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ZeitZeichen

28.04.1965 - Ausländergesetz wird verkündet

Stand: 10.03.2016, 14:17 Uhr

Das Gesetz regelte die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern im Bundesgebiet. Es war längst überfällig, denn Wirtschaft und Politik warben bereits seit 1955 um ausländische Arbeitskräfte.

Von Julia Schäfer

Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen 14 Millionen "Gastarbeiter" in die BRD. Wider Erwarten kehrten sie nicht in ihre Heimat zurück, sondern bauten sich mit ihren Familien eine neue Existenz auf. Ihre soziale Integration wurde seitens der Politik völlig vernachlässigt. Dafür setzten sich lange Zeit nur Kirchen, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände ein. Das Ziel des Ausländergesetzes, eine "liberale und weltoffene Fremdenpolitik", wurde nie erreicht. 1990 wurde es novelliert und 2005 durch das Aufenthaltsgesetz ersetzt.

Dass die Ablehnung des "Fremden" bis heute in der deutschen Gesellschaft verbreitet ist, zeigen auch die jüngsten Pegida-Demonstrationen und Übergriffe auf Flüchtlinge.  

Redaktion: Hildegard Schulte

Ausländergesetz verkündet (am 28.4.1965)

WDR ZeitZeichen 28.04.2015 14:25 Min. Verfügbar bis 25.04.2025 WDR 5


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