läuft weitgehend wieder

Sturmtief Niklas-Menschen am HBF

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NRW-Zugverkehr läuft weitgehend wieder

  • Nach dem Orkantief "Niklas" in NRW läuft der Zugverkehr wieder
  • Einzelne Verbindungen fallen noch aus oder sind verspätet
  • Auch Mittwoch sind noch Stumböen möglich
  • Landesweit mehr als 3.400 Einsätze

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15:05 Uhr: Das NRW-Innenministerium hat eine erste Bilanz nach Orkan "Niklas" gezogen. Bis in den frühen Mittwochmorgen hinein sei die Feuerwehr zu insgesamt 3.400 Einsätzen ausgerückt. Nahezu alle Städte und Gemeinden im Lande hätten ein stark erhöhtes Einsatzaufkommen der Feuerwehren verzeichnet, so das Ministerium. Es mussten umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und Bahnstrecken geräumt und Gebäudedächer oder Baustellenbeschilderungen gesichert werden. Die Einsatzschwerpunkte lagen demnach in den Kreisen Gütersloh, Lippe und Paderborn, in der Stadt Köln sowie im Oberbergischen Kreis. Minister Jäger dankte allen Kräften der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen und des Technischen Hilfswerks (THW) für ihren unermüdlichen Einsatz.

12:53 Uhr: Noch immer kommt es im Nahverkehr zu einzelnen Ausfällen und Verspätungen, wie eine Bahnsprecherin dem WDR sagte. Vor allem sei aber der Fernverkehr betroffen, insbesondere die Verbindungen nach Süddeutschland. "Wir setzen alles daran, dass auch der Fernverkehr ab morgen wieder im Takt ist", so die Sprecherin. Der Gründonnerstag sei mit einer der stärksten Reisetage an Ostern.

12:20 Uhr: Nach Angaben des WDR-Wetterstudios war das Sturmtief "Niklas" fast so stark wie der Orkan "Kyrill", der am 18. Januar 2007 ganz Deutschland in Mitleidenschaft gezogen hatte. So seien am Dienstag zum Beispiel auf dem Kahlen Asten 117 Stundenkilometer ("Kyrill": 137 Stundenkilometer) und in Unna 115 Stundenkilometer ("Kyrill": 131 Stundenkilometer) gemessen worden. Die stärksten Böen in NRW wurden am Dienstag in Kalterherberg und Gütersloh mit einer Geschwindigkeit von 126 Stundenkilometern registriert.

09:39 Uhr: Auf den Sturm folgt der Schnee - in der Nacht hat Schneeglätte auf Autobahnen in Ostwestfalen für zahlreiche Unfälle gesorgt. Die Polizei zählte innerhalb von sieben Stunden 16 Unfälle. Fünf Menschen wurden schwer verletzt, einer leicht. Auf der A2 bei Herford kam ein 26 Jahre alter Autofahrer mit seinem Wagen ins Schleudern. Das nur mit Sommerreifen bestückte Auto kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der Fahrer und zwei Mitfahrer wurden schwer verletzt.

09:00 Uhr: "Alle Strecken in NRW sind wieder befahrbar, alle Unwetterschäden sind beseitigt", sagte ein Bahnsprecher dem WDR. Es würden zwar alle Linien wieder bedient, allerdings stünden noch nicht alle Züge wieder am richtigen Einsatzort. "Deshalb kommt es im Nahverkehr noch zu einzelnen Ausfällen und Verspätungen."

Auch im Fernverkehr fallen Züge aus. Betroffen sind zum Beispiel Verbindungen von Dortmund nach München und Stuttgart. Im Laufe des Tages soll sich die Lage aber weiter normalisieren, so der Bahn-Sprecher.

07:06 Uhr: Die Züge im Nah- und Fernverkehr in NRW fahren nach Angaben der Bahn wieder weitgehend planmäßig. "Alle Hauptstrecken sind wieder befahrbar", sagte eine Bahn-Sprecherin in Berlin. Einzelne Verbindungen fielen aber noch aus oder waren verspätet. Nicht alle Züge stünden am richtigen Einsatzort. Im Laufe des Tages sollte sich die Lage aber weiter normalisieren, sagte die Sprecherin. An einzelnen Stellen beseitigte die Bahn noch Unwetterschäden.

21:02 Uhr: Bei der Landesleitstelle in Duisburg liegt noch keine abschließende Unwetterbilanz vor. Fest stehe nur, dass es mehrere Verletzte gegeben habe, so ein Sprecher.

20:54 Uhr: Zum Erliegen des Bahnverkehrs in NRW liegen weitere Stellungnahmen aus der Politik vor. Christof Rasche, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, erklärt: "Die Pendler haben mit Recht die Erwartung an die Deutsche Bahn, dass wenigstens die Kernachsen zeitnah freigegeben werden." Die Bahn müsse ihr Krisenmanagement noch einmal gründlich prüfen und analysieren, ob sie ausreichend auf ein Unwetter vorbereitet sei. Rolf Beu, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen, sagte: "Die DB muss sich doch die Frage gefallen lassen, ob dieser Schritt verhältnismäßig war, zumal die privaten Anbieter weiter ihre Routen bedienen." Eine räumlich begrenzte Sperrung der besonders betroffenen Regionen hätte beispielsweise verhindern können, dass tausende Pendler an den Bahnhöfen stranden.

19.18 Uhr: Bei Aufräumarbeiten nach dem Sturm Niklas sind in Neunkirchen-Sellscheid drei Feuerwehrleute verletzt worden. Einer von ihnen erlitt lebensgefährliche Verletzungen, so die Feuerwehr. Wegen der starken Windböen habe ein Rettungshubschauber nicht eingesetzt werden können.

18.34 Uhr: Am Flughafen Köln/Bonn sind in den vergangenen Stunden drei Maschinen gelandet, die wegen Sturm Niklas umgeleitet werden mussten. Die Flieger hatten eigentlich in Hahn und Luxemburg landen sollen. Ein Flieger mit Ziel Köln/Bonn landete ungeplant am Airport Weeze am Niederrhein.

17.46 Uhr: Die Deutsche Bahn nimmt langsam ihren regionalen Zugverkehr in NRW wieder auf. Die ersten Züge sollen gegen 17 Uhr auf die Strecke gegangen sein. Wo und wann die ersten Züge verkehren, konnte ein Sprecher der Bahn nicht sagen: "Wir sind noch sehr weit entfernt vom Fahrplan." Im Fernverkehr sollen wieder alle Bahnhöfe im Land erreicht werden. Auch dort gebe es aber immer noch viele Verspätungen, so das Unternehmen.

17.17 Uhr: Im WDR-Verkehrsstudio gibt es wieder weniger sturmbedingte Warnmeldungen. Autofahrer sollten aber weiterhin vorsichtig fahren.

16.51 Uhr: Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im NRW-Landtag, Klaus Voussem, kritisiert die Deutsche Bahn. Weil die Sicherheit der Bahnkunden vorgehe, habe er zwar Verständnis dafür, den Betrieb vorübergehend einzustellen. "Die Verantwortlichen müssen sich allerdings fragen lassen, ob man im Verkehrsland NRW mit einer besseren Gehölzpflege an den Bahnschienen ein solches Verkehrschaos nicht verhindern kann. Da geschieht an vielen Stellen zu wenig."

16.19 Uhr: Die 4.500 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg haben wegen des Sturms schon um 15:00 Uhr Dienstschluss bekommen. So soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sicher nach Hause zu kommen. Eine Sprecherin der Stadt geht aber davon aus, dass nicht alle Mitarbeiter von dieser Regelung Gebrauch machen werden.

15.48 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst aktualisiert seine Unwetterwarnung für NRW: Im östlichen Münsterland und in Ostwestfalen kann es weiterhin orkanartige Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern auftreten. Auch in den Hochlagen der Mittelgebirge sollen orkanartige Böen und Orkanböen bis zu 120 km/h auftreten. Erst gegen Abend werde sich der Sturm abschwächen. Auch der Wetterdienst "MeteoGroup" geht davon aus, dass der Höhepunkt des Sturms am Dienstagabend erreicht sein wird. In der Nacht und am Mittwoch müsste aber immer noch mit schweren Sturmböen gerechnet werden.

15.15 Uhr: Auf mehreren Autobahnen im Land mussten Mitarbeiter von Straßen.NRW im Laufe des Tages umgestürzte Bäume beseitigen, unter anderem auf der A2 bei Bottrop, der A4 bei Overrath und der A52 bei Essen.

14.43 Uhr: Höhenretter der Kölner Feuerwehr sicherten Teile eines Rauchabzugs an einem Gebäude des Sportparks Müngersdorf, die sich durch den Sturm gelöst hatten und herabzustürzen drohten.

14.27 Uhr: Ein Sprecher der Bahn in Düsseldorf erklärt dem WDR, heute fährt definitiv kein Regionalzug mehr. Der Betrieb soll, wenn möglich, voraussichtlich zwischen drei und fünf Uhr am Mittwochmorgen (01.04.2015) wieder aufgenommen werden. Nach Angaben des Unternehmens nutzen in NRW täglich 1,3 Millionen Reisende Busse und Bahnen der Deutschen Bahn.

14.10 Uhr: Am Stadtrand von Köln musste die Stadtbahn-Linie 1 der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) Richtung Bensberg für eine halbe Stunde gesperrt werden, nachdem ein Baum umgekippt war. Die Kölner Seilbahn, die von der KVB betrieben wird, steht seit vergangenem Donnerstag durchgehend still, weil der Wind seitdem zu stark bläst. "Das haben wir noch nicht erlebt", sagte KVB-Sprecher Franz Wolf Ramien.

13.03 Uhr: Der für heute Abend geplante Renntag in Krefeld ist wegen des Sturmtiefs aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

13.01 Uhr: Der Landesbetrieb Straßenbau.NRW meldet weitere Sperrungen: Die B1 bei Schieder-Schwalenberg musste für 30 Minuten gesperrt werden, weil sie überflutet war. Im Raum Südwestfalen wurden vorsorglich Straßen wegen "Windbruchgefahr" gesperrt.

12.50 Uhr: Mittlerweile ist die Sperrung der A45 von Hagen in Richtung Gießen zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Nord aufgehoben. Nicht weit davon hatte sich ein weiteres Unglück durch den Sturm ereignet: Auf der Baustelle der neuen Lennetalbrücke der A45 bei Hagen war ein Baugerüst umgefallen. Zwei Arbeiter stürzten in die Tiefe. Einer der Arbeiter kam glimpflich davon, der andere brach sich ein Bein.

12.39 Uhr: Zu den Problemen der Deutschen Bahn äußert sich ein Sprecher des Verkehrsministeriums gegenüber dem WDR: "Das ist vor allem ein Problem der Bahn. Wir hoffen, dass die Bahn so schnell wie möglich alle Schäden repariert bekommt." Warum der Bahnverkehr nur in NRW eingestellt wurde, darüber lagen dem Verkehrsministerium keine Erkenntnisse vor.

12.20 Uhr: Die regionale Bahngesellschaft Abelio Rail, eine Tochtergesellschaft der niederländischen Staatsbahn plant noch keine Einstellung des Zugverkehrs. "Es sei denn, es besteht Gefahr für Leib und Leben", sagt ein Abelio-Sprecher. Probleme durch herabgefallene Äste räumt das Unternehmen allerdings auf der Strecke des RE16 zwischen Essen und Siegen in Höhe Witten ein.

Drei junge Frauen auf der Domplatte in Köln

Kampf gegen den Sturm auf der Domplatte in Köln

12.16 Uhr: Insgesamt hat sich der Sturm etwas abgeschwächt im Vergleich zum Vormittag, meldet der Wetterdienst "MeteoGroup". Trotzdem muss im ganzen Land weiter mit Windstärken von 80 bis 90 Kilometer pro Stunde gerechnet werden, örtlich bei starken Schauern sogar mit orkanartigen Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde. "Entwarnung gibt es weder für den Nachmittag noch für den Mittwoch", sagt Meteorologe Thomas Sävert. "Was heute an den Bäumen angeknackst ist, kann dann wegen starker Winde immer noch runterfallen."

12.01 Uhr: Bei vielen regionalen Bahngesellschaften wie Abelio, Westfalenbahn oder Eurobahn sind die Internetseiten schwer zu erreichen. Die Eurobahn teilt mit, dass die von ihr bedienten Linien RE3 über Düsseldorf und Duisburg sowie RB59 von Mnster nach Bielefeld bereits eingestellt wurden. Aktuell läuft eine Krisensitzung, ob auch die anderen Linien eingestellt werden müssen. Beispielsweise fährt die RE13 von Venlo über Wuppertal nach Hamm noch.

11.45 Uhr: Das WDR-Verkehrsstudio meldet: Die Rheinbrücke der B220 bei Kleve ist wegen des Sturms gesperrt. Auf der A46 bei Wuppertal sind umgekippte Warnbaken in der Baustelle die Ursache für Stau und stockenden Verkehr. Zwischen Düsseldorf-Bilk und Neuss-Uedesheim ist die A46 wegen eines quer stehenden Lastwagens auf der Fleher Brücke gesperrt. Ab Düsseldorf-Holthausen gibt es acht Kilometer Stau.

11.26 Uhr: Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sind bisher keine Einschränkungen bekannt. Zum Beispiel fahren Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen der Rheinbahn Düsseldorf ohne Probleme. "Da hatten wir bisher wohl Glück", sagt ein Rheinbahn-Sprecher. Auch die Wuppertaler Schwebebahn ist in Betrieb.

10.55 Uhr: Die Deutsche Bahn stellt den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Sturmauswirkungen für heute komplett ein. Züge im Fernverkehr verkehrt nach WDR-Informationen "sporadisch". Die Fernverkehrsstrecken zwischen Dortmund und Köln über Düsseldorf und Wuppertal sind noch immer gesperrt. Die Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich im Internet über ihre Fahrt zu informieren. Informationen zur aktuellen Betriebslage können unter www.bahn.de/aktuell oder unter m.bahn.de abgerufen werden. Weitere Informationen gibt es auch unter der Hotline 0180 6 996633 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Mobil max. 60 ct/Anruf) oder im Internet unter www.bahn.de.

10.29 Uhr: Die A45 von Hagen in Richtung Gießen ist zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Nord wegen eines umgestürzten Lastwagens gesperrt. Aktuell gibt es ab Schwerte-Ergste acht Kilometer Stau. Weil die Unfallstelle auf einer Talbrücke liegt, gestalten sich die Aufräumarbeiten als problematisch; die Strecke dürfte noch mehrere Stunden gesperrt bleiben. Wegen der Statik problemen ist es schwierig, das Fahrzeug zu bergen.

10.08 Uhr: Der Fernverkehr der Bahn ist zwischen Köln und Dortmund sowohl über Wuppertal als auch über Düsseldorf mindestens bis zum Mittag eingestellt. "Da müssen wir auf der Strecke erst einmal aufräumen. Wir hoffen, dass sie bis zum Mittag wieder frei ist", sagt ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Außerdem kommt es auf zahlreichen weiteren Strecken immer wieder zu Störungen. Der Regional- und S-Bahnverkehr läuft überall nur eingeschränkt. Die schwierigste Störung ist nach wie vor der umgestürzte Baum bei Großenbaum im Duisburger Süden. Zwischen Köln und Düsseldorf verkehren keine S-Bahnen wegen eines Oberleitungsschadens.

9.57 Uhr: Reisende an den großen Flughäfen in NRW haben bisher Glück. "Flugverkehr regulär" meldet der Flughafen Köln/Bonn. Auch in Düsseldorf gibt es bei aktuell blauem Himmel und etwas Sonne keine Ausfälle oder nennenswerte Verspätungen. Am Flughafen Weeze steht der Wind sogar optimal für die startenden Flugzeuge, sagt eine Flughafensprecherin. Am Morgen hatte es lediglich zehnminütige Verspätungen gegeben, weil die hintere Fluggasttreppe wegen des starken Windes nicht benutzt werden konnte.

Vom Sturm umgeworfene Fahrräder

Vom Sturm umgeworfene Fahrräder vor dem Kölner Dom

9.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst aktualisiert seine Unwetterwarnung für Nordrhein-Westfalen. Von Dienstag, 11 Uhr bis 20 Uhr muss vor allem im Münsterland und Ostwestfalen ab dem späten Vormittag mit orkanartigen Böen mit bis zu 115 Kilometer pro Stunde gerechnet werden. "In den Hochlagen der Mittelgebirge treten orkanartige und Orkanböen bis zu 120 km/h auf", heißt es in der Unwetterwarnung. Mit einer Abschwächung sei erst gegen Abend zu rechnen.

8.44 Uhr: In Kalterherberg in der Eifel hat der Sturm mit 126 Kilometer pro Stunde Orkanstärke erreicht. Orkanartige Böen melden die Stationen Kahler Asten (117 km/h), Dahlemer Binz (109 km/h) und Issum am Niederrhein (107 km/h). "Das wird im Land sicher auch woanders noch so stark werden", sagt Meteorologe Thomas Sävert vom Wetterdienst "MeteoGroup". Der Sturm werde insgesamt eher noch "einen Tick stärker", so die Prognose. Von zwischenzeitlichen Aufheiterungen dürfe man sich nicht täuschen lassen. "Am Nachmittag lässt der Sturm etwas nach, aber man kann nicht von Entwarnung sprechen." Auch am Mittwoch kann es vereinzelte Sturmböen geben, außerdem durchweg Graupel, Schnee und Gewitter.

8.36 Uhr: Die Deutsche Bahn meldet für fast alle Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen "starke Beeinträchtigungen im Betriebsablauf" durch das Unwetter. Nach wie vor gesperrt sind die S-Bahn-Strecken Leichlingen/Opladen und Hilden/Süd. Zwischen Düsseldorf und Duisburg sind durch einen umgestürzten Baum jetzt auch Fern- und Nahverkehr von einer Streckensperrung betroffen.

8.29 Uhr: Ostwestfalen bereitet sich auf den nahenden Sturm vor. Die Feuerwehren melden erste Einsätze, mehrere Bäume sind bereits umgefallen. Zum Beispiel auf der Ostwestfalenstraße im Kreis Höxter. Bislang sind keine Menschen verletzt worden.

Eine Anzeigetafel im Bochumer Hauptbahnhof informiert über Verspätungen im Zugverkehr

Sturm "Niklas" legt Bahnverkehr lahm

8.07 Uhr: Der Regionalverkehr zwischen Solingen und Köln steckt fest, weil Bäume auf die Oberleitung gefallen sind. Wo es geht, leitet die Bahn die Züge um. Die Feuerwehren melden ebenfalls viele umgestürzte Bäume, allein in Wuppertal sind es bereits zehn. In Wermelskirchen begrub ein Baum gleich drei Pkw unter sich. Die Stadt Wuppertal teilt mit, dass der Zoo heute geschlossen bleibt und warnt dringend davor, heute und in den nächsten Tagen Wälder zu betreten.

7.58 Uhr: Überall in Nordrhein-Westfalen hat der Sturm bereits Spuren hinterlassen. In Kerpen bei Köln kippte in der Nacht durch den Sturm ein Kran in einem Kieswerk, blieb jedoch an einem Hausdach hängen. Der Kranführer erlitt zwar keine Verletzungen, musste aber von der Feuerwehr befreit werden, weil sich die Tür des Krans verkeilt hatte. In Mettmann und Neuss wehte der Wind Mülltonnen und Verkehrsschilder um. In Ostwestfalen behinderte in der Nacht Schnee den Verkehr. Auf der A44 bei Warburg gab es eine geschlossene Schneedecke, Streufahrzeuge waren im Einsatz.

7.45 Uhr: Noch läuft alles normal am Flughafen Düsseldorf, sagt Sprecher Christian Hinkel. "Es kann aber im Laufe des Tages zu Verzögerungen kommen." So müssten Flugzeuge möglicherweise Gewitterfelder umfliegen. Wenn die Sturmböen auf dem Vorfeld zu stark werden, könnte auch die Abfertigung unterbrochen werden müssen.

7.28 Uhr: Es wird stressig im WDR-Verkehrsstudio. Durch den Sturm und starken Regen gibt es für diese Zeit und die Osterferien ungewöhnlich viele Staus (16) mit insgesamt 56 Kilometern Länge. Insgesamt behindern drei umgekippte Bäume, zwei Verkehrsschilder und ein umgestürztes Fahrzeug die Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Die A45 von Hagen Richtung Gießen ist zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Nord wegen des umgestürzten LKWs gesperrt. Für die A61 in Richtung Rheinland-Pfalz empfiehlt die Polizei, dass "Fahrzeuge mit hohem Aufbau" ab Kreuz Meckenheim die nächste Raststätte anfahren sollen.

6.57 Uhr: Die Deutsche Bahn meldet Oberleitungsschäden in NRW durch herabgefallene Äste. Die S-Bahn-Strecke zwischen Duisburg-Großenbaum und Düsseldorf-Hauptbahnhof ist gesperrt, der Regionalverkehr soll nicht beeinträchtigt sein, sagt ein Sprecher. Am Bahnhof Hilden-Süd bleibt wegen eines Oberleitungsschadens eine S-Bahn am Bahnhof stehen, die Fahrgäste müssen aussteigen. Auf der Strecke zwischen Leichlingen und Opladen stehen zwei Züge auf freier Strecke. Es wird geprüft, wie die Fahrgäste die Bahnen gefahrlos verlassen können.

6.41 Uhr: Pünktlich zum einsetzenden Berufsverkehr machen sich die Auswirkungen des Sturms auf den Straßen bemerkbar. Auf der A2 von Oberhausen Richtung Dortmund behindern umgestürzte Bäume zwischen Essen/Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer den Verkehr. Ein Verkehrsschild liegt auf der A44 von Aachen in Richtung Mönchengladbach im Dreieck Jackerath auf der Fahrbahn.

6.31 Uhr: Rund um Heimbach und Nideggen, aber auch in Herzogenrath, Würselen und Eschweiler sind dutzende Bäume entwurzelt, Verkehrsschilder weggeweht und Bauzäune umgestürzt worden. Um Vogelsang muss die Feuerwehr einige Bäume von den Straßen räumen. Verletzt wurde bislang niemand.

6.08 Uhr: Verbreitet wird Windstärke 10 gemessen, in Eschweiler sogar Böen der Windstärke 11 mit bis zu 104 Kilometern pro Stunde. "Das wird sich jetzt ausweiten auf das ganze Land", sagt Metorologe Thomas Sävert vom Wetterdienst "MeteoGroup". Äste und umgekippte Mülltonnen behindern bereits mancherorts den Verkehr in NRW. Aus dem Schwarzwald werden Windstärken von 137 Kilometern pro Stunde gemeldet, also "volle Orkanstärke", sagt Thomas Sävert.

5.39 Uhr: Am Flughafen Köln/Bonn ist sturmbedingt in der Nacht ein KLM-Flug von Amsterdam ausgefallen. "Wir rechnen durch den Sturm insgesamt schon mit leichten Verspätungen", sagt ein Sprecher.

5.30 Uhr: Die Verkehrslage in Nordrhein-Westfalen ist noch recht entspannt. Auf der A40 wird "viel Wasser" durch die starken Regenfälle gemeldet. Auf der A61 von Mönchengladbach Richtung Koblenz liegt zwischen Türnich und Gymnich ein Baum auf der Fahrbahn. Andere Meldungen von Spanngurten und Fahrzeugteilen auf den Straßen mussten indes "nicht dem Sturm geschuldet" sein, heißt es aus dem WDR-Verkehrsstudio.

5.15 Uhr: In der Nacht räumen Polizeibeamten im Kreis Euskirchen umgekippte Mülltonnen von der Straße. Die Feuerwehr muss in Kirchheim sowie auf der B266 Bäume von der Straße entfernen.

4.12 Uhr: Verantwortlich für das stürmische Wetter sind die Südausläufer des Sturmtief "Niklas", das vom Atlantik bis zur Ostsee reicht. Die Kaltfront sorgt außerdem dafür, dass die Temperaturen deutlich um bis zu fünf Grad abkühlen. Landesweit werden aktuell zwischen acht und zehn Grad gemessen. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Abend auf 500 Meter.

3.32 Uhr: Die Windstärken der Sturmböen nehmen deutlich zu. Aus Geschwindigkeiten von 60 sind teilweise über 90 Kilometer pro Stunde geworden. Am stärksten trifft es in Nordrhein-Westfalen den Südwesten, so wurden in Düren und Eschweiler Spitzenwerte von 93 Kilometern pro Stunde gemessen, in Aachen sogar bis zu 98 Kilometer pro Stunde. Die orkanartigen Böen werden sich noch über das ganze Land ausweiten, so die Prognose.

3 Uhr: In Warstein ist ein Baum auf einen Gas-Tank gestürzt. Die Feuerwehr kann aber das ausweichende Gas rechtzeitig abstellen. Verletzte gibt es nicht. Aus dem Siegerland wird gemeldet, dass einige Bäume umgestürzt sind, die von der Feuerwehr von der Straße geräumt werden.

0 Uhr: Sowohl der WDR-Wetterdienst als auch der Deutsche Wetterdienst haben für den Dienstag (31.03.2015) Unwetterwarnungen für ganz NRW herausgegeben. Die höchsten Geschwindigkeiten sollen mit Böen von über 100 Kilometern pro Stunde schon am späten Vormittag erreicht werden und bis in den Abend anhalten. "Die stürmischen Böen bringen teils kräftige Regenschauer mit", sagt Meteorologe Werner Verant vom Bochumer Wetterdienst "MeteoGroup".

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